Skeptisch stand ich vor meinem Spiegelbild und drehte mich hin und her. Sollte ich wirklich dieses Kleid anziehen. Es war schlicht, nur die rote Farbe machte es außergewöhnlich und verlieh meinem eher blassen Gesicht eine gesunde Färbung. Der weitschwingende Glockenrock bauschte sich luftig um meine Beine und endete kurz vor den Knien.
Für ein Blinddate war es sicher das richtige Outfit. Nicht zu sexy, aber auch keineswegs langweilig. Grübelnd betrachtete ich mein langes Haar und entschloss mich dazu, es doch hochzustecken. Mit wenigen Handgriffen fasste ich die dunklen Strähnen zu einem lockeren, weichen Knoten im Nacken zusammen. Ein paar einzelne Locken entschlüpften jedoch wieder und umrahmten mein Gesicht.
Zufrieden mit meinem Aussehen, sprühte ich noch einen Hauch Parfum auf meine Handgelenke, meinen Hals und das Dekolletee.
Eine freundliche Verkäuferin hatte mir mal gesagt, ein Duft käme am schönsten zum Tragen, wenn er an Körperstellen aufgetragen wurde, durch die das Blut pulsierte.
Bis jetzt machte ich mir kaum Gedanken um diesen George. Bibi hatte mir zwar verraten, dass er seit Wochen in unserem Block wohnte, aber mir war niemand Neues aufgefallen.
Sie schwor mir Stein und Bein, dass George ein äußerst netter Kerl war, der einer Frau die Welt zu Füßen legen würde.
Ich schlüpfte schlussendlich in schwindelerregend hohe Pumps, die meine Beine etwas länger erscheinen lassen sollten. Ob diese Verabredung es wert war, sich mit diesen Folterinstrumenten herumzuquälen? Von der erhöhten Unfallgefahr ganz zu schweigen.
Ich machte ein paar vorsichtige Schritte und fing an, bedrohlich zu schwanken. Doch ich erlangte schnell meine Balance wieder und betrat mit langsamen, vorsichtigen Bewegungen das Wohnzimmer, in dem Bibi mich schon erwartete.
„Oh, du siehst entzückend aus, meine Liebe“, schwärmte sie,“ George wird aus allen Wolken fallen, wenn er dich sieht.“
„Es reicht schon, wenn er nicht schreiend davonläuft bei meinem Anblick“, meinte ich ein wenig schnippisch.
Immer noch war ich ein bisschen böse auf Bibi, weil sie mich ohne mein Wissen, mit einem völlig Fremden verkuppeln wollte. Sie meinte es ja nur gut, aber manchmal schoss sie ein wenig übers Ziel hinaus.
„Du bist böse!“, sagte sie und sah mich mit einem traurigen Ausdruck in den Augen an.
Sofort meldete sich mein schlechtes Gewissen. Bibi war so lieb zu mir, unterstütze mich wo sie nur konnte und ich dankte es ihr mit ruppigen Bemerkungen. Es war schließlich kein Weltuntergang, sich mal mit einem Mann zu verabreden.
„Bibi, es tut mir leid!“, antwortete ich sofort, “ Du willst ja nur das Beste für mich. Ich verspreche hoch und heilig, ich werde diesem George eine Chance geben. Wer weiß, vielleicht ist er ja mein Traummann.“
Den letzten Satz sagte ich mit gespieltem Optimismus und Bibis Mundwinkel fingen an zu zucken.
„George ist wirklich eine Seele von Mensch!“, meinte sie nur.
Etwas verwirrt stand ich auf und trat vorsichtig nach vorne. Super, ich konnte stehen! Jetzt musste ich in diesen Dingern nur noch gehen lernen. Ein Glück, dass ich nur das kurze Stück zum Restaurant laufen musste, das gleich an der nächsten Straße lag. Ich würde mich dort mit ihm treffen und da er mich vom Sehen her kannte, würde er mich ansprechen.
„Also ich geh dann mal!“, sagte ich ein bisschen zittrig.
Ich hatte keine Ahnung was auf mich zukam und da ich jemand war, der keine Überraschungen mochte, war es mir mehr als unangenehm, mich einem völlig Fremden anzuvertrauen.
„Viel Spaß, mein Kind!“, rief Bibi mir hinterher.
Mit klopfendem Herzen lief ich die Straße entlang und sah den Sonnenuntergang der die Nacht ankündigte. Mit jedem Meter, der mich dem Restaurant näher brachte, wuchsen meine Zweifel darüber, ob ich das Richtige tat.
Blinddates waren doch eigentlich immer ein Reinfall. Warum sollte ausgerechnet ich das Glück haben, hier den Mann meines Lebens kennenzulernen?
Der Mann meines Lebens, dachte ich schmunzelnd, wie sich das anhörte. Wie so ein Kerl wohl aussah?
Sofort stieg Edward Cullens Bild vor meinem inneren Auge auf. Ich seufzte schwer.
Hatte ich es doch tatsächlich geschafft, ihn fast eine halbe Stunde aus meinen Gedanken zu verdrängen, bevor er sich wieder zurückschlich.
Dieser Mann würde noch mal mein Ende sein!
Nur noch wenige Meter bis zum Restaurant trennten mich von der Gewissheit, ob ich einen Fehler beging. Entschlossen trat ich durch die Tür und wurde sofort von einem Kellner in Empfang genommen.
„Guten Abend, Miss. Darf ich Ihnen die Jacke abnehmen?“, wurde ich freundlich gefragt.
Ich gab sie ihm und wurde daraufhin in einen äußerst eleganten Raum geführt. Überall standen festlich gedeckte Tische, mit silbernem Besteck, kristallenen Gläsern und kunstvoll gefalteten Servietten. Ein großer Kronleuchter hing mittig über allem und verbreitete ein angenehmes und dezentes Licht.
Es war das erste Mal, dass ich hier war und mein Blick schweifte neugierig über die elegant gekleideten Personen, die hier einen ruhigen Abend in angenehmer Atmosphäre genossen.
Niemand kam mir bekannt vor und ich dachte schon, dass dieser George mich versetzt hatte, als eine etwas näselnde, männliche Stimme mich ansprach.
„Sie müssen Bella sein“, fragte mich der Mann und ich drehte mich um.
Schluckend verdrängte ich mein Entsetzen. Vor mir stand die Verkörperung der Durchschnittlichkeit.
Nicht, dass ich auf ein attraktives Äußeres besonderen Wert legte, aber SO musste er ja auch nicht aussehen. Wo hatte Bibi nur ihre Augen gehabt?
Er trug einen Tweedanzug, der schon die besten Jahre hinter sich hatte und eine fürchterlich hässliche Fliege dazu. Sein Hemd war gestärkt, blütenweis und bis zum Ansatz zugeknöpft, sodass kein Halsansatz mehr zu erkennen war.
Die Hose war ihm zu kurz und die Füße steckten in weißen Socken zu den braunen Schuhen.
Oh Gott, ich würde Bibi dafür umbringen! Freundin, hin oder her.
Diesen Abend zu überstehen, würde mich mindestens zehn Jahre meines Lebens kosten.
„Ha..ha..hallo“, stotterte ich und streckte meine bebende Hand zur Begrüßung aus.
Eine viel zu weiche und schwitzige Männerhand umschloss die meine. Ich kämpfte gegen ein Gefühl der Übelkeit an, als er mich anlächelte und sich mit der anderen Hand, in der ein Taschentuch lag, über die schweißüberströmte Stirn wischte.
„Ich bin George“, strahlte er mich an und präsentierte mir seine gelblichen Zähne mit dem leichten Überbiss.
Jetzt wurde mir wirklich schlecht!
Ich stieß ein verzweifeltes Lachen aus, in der Hoffnung, meinen Ekel damit zu überspielen.
„Komm!“, sagte er eifrig und zog mich mit sich, “ Wir warten schon.“
Wir? Was hieß denn das? Wieso wir?
Er blieb vor einem Tisch stehen, der direkt in der Ecke des Restaurants lag. Eine ältere Dame saß dort und betrachtete mich mit prüfendem Blick.
„Darf ich vorstellen Bella, das ist meine Mutti!“, sagte er mit unverkennbarem Stolz in der Stimme.
Bibi, du bist sowas von tot, dachte ich verzweifelt.
Der Kerl nahm doch tatsächlich seine „Mutti“ mit zu einem Date. Völlig fassungslos streckte ich die Hand aus, um die Frau zu begrüßen und wurde ignoriert.
Hoheitsvoll zeigte sie mit ihrer durchscheinenden Hand an den Platz an der Wand, während sie selbst neben ihrem Sohn, mir gegenüber saß. Ich quetschte mich in die Ecke und spürte die Wand an meinem Rücken, erleichtert darüber, dass ich soweit wie möglich von beiden entfernt sitzen konnte.
Mit Argusaugen beobachtete sie mich und ich wurde unter ihrem Blick immer kleiner. Sich so auf dem Präsentierteller zu fühlen, war nicht angenehm und ich schwor mir, dass dies, das kürzeste Date aller Zeiten werden würde.
Eine unangenehme Stille herrschte zwischen uns, da George, seine Fähigkeit zu sprechen, in der Gegenwart seiner „Mutti“ zu verlieren schien. Ich selbst, war viel zu geschockt, um auch nur einen Ton herauszubringen.
Das Auftauchen des Kellners bewahrte uns davor, dass die Situation unangenehm wurde und wir nahmen die Speisekarten entgegen. Froh darüber, mein Gesicht dahinter verstecken zu können, überlegte ich, welches Gericht wohl am schnellsten zu verspeisen war, um diesen Abend nicht unnötig in die Länge zu ziehen.
„Bitte, schauen Sie, dass Sie nicht das teuerste Gericht auf der Karte wählen. Mein George, verdient sein Geld nicht, um es zum Fenster rauszuschmeißen“, sagte „Mutti“ allen Ernstes.
Mein Mund ging auf und zu, so perplex war ich über diese Unverschämtheit. George störte sich nicht an dem Verhalten seiner Mutter und studierte mit fröhlicher Miene die Karte.
Ich entschloss mich für einen Salat nach Art des Hauses und einem Brötchen dazu. Das würde Georges Geldbeutel wohl nicht überstrapazieren.
Wir bestellten und wieder war ich diesem Horrorpaar hilflos ausgeliefert. George starrte mir nur gierig in meinen Ausschnitt und ich drückte mich unwillkürlich in die hinterste Ecke. Seine Mutter schimpfte die ganze Zeit über die Unverschämtheit der heutigen Jugend und nach kurzer Zeit wurde unser Essen serviert.
Erleichtert eine Beschäftigung zu haben, griff ich zur Gabel und spießte fester als nötig, ein armes Salatblatt auf.
Den Blick starr auf meinen Teller gerichtet, spürte ich einen plötzlichen Lufthauch und ein warmer, wohlriechender Körper glitt neben mich auf die Bank.
Blinzelnd sah ich hoch und blickte in die unglaublichsten, grünen Augen, die auf dieser Erde existierten.
Noch nie im Leben war ich so froh gewesen, Edward Cullen zu sehen und ohne mich zurückhalten zu können, lächelte ich ihn strahlend an.
Arrogant zog er die Augenbraue hoch und erwiderte mein Lächeln mit einem irrsinnig sexy Grinsen.
„Bella, wer ist dieser Mann?“, fragte George irritiert.
„Ich bin ihr Freund!“, sagte Cullen prompt und ich verschluckte mich an meinem Wasser, das mir die trockene Kehle befeuchten sollte.
Hustend ließ ich das Glas sinken und funkelte ihn wütend an. Vorbei war die Wiedersehensfreude!
Für einen kurzen Moment hatte ich vergessen, was für ein Ekel er war, doch ich fand George noch um Längen schrecklicher und verzichtete darauf, ihn als Lügner zu entlarven.
Cullen rückte augenblicklich näher an mich heran, so nah, dass kein Blatt Papier mehr zwischen uns gepasst hätte.
Ich spürte seinen warmen Atem, als er sich über mein Ohr beugte.
„Jetzt kannst du mir nicht entkommen, Liebes“, hauchte er und verzog die Lippen teuflisch.
Was hatte er vor?
Georges Mutter fächelte sich Luft zu. Offenbar schien ihr Cullens Aussage schwer im Magen zu liegen und sie sah die Chancen, ihren Sohnemann unter die Haube zu bringen, rapide schwinden.
„Nun“, sagte ich etwas verlegen, “ wir sind noch nicht lange zusammen. Erst seit heute! Ich bin trotzdem gekommen, um es George persönlich zu sagen.“
Er sah sehr enttäuscht aus, doch ich konnte dem keine Aufmerksamkeit schenken, da Edward Cullens Hand sich langsam unter meinen Rock schob. Wir saßen völlig abgeschirmt in der Ecke und das Tischtuch verdeckte alles, sodass er sich ungeniert an mir austoben konnte.
Seine Hand, sie war so unglaublich warm und besaß genau die richtige Mischung aus Rauheit und Seidigkeit, die eine Frau verrückt machen konnte.
Unauffällig versuchte ich sie von meinem nackten Schenkel wegzuschieben, doch mein Widerstand war zwecklos. Unnachgiebig ließ er sie rauf und runter gleiten und schon nach kürzester Zeit, unterdrückte ich ein wohliges Stöhnen.
„Geht es Ihnen nicht gut, meine Liebe!“, fragte mich Georges Mutter, “ Sie sehen so erhitzt aus.“
Panisch schüttelte ich den Kopf, während er die Fingerspitzen immer höher wandern ließ.
„A…a….alles in....Ordnung“, brachte ich stammelnd hervor.
Cullen blickte unschuldig in die Runde, als würde er nicht gerade versuchen mein Höschen zu überwinden, um mit der Hand an meine intimste Stelle zu kommen.
„Darf ich fragen, wie Sie heißen?“, wollte George wissen.
„Aber sicher doch! Mein Name ist Edward Cullen“, lächelte er und strich beharrlich mit dem Daumen über meine intimste Stelle.
George jedenfalls, fand sich schnell mit seiner Niederlage ab und fing eine begeisterte Unterhaltung über Umweltschutz an. Interesse heuchelnd lauschte ich seinen Worten und versuchte Cullens freche Annäherungsversuche zu ignorieren.
Atemlos klemmte ich seine Hand zwischen meinen Schenkeln ein, die sich immer frecher an mir zu schaffen machte. Ich lehnte den Oberkörper nach vorne und stütze die Ellbogen auf dem Tisch ab, während es mir unglaublich schwer fiel, so zu tun, als würde sich nichts darunter abspielen. Heftig verfluchte ich mich dafür, dass ich ein Kleid trug und horchte Georges Monolog über das schnelle Schmelzen der Polkappen.
Seine Mutter wirkte tödlich gelangweilt und fing an die Serviette zusammen und wieder aufzurollen.
Mittlerweile rutschte ich unruhig auf der Bank hin und her. Seine Hand, immer noch zwischen meinen Schenkeln gefangen, bewegte sich nicht mehr und ich wagte es endlich, diese zu öffnen, in der schwachen Hoffnung, dass er nun von mir ablassen würde.
Doch genau in der Sekunde, als ich die Beine öffnete, nutze er die Gelegenheit und schlüpfte unter den Bund meines Slips.
„Ahhhhhh“, entfuhr es mir und „Mutti“ ließ vor Schreck die Serviette fallen.
Cullen lachte leise und sah mir in die Augen. Sein Blick war voll des Triumphes, denn dieses Mal war er am längeren Hebel. Seine Finger lagen direkt an meiner Haut und während sich unser Blick ineinander verfing, glitt er mit den Fingern tief zwischen die Falten meiner Weiblichkeit.
Fast biss ich mir die Zunge blutig, um nicht genüsslich zu stöhnen. Ich musste den Blick von ihm abwenden und sah starr zu George der irgendwelchen Nonsens von sich gab.
Edward Cullens Finger rieben und streichelten geschickt den Lustpunkt zwischen meinen Schenkeln und unwillkürlich spreizte ich sie weit. Was er mit mir tat, war einfach zu erregend und ich konnte mir dieses Vergnügen einfach nicht versagen.
Ich presste den Handballen möglichst unauffällig an meinen Mund, um Lustschreie zu verhindern. Seine Fingerkuppe umkreiste jetzt in irrsinnigem Tempo meine Klitoris, die Stimmen um mich rum, hörte ich nicht mehr und eine unglaublich süße Welle der Befriedigung stürmte auf mich zu.
Bald….dachte ich…..bald! Ein leises Keuchen kam über meine Lippen und wieder suchte ich den Augenkontakt mit ihm.
„Schmeckt dir dein Essen nicht, Bella!“, fragte er mich grinsend, “ Du rührst es gar nicht an.“
Dieser Mistkerl, als ob ich jetzt an Essen denken konnte. Eine Antwort war mir unmöglich, zu nah war ich schon dem Höhepunkt.
„Komm, Bella“, meinte er doppeldeutig, “ komm und iss auf, mein Liebling. Genieße es!“
Das Kreisen wurde noch intensiver und als er endlich mit zwei Fingern in mich eindrang, griff ich nach dem Brötchen und biss hinein.
Ich spürte ihn so intensiv, er füllte mich aus und brachte meine inneren Muskeln dazu, ihn noch enger zu umfangen.
Zuckend erreichte ich meinen Orgasmus, heiße Wellen durchströmten meinen Unterleib und ein zittriges Seufzen entwich mir.
„Ich glaube, Sie werden krank, meine liebe Miss Swan“, meinte Georges Mutter.
„Ich fühle mich tatsächlich etwas schwach“, erwiderte ich geschafft.
Cullen entzog mir seine Finger und erleichtert sackte ich an die Wand hinter mir. Er legte mir einen Arm um die Schultern und drückte sich eng an mich.
„Ich glaube Bella sollte sich etwas frischmachen. Du wirkst tatsächlich ganz schön abgekämpft. Wahrscheinlich ist dir das Essen nicht bekommen. Sie entschuldigen uns!“, sagte er um Verständnis heischend.
Er stand auf und zog mich mit hoch. Noch zu benommen, um ihm Widerstand entgegenzusetzen, folgte ich ihm mit wackligen Beinen aus dem Restaurant.
Unnachgiebig zerrte er mich hinter sich her, bis wir uns in einem leeren Flur befanden. Zielstrebig ging er auf eine Tür zu, die er sofort aufriss und mich unsanft hineinstieß.
Mein Brustkorb hob und senkte sich bebend, meine Augen mussten riesengroß im blassen Gesicht wirken und ich bekam wirklich Angst, als er mich grimmig betrachtete.
Wie eine Katze schlich er auf mich zu und schürte damit meine Angst vor ihm.
Was wollte er denn noch? Reichte es ihm denn nicht, dass er mich vorhin vorgeführt hatte?
„Willst du immer noch behaupten, du willst mich nicht?“, fragte er und stütze die Hände links und rechts von mir an der Wand ab.
„Wenn du damit dein lustloses Rumgestochere von vorhin meinst, das hättest du dir echt sparen können“, sagte ich mit dem Mut der Verzweiflung.
Er presste wütend die Lippen zusammen.
„Du bist eine Lügnerin, Isabella!“, sagte er schmeichelnd und leckte mir kurz über mein Ohrläppchen, “Es hat dir gefallen, sehr sogar. Du warst feuchter, als das Wasser in deinem Glas und du warst so eng, als hätte dich seit Jahren kein Mann mehr dort berührt.“
Seine Stimme war heißer und ich fühlte nun deutlich seine Erregung.
„Noch nie hat mich eine Frau so herausgefordert wie du! Du spielst mit dem Feuer, Liebes. Glaub mir, gegen mich kannst du nicht gewinnen.“
Wie hypnotisiert lauschte ich dem Klang seiner samtigen Stimme, seinen Worten, die mich zitternd und atemlos zurückließen.
„Das vorhin, war die Rache für deinen Widerstand im Büro. Doch das hier, ist allein für mich!“
Ohne Vorwarnung stürzte er sich mit seinem Mund auf meine Lippen. Fordernd zwängte er seine Zunge in mich und küsste mich ohne jegliche Zurückhaltung. Sein Geschmack berauschte mich und ich hing wie eine Puppe in seinen Armen, genoss einfach nur diesen Kuss, der mich in den Himmel katapultierte.
Gefangen in seinen Armen, gab ich es auf, Widerwillen zu heucheln und vergrub mit einem lustvollen Seufzen die Hände in seinem weichen Haar.
Er presste mich härter gegen die Wand hinter mir und hob mich hoch. Fast automatisch schlang ich die Beine um ihn, damit ich nicht den Halt verlor. Er drängte sich in unmissverständlichem Rhythmus gegen mich und vertiefte den Kuss.
Meine Handflächen glitten zu seinen Wangen, umfingen sie zärtlich, während sich unsere Münder immer wieder voneinander lösten, nur um sofort wieder zueinander zu finden.
Wir reizten unsere Lippen mit kleinen Bissen und strichen dann lindernd mit der Zunge darüber.
Plötzlich riss er sich los.
„Sag meinen Namen!“, forderte er bestimmend.
Noch völlig im Rausch, vernahm ich nur noch verschwommen seine Worte.
„Was?!“
„Du sollst meinen Namen sagen, verdammt!“
So wie jetzt, hatte ich ihn noch nie erlebt. Zum ersten Mal wurde mir klar, mit wem ich es hier zu tun hatte. Er war gefährlich und berechnend und gleichzeitig so leidenschaftlich, dass mir die Knie wegknickten.
Er wollte mich so sehr, dass er am ganzen Körper zitterte und ich hätte am liebsten nachgegeben, damit wir diese Lust zusammen ausleben konnten.
Ich würde mich in ihn verlieben! Dessen war ich mir so sicher, dass sich Bestürzung in mir breitmachte.
Meine einzige Chance, einigermaßen heil aus dieser Sache herauszukommen, bestand darin, weiterhin nein zu sagen.
„Ich kann nicht!“, flüsterte ich unglücklich.
Augenblicklich ließ er mich los.
„Eines Tages wirst du nicht mehr nein sagen, Isabella! Und wenn dieser Tag gekommen ist, werde ich dich einen Monat lang nicht aus meinem Bett lassen. Du kannst dir ruhig weiterhin etwas vormachen, aber wir beide wissen genau, dass es irgendwann so weit sein wird, Liebes.“
Er sagte dies mit mühsam unterdrückter Wut.
Abrupt drehte er sich um und ließ mich stehen. Zitternd setzte ich mich auf den kalten Boden und umschlang die Knie mit meinen Armen.
Dieses Mal war ich nochmal davongekommen. Aber er hatte mir heute gezeigt, wie es mit ihm sein würde und dieses Wissen würde mich bis in meine Träume verfolgen.
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