Inhalt:

Bella Swan ist alleinerziehende Mutter eines fünfjährigen Sohnes. Mit zwei Stellen hält sie sich grad so über Wasser. Tagsüber arbeitet sie in einem Schnellrestaurant und am Wochenende in einem angesagten Club. Dort lernt sie Edward Cullen kennen. Der ist reich, gelangweilt und eiskalt. Er macht Bella ein unverschämtes Angebot. Gegen Bezahlung soll sie seine Geliebte werden. Empört lehnt sie dies ab........ Pairing Bella/Edward

© by Vivian (Die Charaktere gehören Stephenie Meyer)

Freitag, 26. November 2010

Kapitel 48 - Der letzte Abend

Es war unser letzter Abend auf Hawaii. Die Flitterwochen waren viel zu schnell vorüber und eine leise Wehmut ergriff Besitz von mir. Ich legte gerade letzte Hand an mein Make-up, da wir den Abend in einem eleganten Restaurant beschließen wollten. Prüfend betrachtete ich meine Gesichtszüge im Spiegel und fing an zu lächeln. Ich sah glücklich aus.

Die letzten zwei Wochen waren wohl die schönsten in meinem bisherigen Leben, einzig und allein Dannys Abwesenheit trübte meine Freude ein wenig. Doch bei meinen täglichen Anrufen machte mein Sohn einen sehr zufriedenen Eindruck und schien mich nicht sonderlich zu vermissen. Das war zum Einen sehr beruhigend, machte mich aber auch ein Stück weit traurig. Vor einem Jahr wäre sowas noch undenkbar gewesen. Danny war sehr schüchtern und hatte Angst davor, längere Zeit ohne mich zu verbringen. Doch seit seinem zweitägigen Ausflug mit seiner Vorschulklasse, waren seine Ängste quasi über Nacht verschwunden und er wirkte um einiges selbstbewusster. Solange er Menschen um sich hatte, die er mochte, war Dannys Welt in Ordnung.

Esme und Carlisle verstanden sich hervorragend mit ihm und hatten einen Mordsspaß mit ihrem ersten, wenn auch nur angeheirateten Enkel. Dafür würde ich den Zweien immer dankbar sein. Sie brachten Danny jetzt schon mehr Liebe entgegen, als ich es mir je erträumt hätte und behandelten ihn mit so viel liebevoller Aufmerksamkeit, dass mir warm ums Herz wurde. Dies und die Tatsache, dass ich ja in absehbarer Zeit wiederkommen würde, machten es Danny leicht zwei Wochen ohne mich zu verbringen.

Es machte mich unsagbar traurig, wenn ich daran dachte, dass mein Vater niemals versucht hatte seinen Enkel kennenzulernen. Kurz nach Dannys Geburt schickte ich Charlie ein Bild von ihm, zusammen mit unserer aktuellen Adresse. Ein eindeutigeres Signal, dass ich mir einen erneuten Kontakt wünschte, konnte ich ihm nicht geben. Es schmerzte mich sehr, dass Dad nichts mehr mit mir zu tun haben wollte, weil ich mir seiner Meinung nach mit dem Kind die Zukunft verbaute. Diese Meinung teilte ich zu keinem Zeitpunkt. Weder in den ersten schockierenden Momenten, als ich den positiven Schwangerschaftstest in den Händen hielt, noch während den endlosen Diskussionen, die einzig und allein dem Ziel dienten, mich zur Abtreibung zu überreden. Für mich stand von Anfang an fest, dass ich dieses Kind bekommen, lieben und großziehen würde.

Ich hoffte damals wirklich, Charlie würde einlenken und uns wieder zu einem Teil seines Lebens machen. Voller Hoffnung reichte ich ihm die Hand zur Versöhnung, weil ich wusste, dass er viel zu stolz war, um auch nur einen Schritt auf mich zuzugehen. Seine Antwort darauf war die pure Ablehnung und ich brauchte lange um meine Enttäuschung zu überwinden. Charlie schickte mir das Bild seines einzigen Enkels zurück, zusammen mit einer kurzen Nachricht. Er schrieb darin, dass ich gefälligst selbst zusehen sollte, wie ich klarkam und ich wäre ab sofort nicht mehr seine Tochter. Es waren nur Worte, jedes für sich harmlos, doch in ihrer Zusammensetzung dermaßen verletzend und niederschmetternd, dass sie auf Jahre hinaus mein Vertrauen zu Männern erschütterten.

Dad´s Zurückweisung war weitaus schlimmer, als Jakes Verrat. Er war nur ein dummer Junge, doch Charlie war ein erwachsener Mensch, mit etlichen Jahren Lebenserfahrung. Für mich machte seine Haltung keinen Sinn, ich verstand sie einfach nicht. Doch wie lange ich auch nach einer Erklärung suchte, ich fand keine. Als Kind war ich immer sein Liebling und er setzte große Hoffnungen in mich. Ich sollte die erste Swan werden die studierte und etwas aus meinem Leben machen. Ärztin oder Anwältin schwebte ihm als Berufswahl für mich vor. Wie oft prahlte er vor seinen Freunden mit seiner klugen Tochter. Er versprach meiner Mum noch vor ihrem Tod, dass er alles tun würde, damit ich es mal zu etwas brachte.
Natürlich hätte ich studiert, wenn es mir möglich gewesen wäre.

Dad sprach ja während meiner Highschoolzeit von nichts anderem mehr, sparte sein hart verdientes Geld, um mir das College zu finanzieren und nahm sogar eine Hypothek auf das Haus auf. Seine Enttäuschung, als die Schwangerschaft all seine Pläne für mich zunichtemachte, konnte ich verstehen. Sie rechtfertigte in meinen Augen aber nicht sein Verhalten. Ich war sein Kind und schuldete ihm eine Menge, doch ich dachte nicht mal ansatzweise daran, mein ungeborenes Kind für seine Träume zu opfern. Genau diese Einstellung verzieh er mir nicht und so verweigerte er auch nach Dannys Geburt jeglichen Kontakt.

Nach dieser herben Abfuhr versuchte ich nie wieder meinem Vater näherzukommen. Dieses Spiel konnten auch zwei spielen. Wenn er keine Tochter mehr hatte, dann hatte ich eben auch keinen Vater mehr. Ich fühlte mich selbst wie ein hilfloser Säugling, als ich schwanger und allein in Seattle ankam. Noch nie fühlte ich mich einsamer und verlorener. Voller Ängst verzweifelte ich fast an der Verantwortung, als achtzehnjährige einen Säugling versorgen zu müssen. Bibi war in dieser Situation mein rettender Engel. Ohne sie, wäre ich höchstwahrscheinlich früher oder später unter die Räder gekommen.

Heute war alles anders. Innerhalb einer relativ kurzen Zeitspanne bekam ich eine neue Familie und wurde geliebt, so wie ich war. Der Spiegel vor mir reflektierte das Bild einer Frau, die zufrieden aussah. Ich konnte sogar mit Fug und Recht behaupten, dass ich mich zum ersten Mal in meinem Leben wirklich schön fand. Das Glück und die Zufriedenheit die in meinem Inneren herrschte, drängten förmlich aus sämtlichen Poren meiner Haut und brachten mich zum Leuchten. Testend hob ich die Hände an mein Haar, raffte die Strähnen zusammen und schob sie probehalber zu einem Knoten zusammen. Seit ich mit Edward zusammen war, legte ich eine ganz schöne Eitelkeit an den Tag. Für ihn wollte ich so anziehend wie möglich aussehen.

Edwards enorme Attraktivität machte ihn leider zur Zielscheibe aller weiblichen Wesen unter achtzig und die Konkurrenz war groß. Ich eignete mir ein dickes Fell an und bekam meine Eifersuchtsattacken recht gut in den Griff, wenn er mal wieder von einer namenlosen Schönheit belagert wurde. Es nötigte mir aber trotzdem eine Menge ab, gelassen auf die endlosen Annäherungsversuche meiner weiblichen Artgenossinnen zu reagieren. Edward amüsierte sich köstlich über das wütende Funkeln in meinen Augen, wenn zum wiederholten Mal ein vollbusiges Frauenzimmer seine Aufmerksamkeit erregen wollte, und zog mich laufend damit auf.

Man musste ihm jedoch zu Gute halten, dass er wirklich völlig unschuldig daran war. Seit dieser dämlichen Immobilientante hatte er keiner anderen Frau, mehr, als einen Blick gegönnt. Natürlich registrierte er wohlwollend die hawaiianischen Schönheiten um uns herum, er war schließlich auch nur ein Mann, doch er unterließ es auf die Flirtversuche einzugehen. Trotzdem war es lästig und ermüdend ständig die giftigen, neidischen Blicke der Frauen über mich ergehen zu lassen, weil ich einen so unbestreitbar attraktiven Ehemann hatte. Doch ich konnte  ihm ja schlecht sein verflucht heißes Aussehen vorwerfen.

Unschlüssig betrachtete ich die Haarsträhnen in meinen Händen und beschloss dann kurzerhand mein Haar hochzustecken. Ich schlang die braunen Haarmassen zu einem lockeren Knoten und versicherte mir zum x-ten Mal, dass ich zukünftig nicht so viele Gedanken an andere Frauen verschwenden würde. Edward war in mich verliebt, er machte mich glücklich, und die endlosen Legionen an Verehrerinnen, spielten in seinem Leben keine Rolle mehr.

Seine wenig ruhmreiche Zeit, als Womanizer, lag jetzt endgültig hinter ihm. Ab und zu hatte ich versucht ihn über seine Verflossenen auszufragen oder wollte zumindest eine ungefähre Ahnung über die Anzahl seiner Ex-Geliebten bekommen. Das Thema war ihm jedoch sichtlich unangenehm und er blockte sofort ab, wenn ich die Sprache darauf brachte. Während ich ihm jede Einzelheit über meine Vergangenheit offenlegte, hielt er sich sehr bedeckt. Dennoch war meine Neugier noch immer ungebrochen. Außerdem schien es mir nur sinnvoll zu erfahren, mit wie vielen aufgebrachten Ex-Geliebten ich es zu tun bekommen könnte, weil ich ihnen den Lover schlechthin vor der Nase weggeschnappt hatte. Doch mein lieber Ehemann schwieg beharrlich und ich ließ es dabei bewenden, auch wenn es mir schwerfiel.

Ich steckte gerade die letzte Haarklammer am Hinterkopf fest und zupfte ein paar Strähnen an den Seiten heraus. Nur eine zarte goldene Kette schmückte meinen Hals. Zufrieden drehte ich den Kopf von einer Seite auf die andere, um das Ergebnis zu begutachten, als Edward das Bad betrat.

„Liebes, bist du so weit?“

Ich ließ lächelnd die Hände sinken und drehte mich zu ihm um.

„Jep, wir können los.“

Edward grinste teuflisch.

„Ehrlich gesagt, wenn ich dich so sehe, dann kommen mir ganz andere Dinge in den Sinn, als Essen zu gehen.“

Frech grinste ich ihn an.

„Das kommt mir doch irgendwie bekannt vor. Du klingst langsam wie eine kaputte Schallplatte. Wie wäre es, wenn du deinen Worten Taten folgen lässt, sonst nehm ich dich irgendwann nicht mehr ernst?“, provozierte ich ihn.

Seine schön geschwungenen Augenbrauen verengten sich unheilvoll.

„Na warte, bis ich dich zwischen meine Finger bekomme, Isabella Cullen“, drohte er mir mit verführerisch dunkler Stimme.

Eine Gänsehaut überzog meinen gesamten Körper und  kribbelte vor lauter Vorfreude. Ich konnte einfach nicht genug von seinen Berührungen bekommen. Doch so einfach wollte ich es ihm nicht machen und schlüpfte geschickt an ihm vorbei und rannte ins Schlafzimmer.

„Dafür musst du mich erst noch erwischen, Cullen“, lachte ich aufgeregt.

Edward folgte mir gemächlich, er hatte es nicht eilig.

„Bella…Bella…Bella“, sagte er kopfschüttelnd, „Als ob du mir entkommen könntest.“

Schritt für Schritt pirschte er sich an mich heran und ich fing an ernsthafte Fluchtpläne zu schmieden. Mein Blick wanderte immer wieder möglichst unauffällig zur offenen Terrassentür. Noch war ich barfuß und wenn ich Edward unvorbereitet erwischte, konnte ich es zumindest bis an den Strand schaffen, bevor er mich einholte. Edward ging langsam um das Bett herum und fixierte mich mit seinen grünen Augen. In seinem Blick lag die pure Entschlossenheit und ich unterdrückte ein nervöses Kichern. Er würde mich auf jeden Fall einfangen, doch ich liebte es ihn zu reizen. Edward war dann immer so……besitzergreifend.
Ich musste zugeben, ich genoss es sehr, wenn er den Macho spielte, solange es sich nicht auf den Alltag erstreckte. Edward war beim Sex sehr dominant und ich leider, oder sollte ich lieber sagen „Gott sei Dank“, Wachs in seinen Händen.

„Lauf ruhig weg, Liebes!“, forderte er mich heraus, „Das macht es nur noch aufregender und befriedigender für mich, wenn ich dich dann endlich unter mir habe.“

Ich fackelte nicht lange und fing an zu rennen. Das Kleid störte nicht. Der glockenförmige schwarze Rock war kurz und endete eine Handbreit über den Knien. Die obere Hälfte ließ den Rücken komplett frei und wurde am Nacken gebunden. Außer einem knappen Slip trug ich keinerlei Unterwäsche und so war mein leichtbekleideter Zustand ideal, um mich bequem zu bewegen, oder wie in meiner jetzigen Situation, um zu rennen.

Der Wind trug selbst über die Distanz hinweg Edwards Lachen zu mir, als ich an den Strand flüchtete. Dort angekommen, fühlte ich den warmen Sand unter meinen Zehen und die Brise wehte den salzigen Geschmack des Meeres zu mir. Die Sonne ging gerade unter und verschwand als glühendheißer Feuerball am Horizont. Fasziniert vergaß ich meine Fluchtpläne und setzte gemächlich einen Fuß vor den anderen. Ich wollte dieses Schauspiel genießen. Es würde für eine lange Zeit das letzte Mal sein, dass ich etwas so wunderschönes zu sehen bekam. Die Sonnenuntergänge in Seattle waren lange nicht so spektakulär wie die auf Hawaii, mit dieser unglaublichen Kulisse als Hintergrund. Das Wasser schwappte um meine Füße und ich erschrak kurz. Dass ich bis ans Ufer gelaufen war, merkte ich erst jetzt.

Ich fühlte Edward Nähe, ohne ihn zu sehen. Er stand direkt hinter mir und sein Körper strahlte eine unglaubliche Hitze aus. Seine Hände legten sich auf meine Schultern, berührten die empfindsame Haut, ehe sie sich um meine Oberarme schlossen. Streichelnd glitten seine Hände an ihnen auf und ab, ganz leicht nur, und dennoch erzeugte seine Berührung eine schwindelerregende Wirkung bei mir.

„Liebes“, hörte ich ihn flüstern, „es macht nur halb so viel Spaß, wenn du nicht davonläufst.“

Meine Mundwinkel zogen sich nach oben. Das war so typisch Edward. Wir standen hier vor dem wohl schönsten Sonnenuntergang den man sich denken konnte und er dachte nur daran, wie er mich am besten rumkriegen konnte. Lachend drehte ich mich in seinen Armen um.

„Du bist unmöglich, Edward Cullen.“

„Ich bin verliebt“, hauchte er mir entgegen und zog mich eng an seinen Körper.

Ich verging fast vor Erwartung. Edward machte keine blumigen Komplimente, keine großen Reden. Er sagte schlichtweg, was in seinem Kopf vorging, egal, ob positiv oder negativ. Ich hatte noch nie einen Menschen kennengelernt, der so vernichtend ehrlich war wie er. Ob er verletzte oder schmeichelte, er blieb dabei immer schonungslos offen. Oft begleitete ein Hauch von Grausamkeit seine Worte. Die Wahrheit war eben nicht immer schön. Doch gerade das, machte seine Liebeserklärung zu etwas ganz Besonderem. Es traf mich mitten ins Herz und ich flüsterte ihm zu.

„Oh Edward, ich liebe dich auch. Ich kann gar nicht glauben, dass unsere Flitterwochen schon wieder vorbei sein sollen.“

„Das sind sie auch nicht“, erwiderte er, „Wir haben noch den ganzen Abend und die ganze Nacht für uns.“

Zärtlich zog ich seinen Kopf zu mir hinab und küsste ihn. Sein Mund fuhr warm und fest über meine Lippen, schmeckte und liebkoste mich gemächlich. Viel zu schnell riss er sich los.

„Wir sollten langsam los, sonst verspäten wir uns.“

Verführerisch lächelte ich Edward an und streichelte seine Brust über dem halboffenen schwarzen Hemd.

„Hast du nicht erwähnt, dir sei die Lust aufs Essen vergangen?“

Eigentlich wollte ich ihn heute mit niemandem mehr teilen, selbst wenn es bedeutete, dass ich hungrig zu Bett gehen müsste. Edward befeuchtete mit seiner Zungenspitze seine Lippen, seine Augen sahen unergründlich auf mich hinab und der Hauch eines Lächelns erhellte seine Gesichtszüge.

„Du könntest mich eventuell überreden das Essen ausfallen zu lassen“, flüsterte er.

Schluckend sah ich zu ihm hoch. Noch immer fiel es mir schwer die Initiative zu ergreifen, ein kleiner Rest Schüchternheit war trotz allem noch in mir vorhanden. Obwohl wir uns schon so oft geliebt hatten in den letzten zwei Wochen, war es jedes Mal anders. Edward besaß einen unerschöpflichen Vorrat an sexueller Raffinesse, sodass ich mir bisweilen vorkam wie ein unerfahrenes Mädchen. Als ich ihm das gestand, lachte er nur rau und flüsterte mir zu, wie Recht ich doch mit dieser Aussage hätte. Edward schwelgte förmlich darin, mich in die Geheimnisse und unterschiedlichen Praktiken der körperlichen Liebe einzuweihen. Mit subtilem Einfühlungsvermögen durchbrach er meine Hemmschwellen und ergötzte sich an meinen neugewonnenen Fähigkeiten. Keine Gespräche mit Freundinnen oder die eher mittelmäßigen, mickrigen Erfahrungen mit Jake, konnten mich auf das vorbereiten, was ich mit Edward teilte. Sex war etwas Unglaubliches. Nein, das war nicht ganz korrekt. Sex mit Edward war etwas Unglaubliches.

Meine Finger nestelten verspielt an seinen Hemdknöpfen, zupften an dem schwarzen Seidenstoff, der seine breite Brust bedeckte. Während ich an meiner Lippe herum kaute, bis sie kirschrot leuchteten, sah ich unter meinen langen Wimpern gespielt naiv zu ihm auf.

„Vielleicht kann mir mein lieber Ehemann ja sagen, wie ich ihn am Besten beglücken kann“, ahmte ich die manchmal etwas unterwürfige Art der hawaiianischen Inselschönheiten nach. Zum Glück waren sie nicht alle so, sondern größtenteils recht
emanzipiert.

Edwards Antwort bestand nur aus einem breiten Grinsen und einem frechen Hochziehen seiner rechten Braue. Ich verkniff mir mein Lachen und öffnete den ersten Hemdknopf. Von seiner Brust war noch nicht allzu viel zu sehen, also beschloss ich dieses Manko schnell zu beheben. In aller Seelenruhe entblößte ich seinen Oberkörper. Edwards Brustkorb hob und senkte sich gleichmäßig unter meinen Händen. Seine Haut erglühte unter meinen forschenden Fingerspitzen. Das Hemd war bis zum Bund seiner Hose aufgeknöpft, steckte aber noch darin. Meine Augen versanken völlig in seinen, während ich ihn voller Vorfreude berührte. Dieses Grün war so verdammt schön, so satt und leuchtend wie ein Edelstein. Es gab keine Worte dafür, was ich empfand, wenn er mich zärtlich mit ihnen betrachtete, so wie in diesem Moment.

Fiebrig ergriff ich den Stoff seines Hemdes, um es ihm aus der Hose zu ziehen. Doch dann verharrte ich mitten in der Bewegung.

„Mach doch weiter!“, bat er mich. Seine Stimme klang jetzt gar nicht mehr so gelassen. Auch wenn sein Atem noch gleichmäßig ging, so verriet ihn doch der heftig schlagende Puls an seinem Hals.

Das war die einzige Aufforderung die ich noch brauchte. Mit einem Ruck zog ich den Stoff heraus, sodass sein Hemd lose an seinen Seiten hing. Beinahe ehrfürchtig betrachtete ich die schöne Muskulatur seines Bauches und seiner Brust. Die Linien waren schlank, sehnig und dennoch kräftig. Allein sein Anblick reichte aus, um mich in rauschhafte Erregung zu versetzen. Ich konnte es kaum erwarten meinen Mund auf ihn zu heften, doch noch streichelte ich nur sanft über seine leicht gebräunte Haut. Die Sonne war seit wenigen Augenblicken ganz verschwunden, wurde verdrängt vom Mond, der sein helles, klares Licht auf die Meeresoberfläche warf. Es war kaum etwas zu hören, außer den leichten Wellenbewegungen des Wassers, das in gleichmäßigem Rhythmus immer wieder an den Strand gespült wurde. Es war ein Kommen und Gehen, wie die Bewegungen eines Liebhabers im Inneren einer Frau.

Ich hatte weder Augen noch Ohren dafür. Ich war viel zu beschäftigt damit, die Beschaffenheit von Edwards Körper zu erforschen. Langsam, ohne Hast, fuhren meine Finger jede Linie und jede Furche seines Bauches nach. Die Kraft die hinter dieser seidigen Haut steckte, machte mich schwach und ich verlor beinahe den Boden unter den Füßen, wenn Edward mich nicht festgehalten hätte.

„Hast du weiche Knie?“, fragte er leise lachend.

„Vielleicht“, antwortete ich zittrig.

„Ich halte dich, Bella“, versprach er heiser, „Ich werde dich nie wieder loslassen.“

Beinahe hätte ich geweint, doch ich war viel zu glücklich um unnütze Tränen zu vergießen, als ich zu ihm hochsah. Ich stellte mich auf die Zehenspitzen und presste leidenschaftlich den Mund auf seine Haut. Er schmeckte einfach nur wundervoll. Die salzige Meeresluft hatte Spuren auf seiner Haut hinterlassen, ich konnte es auf meiner Zunge schmecken, die erkundend über seine Brust strich. Sanft und zärtlich leckte ich an seiner kleinen Brustwarze, die sich unter meiner Liebkosung zusammenzog. Ich lächelte befriedigt, weil ich es war, die das bei ihm auslöste. Die Luft um uns herum war viel zu warm, als dass Kälte die Ursache dafür sein konnte. Immer wieder strich ich darüber und entlockte Edward ein leises Stöhnen.

„Willst du immer noch Essen gehen?“, fragte ich provozierend.

Er keuchte, weil meine linke Hand wie zufällig die Mitte seines Körpers streifte.

„Das fragst du jetzt nicht im Ernst?“, keuchte er.

Der Druck meiner Hand, auf sein Geschlecht, verstärkte sich um ein Vielfaches. Ich genoss es im wahrsten Sinne des Wortes, ihn in der Hand zu haben.

„Bella, was hast du vor?“, brachte er halb lachend, halb stöhnend heraus.

„Was glaubst du denn?“

Edwards Lider flatterten und er kämpfte sichtlich um Beherrschung. Endlich hatte ich die Kontrolle und wenigstens dieses eine Mal wollte ich sie mir nicht so rasch nehmen lassen. Ich wollte Edward mit Haut und Haaren, ich wollte ihn schmecken, ihn fühlen, ihn berühren und in den Wahnsinn treiben. Heute Nacht wollte ich ihn selbstlos mit meinen Lippen und Händen unterwerfen. Nicht, um ihn zu dominieren, sondern um ihm damit meine Liebe zu zeigen.

„Schließ die Augen, Liebling“, flüsterte ich sanft.

Er befolgte meinen Wunsch, schloss die Augen und ergab sich ganz meiner Führung. Es war ungewohnt, aber bestimmt nicht minder erregend für ihn. Allein seine immer stärker anschwellende Erregung pochte bereits ungeduldig, ich spürte es genau.
Sachte streifte ich sein Hemd von seinen Schultern. Sehnsüchtig glitt mein Blick über ihn und ich ließ meine Hände folgen. Jedes Streicheln wurde von einem zufriedenen Seufzen Edwards begleitet. Sein Behagen zeichnete sich deutlich in seinen Zügen ab und ich wurde immer mutiger.

Mit zittrigen Fingern machte ich mir an seiner Gürtelschnalle zu schaffen und es gelang mir schließlich sie zu öffnen. Der Reißverschluss seiner Hose verursachte ein leises Geräusch, als ich ihn behutsam runterzog. Edward sah mir dabei zu, ein gieriges Funkeln im Blick. Ich ließ mich davon nicht beirren, ging auf die Knie und zog ihm dabei die Hose runter. Ein Blick von mir reichte und er trat heraus, streifte Schuhe und Socken ab und stand nur noch in seinem Slip vor mir. Edwards halbnackter Körper war wirklich ein prachtvoller Anblick. Sachte strich ich über seine Oberschenkel, streifte seitlich sein Glied und brachte ihn zum ersten Mal zum Betteln.

„Oh Liebes, bitte…..du machst mich verrückt…bitte….“, brachte er mühsam heraus.

Edward gierte nach mir. Staunend betrachtete ich ihn und konnte kaum glauben, dass ich es war, die das vollbracht hatte. Ein paar simple Berührungen von mir hatten ausgereicht und Edward Cullen, der in meinen Augen wohl anziehendste und begehrenswerteste Mann auf diesem Planeten, bettelte um meine Berührung.

„Sag mir was du willst und ich tue es“, bot ich ihm an.

„Küss mich, Liebes! Küss mich überall! Lass mich deinen Mund spüren.“

Lächelnd hauchte ich einen zarten Kuss über den Bund seiner Boxer.

„So?“

Er lachte gequält.

„Ja, genau so:“

Einen Kuss nach dem anderen setzte ich auf seine Haut, meine Hand bearbeitete dabei stetig sein Glied, das immer noch verborgen war unter seiner Unterhose. Einmal verirrte sich meine Hand gezielt darunter. Das war zu viel für Edward. Mit einem wilden Knurren riss er mich hoch, packte meinen Hintern und presste sich zwischen meine Beine. Jesus, er war voll erregt und bereit in mich einzudringen. Doch ich wollte diejenige sein, die den Zeitpunkt bestimmte. Ich packte seinen Kopf und riss ihn an seinen Haaren zurück. Nicht allzu grob, aber fest genug, um ein überraschtes Aufleuchten in seinen Augen zu erkennen.

„Sieh mal einer an“, zischte er leise, „Gar nicht schüchtern heute?“

Ich schüttelte nur verneinend den Kopf. Schüchternheit hatte keinen Platz mehr in unserer Beziehung.

„Heute Nacht gehörst du mir, Edward“, bestimmte ich, „Lass dich fallen, Liebling. Gib dich mir hin.“

Das Mondlicht beschien sein Gesicht und hob dessen außergewöhnliche Schönheit noch hervor.

„Ich gehöre ganz dir, Liebes“, wisperte er rau.

Ich ließ ihn los und trat zwei Schritte zurück. Ohne ihn aus den Augen zu lassen, hob ich die Hände an den Nacken und entknotete die Enden des Oberteils, das die obere Hälfte meines Kleides zusammenhielt. Ich ließ los und der Stoff legte sich locker um meine Hüften. Edward starrte fasziniert auf meinen nackten Busen. Die eher zarten Hügel benötigten keinerlei Stütze und wölbten sich keck empor. Edward streckte die Hand aus.

„Darf ich?“

Ich nickte wortlos und spürte seine Fingerkuppe die sanft über die weiche Haut meines Busens glitt. Doch bevor er sie komplett mit seiner Hand umfassen konnte, ergriff ich sein Handgelenk und stoppte ihn.

„Warte!“, bat ich ihn, „Nachher…nachher kannst du mich berühren so viel du magst.“

Es fiel ihm sichtlich schwer sich zurückzunehmen, er erfüllte mir jedoch meinen Wunsch und zog seine Hand wieder zurück. Zufrieden schob ich meine Hände unter das Kleid und schob es über meine Hüften hinab. Genau wie Edward, trug auch ich nur noch einen Slip, der so winzig klein war, dass er problemlos in meinen Geldbeutel gepasst hätte. Bewundernd erfasste er jede Linie meiner Figur.

„Du bist wirklich das exquisiteste Geschöpf, dass ich jemals gesehen habe, Liebes.“

Eine leichte Röte legte sich auf meinen Körper. Seine Vernarrtheit in mich hatte auch nach den ausgiebig genutzten Flitterwochen in keinster Weise nachgelassen. Edward war noch immer verrückt nach mir und meinem Körper. Doch mir erging es ja nicht anders. Die sinnliche Seite unserer Beziehung war ein wichtiger Teil in unserem Zusammenleben. Ich fragte mich, ob es irgendwann mal nachlassen und selbstverständlich oder immer so aufregend und leidenschaftlich bleiben würde. Ich würde zumindest alles dafür tun, um für Edward begehrenswert zu bleiben. Für mich selbst gab es keinen Zweifel, dass er in meinen Augen nie an Anziehungskraft verlieren würde.

Entschlossen trat ich auf ihn zu und drückte ihn auf den warmen Sand nieder. Er lag jetzt ausgestreckt auf dem Rücken und ich setzte mich breitbeinig auf seine Hüften. Mit einer Hand stütze ich mich auf seiner Brust ab, die andere verwöhnte tastend jede Stelle die ich erreichen konnte. Edwards Lippen waren leicht geöffnet und sie sahen dabei so sanft und weich aus, dass der Wunsch sie auf meinem Mund zu spüren, übermächtig wurde. Ich legte den Daumen darauf und strich darüber. Immer und immer wieder wiederholte ich diese Bewegung, bis er den Mund ganz öffnete und den Daumen in seinem Mund aufnahm. Er biss hinein und brachte mich zum Erschauern. Hastig zog ich die Hand zurück und ersetzte den Daumen mit meiner Zunge. Sehnsüchtig glitt sie in seinen Mund, umschmeichelte seine und drängte immer wieder hinein.

Edward stöhnte und seine Erregung, die zwischen meinen Schenkeln ruhte, schwoll immer stärker zu beachtlicher Größe an. Ich lag jetzt auf ihm und verwöhnte seinen Mund mit meinen Küssen. Seine Hände schoben sich auf meinen Po, direkt unter den Stoff des Slips und massierten ihn. Das Wasser, das an den Strand gespült wurde, benetzte unsere Körper, wusch uns den Sand von der Haut und hinterließ glitzernde Wassertropfen auf ihr. Es dröhnte in meinen Ohren, ob es das Geräusch des Meeres oder mein Blut war, das in rasender Geschwindigkeit durch meine Adern rauschte, konnte ich nicht mehr unterscheiden. Wir schafften es irgendwie unsere restliche Unterwäsche loszuwerden. Nackt lagen wir aufeinander und wälzten uns leidenschaftlich im Sand umher. Die Reibung unserer nassen Haut, die feine Körnung des Sandes, sowie die Hitze, die in der Luft lag, peitschte unsere Lust aufeinander nur noch mehr an.

Mal war ich oben, mal er. Doch zu keinem Zeitpunkt unterbrachen wir unseren heißen, feuchten Kuss. Meine Brüste drückten sich fest auf Edwards Oberkörper, die steinharten Knospen rieben sich an daran und prickelten, weil es sich so unglaublich gut anfühlte. Die Reibung an den Spitzen fuhr mir direkt zwischen die Beine und ließ meine innere Knospe pulsieren. Sein Glied rieb sich die ganze Zeit an meinem feuchten Kern und streifte immer wieder tastend meinen Eingang. Jetzt konnte ich es nicht mehr ertragen, ohne ihn endlich tief in mir zu haben.

Mit einem Stöhnen stütze ich die Hände auf seiner Brust ab, hob die Hüften an und ließ seine Härte langsam in mich eindringen. In meiner Erregung warf ich schwungvoll das Haar zurück und bog den Rücken durch. Meine inneren Wände schmiegten sich fest um sein Glied und ich brauchte nicht lange, um einen gleichmäßigen Rhythmus zu finden. Die auf und ab Bewegungen ließen meine Brüste wippen, was Edward mit glasigen Augen verfolgte. Wie hypnotisiert hob er seine Hände, umfasste die vor Erregung hart gewordenen Hügel und massierte sie mit wachsender Leidenschaft.

„Liebes….Bella…..ahhhh….so wundervoll, so verdammt gut“, keuchte er mit zusammengebissenen Zähnen. Seine Klimax näherte sich mit rasender Geschwindigkeit und mit jedem Stoß seiner Hüften unter mir, die mir drängend entgegenkamen, spürte ich auch meinen Orgasmus heranrücken. Alles in mir zog sich quälend zusammen und entspannte sich wieder, nur, damit sich das Ganze mit viel stärkerer Intensität wiederholte.

„Edward…. ich liebe dich…“, brach es aus mir heraus. Ich warf mich auf seine Brust, seine Hände legten sich auf meinen Po und pressten mich kreisend auf seinen Unterleib. Der Druck war so intensiv, so schmerzhaft süß, dass ich nach einigen Sekunden kam. Edward ließ nicht nach und bewegte unermüdlich meinen Unterleib auf seinem. Er half mir meinen Orgasmus bis zum Letzten auszukosten, um schließlich seinen Samen in langen Schüben in mir zu entladen. Er zitterte am ganzen Körper und sein Gesicht war in unendlicher Lust verzerrt, bis er sich schließlich mit einem entspannten und seligen Lächeln nicht mehr rührte.

Lange lagen wir noch zusammen, ich auf ihm und das Meerwasser brach sich immer wieder an unseren Körpern. Langsam kühlte es unsere erhitzen Haut ab und wir fanden wieder zurück in die Realität. Wir waren immer noch miteinander verbunden, seine Finger zeichneten kleine Kreise auf meinem nackten Rücken und ich ließ die Gedanken sinnlos schweifen. Worte waren nach dieser intensiven Erfahrung nicht nötig, wir genossen nur die Nähe des anderen und das Abklingen unseres Höhepunktes. Doch irgendwann unterbrach Edwards Stimme die ruhige, fast schon schläfrige Stimmung.

„Liebes, was hältst du davon, wenn wir wieder reingehen und uns was kommen lassen. Ehrlich gesagt, habe ich jetzt einen Mordshunger.“

Lächelnd stütze ich das Kinn auf seiner Brust auf.

„Nachdem ich bekommen habe, was ich wollte, werde ich mal nicht so sein“, grinste ich, „Ich würde mir nie verzeihen, wenn du meinetwegen vom Fleisch fällst.“

Er drehte uns, sodass ich unter ihm lag. Umsichtig stützte er sich auf seine Unterarme, um mich vor seinem kompletten Gewicht zu schützen und grinste auf mich herab.

„Ich wusste es. Du willst nur meinen Körper“, klagte er gespielt beleidigt.

Mein Lächeln weitete sich zu einem handfesten Grinsen aus.
„Dass du mich so schnell durchschaut hast.“

„Was soll ich sagen?“, meinte er arrogant, „Ich bin eben ein schlauer Bursche.“

„Trotzdem war es nicht dein Verstand, der mich letztendlich davon überzeugt hat, dich zu heiraten“, sagte ich neckend.

Er zog empört die Augenbrauen zusammen.

„Nein?“

„Nein!“, erwiderte ich und der neckende Unterton verschwand gänzlich aus meiner Stimme, „Es war meine Liebe zu dir. Ich möchte keinen Tag mehr ohne dich sein, Edward.“

Sein glühender Blick traf auf meinen.

„Das musst du auch nicht, Bella. Wir beide, wir gehören jetzt zusammen. Ich habe schon bei unserer ersten Begegnung gespürt, dass du etwas ganz Besonderes bist. Ohne dich würde ich noch immer meine sinnlosen Spielchen treiben, von einer Affäre zur nächsten schlittern und in Selbstmitleid versinken. Du gibst meinem Leben endlich wieder einen Sinn, Liebes.“

Ich spürte die Träne, die meine Wange hinab glitt und auf meine Lippe tropfte. Er leckte die salzige Flüssigkeit ab und umfasste meinen Kopf, um auch die nachfolgenden mit seinem Mund aufzufangen. Es waren Tränen der Freude. Aus Kummer hatte ich in meinem Leben schon genug vergossen.

„Psst, nicht weinen. Es gibt doch keinen Grund dazu“, tröstete er mich. Sachte strich er über meine feuchte Wange.

Ich schüttelte lachend den Kopf.

„Ich bin ja gar nicht traurig.“

„Nicht?“

„Nein, ich bin glücklich, Edward. Weißt du, ich hätte nie geglaubt, dass ich nochmal einem Mann so an mich heranlassen würde, wie dich. Alle Männer in meinem Leben haben mich verraten und weggestoßen, das könnte ich nicht nochmal aushalten. Bitte versprich mir, dass du mich nicht irgendwann genauso hängenlässt. Ich könnte es nicht ertragen.“

Er half mir mich aufzusetzen und kniete jetzt vor mir im Sand. Eindringlich sah er mir ins Gesicht, nichts als Liebe in den Augen.

„Ich verspreche es, Bella“, versprach er feierlich, „Du wirst mich nicht mehr los, Liebes.“

Meine Tränen versiegten und machten neuer Hoffnung und Zuversicht Platz. Edward war immer ehrlich, er würde mich in dieser Hinsicht nicht belügen. Er war nicht wie Jake oder wie Charlie. So eiskalt und berechnend er manchmal auch sein konnte, so liebevoll und zärtlich ging er mit mir um, seit er mir seine Liebe gestanden hatte. Es war als wohnten zwei Seelen in seiner Brust. Die eine war egoistisch, verbittert und nur auf den eigenen Vorteil bedacht, die andere war freundlich, sorgte sich um die Menschen die ihm nahestanden und voller Optimismus.

Edward war ein Produkt seiner Erfahrungen und seiner Umwelt, geprägt vom alten Schmerz um Tanya und dennoch immer noch fähig zu echter Liebe. Er schenkte sie mir uneingeschränkt und ich wollte sie annehmen und festhalten. Niemals wollte ich zulassen, dass ich sorglos mit unseren Gefühlen umging oder sie als selbstverständlich erachtete. Liebe war etwas unendlich Kostbares und nicht alle hatten in ihrem Leben das Glück, sie dauerhaft halten zu können. Ich dachte kurz an Bibi und ihr Schicksal. Ob es mir möglich war, es besser zu machen? Konnte ich wirklich und wahrhaftig all meine Zweifel dauerhaft hinter mir lassen, um nicht genauso zu enden, wie meine liebevolle, ältere Freundin?

In diesem Augenblick, glaubte ich fest daran. Von seinen Armen umschlungen, schien mir nichts unmöglich. Die Vergangenheit empfand ich zwar immer noch als meinen Feind, doch die Zeit spielte mir zu .Mit den Jahren würden die Erinnerungen verblassen und durch neue ersetzt werden. Die Zukunft gehörte mir und Edward Die einzige Person, die unserer Liebe hätte gefährlich werden können, war tot, und konnte mir Edward nicht mehr nehmen.

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