Ich konnte nicht glauben, was hier gerade passierte. Edward trug mich geradewegs zu seinem Wagen, einem atemberaubenden schwarzen Geschoss, dessen Namen ich nicht mal kannte. Er setzte mich in die weichen Ledersitze, schnallte mich an, als wäre ich ein kleines Kind und ging um den Wagen herum, um selbst einzusteigen. Ich beobachtete ihn, wie er den Wagen startete, seine schönen Hände schlossen sich fest um das Lenkrad und er wandte sich mit einem atemberaubenden Lächeln an mich.
„Na, bereit in die Höhle des Löwen zu gehen?“
Wie geblendet starrte ich ihn an und konnte nur stotternd antworten. War diesem Kerl eigentlich bewusst, wie unwiderstehlich er auf mich wirkte? Sein Lächeln wurde breiter, verführerischer. Oh ja, es war ihm sehr wohl bewusst!
„Hä….“, stammelte ich wie eine Idiotin.
Er fing an zu lachen.
„Ob du bereit bist mit mir zu gehen, habe ich dich gefragt, Liebes.“
„Sicher….ähäm…ja….deine Wohnung…schon klar“, brachte ich noch raus. Innerlich ohrfeigte ich mich, für mein Gebrabbel. Menschenskind Bella, stell dich doch nicht an wie eine prüde Jungfrau. Er wird dich schon nicht fressen.
Als ich jedoch in sein Gesicht blickte, sah ich, dass sein Lächeln langsam verblasste und einem anderen Ausdruck Platz machte. Oh doch, er würde mich fressen, mit Haut und Haaren, so hungrig wirkten seine Augen.
„Bella!“, wisperte er leise. Er ließ das Lenkrad los und beugte sich über mein Gesicht. Sein frischer, sauberer Atem an meinem Mund, ließ mich die Lippen öffnen, voller Sehnsucht nach ihm und seinem Kuss, doch lautes Gelächter von ein paar Jugendlichen, die feixend und johlend an unserem Auto vorbeiliefen, unterbrachen diesen elektrisierenden Moment. Er fluchte gottlos und setzte sich wieder aufrecht hin.
„Ich denke, es ist besser wir fahren los. Ich will keine Zuschauer haben, wenn ich dich küsse.“
Heilige Maria Mutter Gottes! Vor lauter Aufregung bekam ich nasse Handflächen, mein Atem raste und ich versuchte vergeblich meine Nervosität zu verbergen. Noch vor einer halben Stunde war ich im Begriff George zu heiraten und jetzt saß ich neben Edward in einem Sportwagen, um mich von ihm in seine Wohnung bringen zu lassen. Keiner würde stören! Wir wären endlich allein und konnten tun und lassen, was wir wollten. Prickelnde Sehnsucht machte sich in mir breit, wenn ich daran dachte, was er mit mir anstellen würde. Verstohlen sah ich zu ihm rüber, während er mit ziemlich hohem Tempo durch Seattles Straßen jagte. Unter normalen Umständen wäre ich vor Angst gestorben, denn er fuhr wie ein Irrer, doch nicht mal sein mörderischer Fahrstil, konnte mich aus meiner Trance reißen.
Er sprach kein Wort, umklammerte krampfhaft das Lenkrad und schien sich nur mühsam beherrschen zu können. Nach relativ kurzer Zeit fuhr er in eine Tiefgarage, stoppte den Wagen an seinem angestammten Parkplatz und stieg aus. Er öffnete meine Türe und streckte mir die Hand hin. Dankbar ergriff ich sie, um mir beim aussteigen helfen zu lassen. Dieses unmögliche Fahrzeug lag so tief, dass ich Mühe gehabt hätte alleine rauszukommen.
„Warum in aller Welt hast du dir so ein unpraktisches Auto gekauft?“,
fragte ich. Seine Gründe dafür interessierten mich im Grunde überhaupt nicht, doch ich musste irgendetwas sagen, um meine Nervosität zu überspielen.
„Liebes, mir hat der Wagen gefallen, ich wollte ihn haben und hab ihn mir gekauft.“
„Machst du das immer so? Du nimmst dir einfach, was du willst!“
Er kam nahe an mich heran und legte seinen Mund an mein Ohr.
„Das solltest DU doch am besten wissen“, hauchte er und biss mir ins Ohrläppchen, „Komm, lass uns gehen. Ich will dich endlich ganz für mich alleine haben.“
Seine Worte ließen mich erbeben, doch er zog mich erbarmungslos zum Aufzug. Als sich dessen Türen schlossen, nahm er Abstand und sein Blick wanderte begierig über meine Gestalt. Ich fühlte mich in diesem Moment wie das begehrenswerteste Wesen auf dem Planeten, weil sein glutvoller Ausdruck mich beinahe verbrennen ließ. Trotzdem schien er ganz ruhig, er zuckte nicht mal mit den Wimpern.
Der Aufzug hielt im obersten Stockwerk und mit einem zischenden Geräusch öffneten sich die Türen. Er neigte den Kopf nach links, um mich damit wortlos zum aussteigen aufzufordern und ich tat ihm den Gefallen. Den Weg kannte ich noch vom letzten Mal und ich ging mit klopfendem Herzen auf seine Wohnung zu, bis ich vor der verschlossenen Türe stand. Er war direkt hinter mir, trotzdem überraschte es mich, als er sich von hinten an meinen Rücken drängte, um mich sanft gegen die Tür zu pressen.
„Angst?“, wisperte er mit verspielter Stimme. Er erinnerte mich ein wenig an den Edward, den ich frisch kennengelernt hatte. Düster, sexy, geheimnisvoll und vor allem skrupellos. Aber es waren nur einige Facetten seiner Persönlichkeit, die noch so viele andere Seiten zu bieten hatte. Er konnte auch anders sein, dies wurde mir ja schon von einigen Seiten bestätigt. Es gab einen sanften Edward, liebevoll und fürsorglich. Doch er war noch tief vergraben und kämpfte sich nur langsam wieder zurück an die Oberfläche. Jetzt musste ich mit „meinem“ Edward vorlieb nehmen und um ehrlich zu sein, wollte ich ihn gar nicht so viel anders haben. Seine Arroganz und sein fast schon unverschämtes Selbstbewusstsein, machten einen Großteil seiner Art aus und es störte mich nur wenig. Edward war der große, böse Wolf und ich das unschuldige Lämmchen. Ein Kichern stieg in mir auf bei dieser Vorstellung, doch es erstickte im Keim, als er sich noch näher an mich drängte.
„Du hast meine Frage nicht beantwortet!“, drängte er.
„Was….was….für….für eine Frage?“
„Hast du Angst?“
Unfähig noch ein Wort herauszubringen, presste ich die Wange gegen das glatte Holz der Türe und schüttelte den Kopf. Er war so verdammt nah, ich konnte ihn am ganzen Körper fühlen. Ich verfluchte die störende Kleidung, die unsere Haut voneinander trennte und sehnte mich danach, hüllenlos in seinen Armen zu liegen. Er griff vor meinen Bauch und steckte die Karte in den Schlitz an der Tür. Mit einem klickenden Geräusch öffnete sie sich und er schob mich einfach hinein.
Alles was ich in den nächsten drei Sekunden wahrnahm, war das Knallen der Türe, die er unbeherrscht zuwarf, seine Hände an meinen Schultern und sein wildes Aufstöhnen. In wilder Raserei stürzte er sich auf meinen Mund, zwang ihn auseinander und fuhr mit der Zunge hinein. Ich schmeckte sein köstliches Aroma, hörte sein Stöhnen und verging beinahe vor Wonne. Abwechselnd zärtlich und gierig bewegte er seine warmen Lippen auf meinen, unsere Zungen verwoben sich und er sog meinen Atem ein. Wir küssten uns schon unzählige Male, doch keiner war mit diesem vergleichbar. Es war die pure Sünde, was er mit mir anstellte und jede Nonne hätte für unser Seelenheil gebetet, weil wir uns so unkeusch in unserer Lust verloren.
Er legte die Hände um meinen Kopf, fixierte ihn und nahm mir damit die Bewegungsfreiheit. Immer wieder tauchte er zwischen meine Lippen, ahmte die Bewegungen seiner Hüften nach, die sich in unerbittlichem Rhythmus gegen meine drängten. Ich ließ mich völlig fallen, ergab mich komplett und öffnete meinen Mund noch ein Stückchen mehr. Gierig sog er meine Zunge in seine Mundhöhle, spielte mit ihr und sendete damit eine erregende Welle nach der anderen durch meinen Körper.
„Schlaf mit mir!“, sagte ich mit dunkler Stimme. Ich wollte ihn so sehr, ich wusste gar nicht mehr wohin mit meinen Gefühlen und brauchte dringend ein Ventil, damit sich endlich entladen konnte, was sich schon seit Monaten aufstaute.
Doch offensichtlich war ich ihm zu forsch, denn er löste abrupt den Kuss und ging zwei Schritte rückwärts. Keuchend sah er mich an, wartete bis seine Atmung sich normalisierte, bevor er wieder sprach.
„Du hast da was falsch verstanden, Bella“, meinte er relativ ruhig. Doch der flackernde Blick seiner Augen, verriet, dass er alles andere als gelassen war. „Ich werde heute nicht mit dir schlafen.“
Irritiert und gekränkt erwiderte ich den Augenkontakt. Ging jetzt etwa alles von vorne los? Dachte er, es wäre okay mich zu heiraten, aber Sex war tabu. Ich verstand überhaupt nichts mehr und wollte nur noch weg.
„Ich versteh schon!“, flüsterte ich bitter und gedemütigt, „Entschuldige bitte meine Unbeherrschtheit. Es wird nie mehr vorkommen.“
Ich drehte mich Richtung Türe, um zu gehen. Seine Stimme konnte mich nicht stoppen.
„Bella, so warte doch. Lass es mich erklären.“
Ohne zu stoppen, setzte ich einen Fuß vor den anderen, ignorierte seinen Einwand.
„Himmel noch mal, jetzt bleib endlich stehen, Isabella Swan!“, donnerte er.
Langsam drehte ich mich um.
„Hör auf mich anzubrüllen!“, schrie ich ihn an, „Ich versteh dich nicht, Edward. Wochenlang steigst du mir hinterher, um mich ins Bett zu kriegen. Du hast mir sogar Geld angeboten, um mit mir schlafen zu können. Kannst du mir vielleicht verraten, was das hier soll! Verdammt Edward, du hast meine Hochzeit gestürmt, hast gesagt du willst mich selbst heiraten, küsst mich hier bis zur Besinnungslosigkeit und dann willst du keinen Sex. Willst du mich verarschen?“
Ich war so unglaublich wütend! Ohne ihn noch eines weiteren Blickes zu würdigen, lief ich wieder zur Tür, vernahm jedoch sein frustriertes Flüstern.
„Na dann eben so!“
Er holte mich mit wenigen Schritten ein, packte mich und warf mich über seine Schultern. Kopfüber hing ich an seinem Rücken runter und trommelte mit meinen kleinen Fäusten auf ihm herum.
„Edward Cullen, lass mich sofort runter. Diese Höhlenmenschtaktik mag ja bei deinem Bruder funktionieren, aber du kannst es getrost stecken lassen“, wütete ich.
„Ich denke gar nicht daran dich runterzulassen. Du wirst mir jetzt zuhören.“
Lässig ging er in sein Schlafzimmer und warf mich quer übers Bett. Sofort krabbelte ich zum Fußende und wollte runtersteigen, doch er erwischte meinen Fuß und zog mich ohne die geringste Mühe zurück.
„Wirst du wohl stillhalten!“, grinste er.
Meine Haare hatten sich aus ihrem Knoten gelöst und hingen mir wild ins Gesicht. Aufgebracht strich ich sie zurück und funkelte ihn wütend an.
„Das kannst du vergessen! Du mieser, eingebildeter, despotischer , verblödeter, unausgeglichener, arroganter…….“ Ich schnappte kurz nach Luft und suchte nach weiteren Worten, um meinem Unmut über diese entwürdigende Situation Ausdruck zu verleihen.
„Sind dir etwa schon die Adjektive ausgegangen?“, verspottete er mich lachend.
„Oh….du…du…..du..!“, schrie ich wütend und versuchte dann erneut vom Bett zu krabbeln.
„Jetzt reicht es mir, Isabella!“, rief er. Kraftvoll packte er mich, drehte mich mit einer einzigen Bewegung auf den Rücken, setzte sich rittlings auf meine Hüften und hielt meine Arme über meinen Kopf. So unter ihm gefangen, sah ich zu ihm hoch und wand mich wie verrückt, um ihn abzuschütteln.
„Bella, würdest du das bitte lassen!“, bat er mich stöhnend und ich hielt verblüfft inne, als ich die enorme Härte fühlte, die sich an meine intimste Stelle drückte. Er begehrte mich ganz offensichtlich. Warum wollte er dann nicht mit mir schlafen? Er neigte sich zu mir runter und brachte sein Gesicht nah an meines. Es war völlig still im Zimmer, kein Geräusch war zu hören, außer dem Ticken der Uhr, deren Zeiger sich unaufhaltsam drehten. Mein Mund war staubtrocken und ich wollte mir die Lippen mit der Zunge befeuchten, doch er hielt mich davon ab.
„Nein, lass mich!“, bat er rau. Wie hypnotisiert sah ich zu, wie seine Zungenspitze hervorkam und zart über meine Unterlippe fuhr. Sämtliche Wut war verraucht und ich schloss erwartungsvoll die Augen. Er glitt jetzt zur Oberlippe, benetzte auch diese und lockte durch die zärtliche Berührung auch meine Zunge hervor. Zärtlich stupste ich die seine an, begann ein neckendes Spiel und nach kürzester Zeit küssten wir uns wieder voller Leidenschaft. Wie lange wir den Kuss ausdehnten, konnte ich im Nachhinein nicht mehr sagen. Zeit spielte keine Rolle mehr und als wir aus purer Atemnot unsere Münder trennen mussten, war ich bereit ihn anzuhören.
„Warum hast du es dir anders überlegt und willst nicht mit mir schlafen? Warum wolltest du mich plötzlich heiraten? Ich bin so verwirrt, Edward, ich weiß gar nicht mehr was ich denken soll“, flüsterte ich.
Er seufzte und glitt von mir runter, zog mich jedoch sofort an seine Brust, sodass ich an ihn gekuschelt, immer noch sein Gesicht betrachten konnte.
„Ich weiß, dass es für dich schwer zu verstehen ist, vor allem nach unserem Telefonat gestern Nacht“, begann er, „Bella, ich habe kein Auge mehr zugemacht und musste ständig an deine Worte denken. Dass ich mein Glück packen sollte, wenn es vor meiner Nase liegt. Du hattest mit allem Recht, nur mit einem nicht.“
Fragend sah ich ihn an.
„Du hast gesagt, du wärst wohl nicht die Frau, die mir dieses Glück schenken könnte, doch du täuscht dich. Du bist die einzige, die in der Lage sein wird, mich glücklich zu machen. Ich will es versuchen, Bella! Noch bin ich nicht imstande, dir zu sagen, dass ich dich liebe. Aber eines Tages, kann ich es vielleicht. Tanya ist noch immer in meinem Herzen und ich kann sie nicht einfach rausreißen und durch dich ersetzen, aber durch dich fühle ich mich endlich nicht mehr so leer und tot. Du hast mich dazu gebracht, wieder Sehnsucht für ein menschliches Wesen zu empfinden und ich will dieses Gefühl nicht mehr verlieren. Ich habe dir schon mal gesagt, wenn ich wieder lieben kann, wirst du es sein. Hab einfach Geduld mit mir und gib nicht auf, wenn ich wieder schwierig bin, denn das wird weiß Gott wieder passieren. Du bedeutest mir viel, Bella, das musst du mir glauben.“
Sanft legte ich die Hand an sein schönes Gesicht und streichelte es voller Zärtlichkeit.
„Heißt das, du willst mich wirklich?“
Er lächelte strahlend und dieses Lächeln warf mich fast um. Es war nicht sein übliches Grinsen, oder das spöttische, diabolische Verziehen der Lippen, welches schon fast als sein Markenzeichen galt, sondern ein unglaublich schiefes Strahlen voller Glück.
„Ja, das heißt es!“, sagte er voller Inbrunst und drückte mir einen sanften Kuss auf meinen Mund, „Ich will dich in meinem Leben, in meinem Bett und ich will dich zur Frau.“
Wieder drehte er uns so, dass er auf mir lag.
„Was den Sex betrifft, brauchst du nicht denken, dass ich dich nicht begehre“, wisperte er heiser und drückte seine Erregung gegen meinen Schenkel, „Ich möchte es jetzt nur richtig machen und bis zur Hochzeitsnacht warten. Ich habe solange ausgeharrt, jetzt halte ich durchaus noch ein paar Tage länger aus.“
Gerührt sah ich auf, hingerissen von seiner Erklärung, warum er nicht sofort mit mir schlafen wollte. Trotzdem war ich ein wenig irritiert und ein Stück enttäuscht.
„Heißt das, wir werden uns nur noch küssen?“, wollte ich leicht schmollend wissen. Er mochte ja eine enorme Selbstbeherrschung besitzen, aber er hatte ihn mir Hormone freigesetzt, die fünf Jahre lang brachlagen und jetzt mit voller Wucht raus wollten. Sich mir zu verweigern, grenzte fast schon an Folter.
„Bella, nur weil ich den eigentlichen Akt nicht vollziehen will. Heißt das nicht, dass wir nicht andere Dinge tun können“, machte er mich heiß.
„Was denn für Dinge?“, wollte ich erregt wissen. Er lächelte geheimnisvoll.
„Schöne Dinge“, wisperte er dunkel, „Dinge, die dir guttun werden.“
Ich stöhnte auf und versuchte das Pochen in meinem Unterleib abzumildern, indem ich meinen Unterleib näher an ihn drückte. Er biss sich heftig auf die Lippen und schloss kurz die Augen. Als er sie wieder öffnete, waren sie fast schwarz vor Lust.
„Ich will dich nackt sehen! Zieh dich für mich aus. Bitte!“
Zitternd setzte ich mich auf, aufs äußerste erregt und legte die Hände an meine Bluse, um sie langsam mit zitternden Fingern aufzuknöpfen. Er beobachtete mich dabei und sah aus wie ein Tier, das sich gleich auf seine Beute stürzen würde. Ich ließ den feinen Stoff von den Schultern gleiten und mein Oberkörper war nur noch von meinem zarten, weißen Spitzen-BH bedeckt. Doch bevor ich weiterging, musste ich noch eine Sache klären.
„Edward, ich muss noch etwas wissen. Es geht um Danny! Ich will nicht, dass er verletzt wird oder unglücklich ist. Die Heirat wird nur stattfinden, wenn er einverstanden ist. Wie stehst du zu ihm? Wie stehst du zu Kindern?“
„Ich würde lügen, wenn ich behaupte, ich hätte jemals großen Kontakt zu Kindern gehabt. Eigentlich gar nicht. Ich verstehe und bewundere deine Liebe zu ihm und werde mir Mühe geben, sein Freund zu sein. Aber ich glaube nicht, dass ich Vater spielen kann. Was wirst du tun, wenn er nicht will?“
Er sagte die Worte vorsichtig und bedächtig, beobachtete genau meine Reaktion.
„Ich erwarte nicht von dir, dass du Vater spielst. Aber wenn ich dich heiraten soll, muss er auch ein Teil deines Lebens werden. Mich gibt es nur mit ihm zusammen. Danny ist sehr sensibel und ich will nicht, dass er sich von dir ungewollt fühlt, weil du seine Mutter nur haben kannst, wenn du ihn mit dazu nimmst. Ich habe keine Furcht, dass er etwas gegen die Heirat einzuwenden hat, ich habe Furcht, dass er verletzt wird“, sagte ich eindringlich.
„Ich werde mir Mühe geben und ihn niemals bewusst verletzen. Er ist ein Teil deines Lebens und als mein Stiefsohn wird er auch Teil des Meinigen werden. Er ist ein aufgeweckter Bursche und ich mag ihn. Wir werden schon klarkommen.“
Erleichtert sah ich ihn an und glaubte ihm. Es herrschte Schweigen zwischen uns, mein Kopf war gesenkt und ich versuchte den Mut aufzubringen, mit meinem Striptease fortzufahren. Auf einmal war all meine Leichtigkeit wie weggeblasen. Noch nie hatte ich mich so offen vor einem Mann ausgezogen. Mit Jake waren es nur wenige Gelegenheiten gewesen, in denen ich mit ihm schlief. Kurze, lieblose Begegnungen, die auf dem Rücksitz seines Vans stattfanden. Nie war ich völlig nackt, sondern lag mit hochgeschlagenen Röcken auf den Polstern, während er nur den Reißverschluss seiner Jeans öffnete und lieblos in mich eindrang. Sexuelles Begehren kannte ich nur durch Edward und im Grunde war ich eine Jungfrau. Zumindest was die Gefühle anging.
„Willst du nicht mehr weitermachen, Bella?“, fragte er mich leise.
„Doch….doch schon, aber….aber…..“
Er setzte sich ebenfalls auf und nahm mein Gesicht zwischen seine Hände.
„Was ist denn, Liebes? Vorhin konntest du es kaum erwarten und jetzt bist du plötzlich zu schüchtern.“ Er klang keineswegs ärgerlich, sondern eher neugierig.
Die Hitze in meinen Wangen verriet mir mein Erröten und ich konnte ihm kaum in die Augen sehen.
„Bella!“, sagte er in ruhigem Ton, „Wie lange ist es her, dass du Sex hattest.“
„Fünf Jahre!“, flüsterte ich beschämt. Er musste mich bestimmt für einen Freak halten. Eine junge, ledige Frau in meinem Alter und ohne das geringste Sexleben, war sowas wie das achte Weltwunder und ich wartete auf sein Gelächter. Das blieb freilich aus.
„Fünf Jahre! Heißt das, du hattest das letzte Mal Sex mit dem Vater deines Kindes und dann nie wieder?“ Ich nickte. „Süße, war er der einzige, mit dem du je geschlafen hast?“, hakte er zart nach.
„Ja, es war auch nicht so oft und fand immer in seinem Van statt“, gab ich zu und schämte mich noch mehr, „Edward, mich hat noch nie ein Mann vollständig nackt gesehen und jetzt habe ich Angst. Vorhin, das war wie ein Rausch, ich habe nicht nachgedacht, aber jetzt ist es was anderes. Ich habe keine Ahnung von diesen Dingen und werde mich bestimmt anstellen wie der letzte Mensch. Jake……er …er war nicht so interessiert daran, mich….mich “, ich brachte es kaum über die Lippen, „mich zum Höhepunkt zu bringen, oder mir zu zeigen, was Männer mögen.“
Weich sah er mich an und lächelte.
„Ich werde nichts tun, was du nicht auch willst. Ich will dich nackt sehen, weil ich dich so sehr begehre. Bella, du brauchst nicht verlegen zu sein. Alles was du wissen musst, werde ich dir beibringen und ich bin diesem elenden Scheißkerl sogar dankbar, dass er mir das überlassen hat. Wir werden unsere Körper gegenseitig kennenlernen und herausfinden, was uns die größte Lust bereitet. Ich will, dass du unseren ersten richtigen Sex niemals vergisst und wenn wir unsere Vorlieben kennen, wird er auch unvergesslich werden.“
Seine Worte machten Sinn, gaben mir neue Zuversicht, weil er es gar nicht merkwürdig fand, dass ich im körperlichen Bereich so wenig Erfahrung besaß. Es schien ihn sogar nur noch mehr anzuheizen, denn seine Stimme hörte sich einige Oktaven dunkler an, als er mit mir sprach. Ich öffnete den Verschluss meiner Hose, was er zufrieden zur Kenntnis nahm. Er lehnte sich zurück gegen die Kissen und sah mir zu. Als ich nur in Unterwäsche dasaß und mich nicht rührte, kamen seine Worte klar und bestimmend.
„Den BH, Liebes! Zieh ihn für mich aus.“
Meine Hände griffen hinter meinen Rücken und öffneten die Ösen des Verschlusses. Sanft fiel der BH auf das Bett und ich verschränkte automatisch schützend die Hände vor der Brust. So kniete ich vor ihm, seinen glühenden Blicken wehrlos ausgesetzt und betete darum, dass endlich irgendetwas geschah.
„Versteck dich nicht, Liebes! Du hast das nicht nötig.“
Er kam zu mir, drückte mich auf die seidenen Laken und ragte vollbekleidet über mir auf. Meine Hände nahm er von meiner Brust und bettete sie locker neben meinem Kopf. Dann strich er mit dem Handrücken über meinen Hals, zum Schlüsselbein, bis zu meinem Busen.
„Du bist wunderschön, einfach perfekt“, raunte er heiser.
Ich schluckte und sah sehnsüchtig zu dem kleinen Streifen freier Haut, der aus seinem Hemdkragen hervor blitzte. Er merkte wohl, was in mir vorging und fing an sich sein Hemd aufzuknöpfen. Erwartungsvoll sah ich ihm dabei zu und sabberte fast, als sein unglaublicher Oberkörper in seiner ganzen Pracht entblößt war. Er war wunderschön, ein anderes Wort gab es nicht, um ihn zu umschreiben. Muskulös und durchtrainiert, aber nicht auf übertriebene Art. Nicht, dass er hager gewesen wäre, aber er war nicht so breit wie Emmett. Trotzdem war er unglaublich männlich in seiner Nacktheit, die samtene Haut überzog kräftige Muskeln die bei jeder Bewegung seiner Körpers sichtbar wurden. Ich wurde allein von seinem Anblick feucht und fragte mich, was passieren würde, wenn er mich tatsächlich berührte. Seine Hose folgte nach und er legte sich nur in Shorts neben mich.
„Du kannst mich ruhig anfassen, wenn du möchtest!“, sagte er warm.
Zitternd streckte ich eine Hand aus und legte sie auf seine Brust. Ich fühlte seine leichte Brustbehaarung unter meiner Handfläche und strich voller Genuss über seine Haut. Sie war so weich und fest. Er schnurrte wie ein Kater.
„Das fühlt sich unglaublich an, Bella. Du hast magische Hände.“
Mutig geworden nahm ich die zweite zur Hilfe und liebkoste ihn immer leidenschaftlicher, spürte schon bald auch seine Hände, die mich berührten. Er zog mich auf sich und wir erbebten bei dem Kontakt unserer nackten Oberkörper. Meine Brustwarzen richteten sich steil auf, als sie sich automatisch an ihm rieben.
Wild presste er die Lippen auf meinen Mund, küsste mich so hart und verlangend, dass ich stöhnend die Lippen öffnete, um seine Zunge in mich aufzunehmen. Ich brauchte wenigstens einen Teil von ihm in mir. Seine Hände strichen über meinen Rücken, legten sich auf meinen Po, den er packte und knetete. Dadurch presste er sich mit seiner Härte nur noch fester in das Nest zwischen meinen Beinen. Wie ein Blitz durchfuhr mich dieses Gefühl und ich begann sofort, mich kreisförmig auf ihm zu bewegen, um mir zumindest ein bisschen Erleichterung zu verschaffen. Trotz des Stoffes der unsere Geschlechter voneinander trennte, konnte ich dieses Gefühl voll genießen, immer noch in einem heißen Kuss verbunden. Er schob mich von sich runter.
„Dreh dich auf den Bauch, Bella“, bat er leise und ich gehorchte. Erwartungsvoll lag ich da und wartete darauf, was als nächstes passieren würde. Er küsste meinen Nacken, glitt mit offenem Mund an meiner Wirbelsäue entlang und setzte mich in Flammen. Unruhig bewegte ich die Hüften, weil sein Mund auf meinem Körper mich wahnsinnig machte.
„Ich werde dir jetzt den Slip ausziehen, Liebes!“, warnte er mich vor, doch ich war gar nicht mehr in der Lage zu antworten, bestand nur noch aus Lustgefühlen, obwohl noch gar nicht viel passiert war.
Er zog ihn mir über die Beine und ich war vollends unbekleidet. Sofort hörte ihn scharf einatmen.
„Gott, du bist so wunderschön!“, stöhnte er und heftete seine Lippen auf die Rundung einer Pobacke, die er mit zärtlichen Küssen bedeckte. Mir war schon vorher aufgefallen, dass er eine Vorliebe für meine Rückseite hatte und fand dies bestätigt. Er überschüttete mich mit Küssen, streichelte jede für ihn erreichbare Stelle. Ich hielt es nicht mehr aus und drehte mich zu ihm um. Sehnsüchtig streckte ich die Hände nach ihm aus und er kam mir sogleich entgegen. Wir verbanden unsere Zungen miteinander, küssten uns verzehrend und berührten uns überall. Meine Hände fanden jeden Muskel und strichen fast schon anbetend darüber. Ich war beinahe erschrocken, weil es mir so leichtfiel mich ihm voll und ganz hinzugeben.
„Bella, du bist das wundervollste Geschöpf, das ich kenne. So süß… und warm …. so ….unglaublich…. sexy“, stammelte er. Er riss sich die Shorts vom Körper und ich hatte einen ziemlich guten Ausblick auf seinen vollerigierten Penis. Fasziniert betrachtete ich ihn, hatte zum ersten Mal in meinem Leben die Gelegenheit, einen völlig nackten Mann in Ruhe anzusehen. Er nahm meine Hand, legte sie um seinen Schaft und führte sie streichelnd auf und ab.
„Spürst du das, Bella? Das ist alles nur deinetwegen, Baby! Ich gehöre dir, nimm dir was du brauchst.“
Ich biss mir auf die Lippe und nahm die Hand die mich beim Streicheln führte, um sie an mein eigenes Geschlecht zu legen. Keinerlei Scham erfüllte mich, sondern nur Liebe und Lust. Er umkreiste meinen Kitzler und drang mit einem Finger in mich an, während ich unablässig seinen Penis massierte.
„Das ist so gut, Liebes“, keuchte er, „Ein bisschen fester noch…..ja….genau so …..oh scheiße….Bella!“.
Er atmete genauso schwer wie ich, hob die Hüften fast vom Bett und stand kurz davor zu kommen. Ich sehnte mich danach, ihn beim Höhepunkt zu sehen und erinnerte mich an unser Telefonat, als ich in der Wanne lag. Wie er reagiert hatte, als ich ihn fragte, ob ich ihn in den Mund nehmen sollte. Völlig in seiner Lust verloren, lag er da und hatte sogar aufgehört mich zu streicheln. Es war mir gleich, denn ich wusste, er würde mich nicht im Trockenen stehen lassen. Alles in mir wollte ihn zum Höhepunkt und zum Schreien bringen. So beugte ich mich über seine pulsierende Härte und umschloss sanft die Spitze mit meinen Lippen.
„Heilige Scheiße, Bella!“, brüllte er auf und schüttelte sich wie im Krampf. Er packte meinen Kopf, schob ihn allerdings nicht weg, sondern hielt sich daran fest. „Liebes, du musst das nicht machen“, wimmerte er.
Kurz ließ ich ihn aus meinem Mund und sah ihn lustvoll an.
„Ich will aber! Lass mich das für dich tun.“
Ergeben ließ er sich in die Kissen sinken und ich fuhr mit meinen Liebkosungen fort. Instinktiv wusste ich was er mochte oder fand es nach und nach heraus. Er bäumte sich unter meinen Lippen auf, stöhnte haltlos und kam schließlich mit einem heiseren Schrei. Ermattet lag er da und ich legte mich auf ihn. Ich war noch viel fertiger als er, vor Aufregung und vor Stolz, weil ich es geschafft hatte, diesen Mann zum Schreien zu bringen.
„Ich danke dir, Bella. Du bist wirklich die faszinierendste Frau, die ich kenne. Aber jetzt bist du dran, Liebes.“
Er legte den Mund auf meinen Busen und alle Müdigkeit war wie weggeblasen. Heftige Schauer überfielen mich, das Pochen in meinem Unterleib brach wieder voll aus und ich konnte es kaum erwarten, dort von ihm berührt zu werden. Er grinste teuflisch und flüsterte in mein Ohr.
„Soll ich es dir auch mit dem Mund machen?“
Tiefrot im Gesicht schnappte ich nach Luft, nickte jedoch. Die Erinnerung an seine Zunge zwischen meinen weiblichen Falten, war zu delikat, als dass ich mir selbst diesen Genuss versagt hätte. Er leckte sich über den Mund und küsste sich seinen Weg nach unten. Bald schon leckte er mich mit aller Raffinesse, die er sich in den letzten Jahren angeeignet hatte und ich war nur noch ein pulsierendes Bündel. Zitternd, bebend und stöhnend lag ich unter ihm, war ihm völlig ausgeliefert und wünschte mir ewig so weiterzumachen.
„Süße, du schmeckst so gut“, hörte ich ihn sagen. Er genoss es genauso sehr wie ich, was mich nur noch heißer machte. Als er dann den Druck seiner Zungenspitze auf meine Klit erhöhte, kam ich so gewaltig, dass mein Schrei wohl bis ans andere Ende von Seattle zu hören war. Erschöpft genoss ich die Nachwehen meines Orgasmus und schlief dann selig ein.
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