Inhalt:

Bella Swan ist alleinerziehende Mutter eines fünfjährigen Sohnes. Mit zwei Stellen hält sie sich grad so über Wasser. Tagsüber arbeitet sie in einem Schnellrestaurant und am Wochenende in einem angesagten Club. Dort lernt sie Edward Cullen kennen. Der ist reich, gelangweilt und eiskalt. Er macht Bella ein unverschämtes Angebot. Gegen Bezahlung soll sie seine Geliebte werden. Empört lehnt sie dies ab........ Pairing Bella/Edward

© by Vivian (Die Charaktere gehören Stephenie Meyer)

Freitag, 26. November 2010

Kapitel 46 - Das erste Mal

Ich lehnte mich an Edward und beobachtete amüsiert wie Emmett beim Tanzen seiner Rosalie auf die Füße trat. Doch sie biss tapfer die Zähne zusammen und lächelte strahlend zu ihrem Liebsten hoch. Edwards leises Lachen ließ mich zu ihm aufschauen.

„Weißt du jetzt, warum ich dich eben vor einem Tanz mit meinem Bruder gerettet habe?“

„Mein Held!“, rief ich aus und klimperte mit den Wimpern. Er rückte näher und legte seinen Arm um meine Schultern, seine Fingerspitzen verirrten sich immer wieder auf die nackte Haut meines Rückens und tanzten zärtlich hin und her.

Die Feier war in vollem Gange, die Gäste waren alle gutgelaunt und erstaunlicherweise noch größtenteils nüchtern. Doch so sehr ich es auch genoss, fieberte ich trotzdem dem Zeitpunkt entgegen, wo wir uns zurückziehen und zur Abreise in die Flitterwochen fertigmachen würden. Dennoch machte sich leise Wehmut in mir breit, denn es wäre das erste Mal in meinem Leben, dass ich länger als zwei Tage getrennt von meinem Sohn verbringen musste.

Er würde bei Carlisle und Esme bleiben. Sie konnten es kaum erwarten ihn ein paar Tage zu sich zu nehmen und hatten schon für jeden Tag etwas geplant, damit er gar keine Zeit hatte mich zu sehr zu vermissen. Trotzdem tat es mir weh, mein Baby so lange nicht in meiner Nähe zu haben. Edward merkte meinen Stimmungsumschwung und folgte meinem Blick, der sich jetzt an meinen Sohn heftete. Er war nach dem Essen nicht mehr zu halten und flitzte durch den Saal, um alles genau in Augenschein zu nehmen. Jetzt saß er bei Bibi und gab sich alle Mühe ihr eine Haarklammer aus ihrer festlichen Frisur zu klauen, ohne dass sie es merkte.

„Bella!“, flüsterte Edward, „Es sind doch nur knappe vierzehn Tage, dann siehst du ihn wieder. Er ist bei meinen Eltern gut aufgehoben.“

Ich seufzte.

„Das weiß ich doch, aber ich werde ihn furchtbar vermissen.“

Er beugte sich zu mir und sah mir tief in die Augen.

„Vielleicht kann ich dich ein wenig ablenken!“, wisperte er.

„Verrätst du mir, wie du das machen willst?“

Das Grün seiner Augen verdunkelte sich und er brachte seinen Mund nah an mein Ohr, um mir etwas zuzuflüstern. Ich keuchte auf und zuckte zurück.

„Edward!“, hauchte ich entsetzt, „Du kannst mir doch nicht in der Öffentlichkeit solche Schweinereien zuflüstern.“

Ich konnte es nicht sehen, doch ich war mir sicher, dass eine tiefe Röte über meinen Körper kroch. Beginnend beim kleinen Zeh bis hinauf in mein jetzt glühendheißes Gesicht. Mit einer Serviette wedelte ich mir Luft zu und brachte es nicht über mich Edward ins Gesicht zu schauen. Lieber Gott! Was würde mich in den Flitterwochen erwarten? Dieser schamlose Kerl schien ja einiges mit mir vorzuhaben. Anstatt verlegen zu sein, warf er den Kopf zurück und lachte schallend.

„Oh Bella!“, keuchte er kichernd, „Manchmal bist du so herrlich prüde!“

Beleidigt schmollte ich ihn an.

„Ich bin gar nicht prüde!“, wehrte ich ab, „Du bist nur unmöglich.“

Sein Atem streifte meine Wange, als er sich zu beugte.

„Nicht unmöglich, Liebes. Höchstens unglaublich. Bella, du hast nicht die geringste Ahnung, was ich in diesen zwei Wochen mit dir anstellen werde?“

„Kann ich danach noch selbstständig geradeaus laufen?“, neckte ich ihn scherzhaft.

Edward war nicht zum Scherzen zumute. Purer Ernst flackerte in seinen Augen und mir wurde ganz anders.

„Liebes, wenn wir wieder zu Hause sind, wirst du eine andere Frau sein“, hauchte er eindringlich, „Du wirst mir gehören mit Haut und Haaren. Wenn die Flitterwochen vorbei sind, wirst du wissen, was wahre Lust bedeutet.“

Seine Pupillen waren geweitet, als stünde er unter Drogen. Ich wollte gerade etwas erwidern, als Alice und Jasper sich zu uns an den Tisch setzten. Diese Ablenkung würde mir nur guttun, wenn ich meinen frischgebackenen Ehemann vor allen Leuten anfallen wollte.

„Alice!“, rief ich aus. Sie lächelte mich strahlend an. Sie und Jasper waren ein so hübsches Paar. Er groß und blond und sie so zierlich und dunkelhaarig. Der Kontrast setzte sich auch in ihrem Wesen fort. Auch wenn Jasper jetzt wesentlich zugänglicher wirkte, so strahlte er immer noch eine gewisse Zurückhaltung aus. Er wirkte beinahe kühl. Ganz im Gegensatz zur fröhlichen, lebenslustigen Alice. Doch genau diese Unterschiede fesselten sie aneinander, genauso wie die tiefe Zuneigung die sie füreinander empfanden.

„Bella, eure Hochzeit ist ein wahrer Traum. Ich muss zugeben, erst war ich ein wenig skeptisch, dass sie in einem Hotel stattfindet, aber jetzt bin ich völlig begeistert. Wer hatte denn die Idee dazu? Der Laden ist ja absolut umwerfend.“

Ich lachte.

„Da kannst du dich bei Edward bedanken. Er wollte im Hotel 1000 feiern.“

Überrascht zog sie die Augenbraue hoch.

„So einen guten Geschmack hätte ich dir gar nicht zugetraut. Ehrlich, Edward! Das Hotel und der Raum hier sind einfach überwältigend.“

Edward grinste nur eingebildet, ohne zu antworten. Doch diese Einbildung war ausnahmsweise mal berechtigt. Ich war zuerst entsetzt, als er die Feier in einem Hotel stattfinden lassen wollte. Eigentlich hätte ich mir eine privatere Atmosphäre gewünscht. Doch nach einer Besichtigung mit Esme war ich vollends überzeugt. Nicht nur der Service hier war erstklassig, sondern auch dieser hypermoderne Style war etwas völlig anderes. Vor allem der Festsaal hatte es mir angetan.

Anstatt einer Wand befand sich eine gigantische Glasfront vor den Tischen. Hoch über Seattle konnte man die ganze Stadt überblicken. Es war schlichtweg beeindruckend. Die viereckigen Tische im Raum fassten bis zu acht Personen, damit entsprechende Gruppen beieinander sitzen konnten. Esme hatte jedoch nichts dem Zufall überlassen, sondern genau überlegt wen sie zum wem setzte. So würden Streitigkeiten vermieden, meinte sie.

Auf allen Tischen befanden sich weiße Tischdecken. Bauchige Weingläser wurden neben den etwas kleiner gehaltenen Wassergläsern, an der rechten Seite der Teller platziert. Diese selbst waren eine Betrachtung wert. Ebenfalls viereckig, leicht wellenförmig am Rand bildeten sie den passenden Rahmen für die erlesenen Speisen.

An jedem Tisch stand eine lange, schmale Vase. Dort ragte eine langstielige weiße Blüte heraus, die ich nicht zuordnen konnte. Drumherum war schilfartiges Grün drapiert, damit es nicht so karg wirkte. Auch wenn ich nicht wusste, um welche Blume es sich handelte, so berauschte mich der Duft deswegen nicht weniger. Ansonsten gab es keine Dekoration. Alles war sehr schlicht gehalten, doch es wirkte nicht einfach dadurch, sondern extrem edel. Der Raum, der Wein und das Essen brauchten keine weiteren Accessoires um die Exklusivität hervorzuheben. Alles war perfekt.

„Sag mal, Bella“, fragte mich Jasper grinsend, „wohin gehen denn die langersehnten Flitterwochen?“

Er warf Edward einen wissenden Blick zu, was ein mörderisches Funkeln in Edwards Augen hervorbrachte.

„Du bist schlimmer als ein Tratschweib, Jasper“, rief Edward angesäuert.

Jaspers Augen schimmerten vor lauter Begeisterung.


„Du wirst doch nicht etwa verlegen werden, Edward. Immerhin musste ich mir die ganze Zeit deine dreckigen Fantasien anhören.“

Bevor es noch zum Streit kam, griff ich ablenkend ein.

„Ich weiß nur, dass wir nach Hawaii fliegen. Mehr will Edward mir nicht verraten.“

„HAWAII!“, schrie Alice neidisch, „Oh, du glückliche. Ich bin über Seattle noch nie hinausgekommen.“

„Das holen wir noch nach, Kleines“, versprach Jasper liebevoll und strich meiner Freundin zärtlich  über den Arm.

Während die beiden sich verliebt in die Augen sahen, beugte sich Edward zu mir.

„Apropos Flitterwochen“, hauchte er mir ins Ohr, „wir sollten uns so langsam auf den Weg machen, immerhin müssen wir uns vorher noch umziehen. Der Flug geht in circa zweieinhalb Stunden.“

Ich nickte benommen. Jetzt war es also soweit. Die Koffer waren ja schon gepackt und am Flughafen. Wir mussten also nur aus dem  Brautkleid und Smoking schlüpfen und es konnte losgehen.

„Bevor ihr euch vom Acker macht, möchte ich noch mit meiner Schwiegertochter tanzen. So viel Zeit muss sein“, hörten wir Carlisles Stimme.

Mit einem strahlenden Lächeln stand ich auf und sah auf meine Schwiegereltern, die in einträchtiger Zweisamkeit zu uns gestoßen waren. Carlisle reichte mir die Hand und entführte mich auf die kleine Tanzfläche. Der Walzer war einer der wenigen Tänze die ich ohne Stolpern beherrschte und ich war froh, mich wenigstens dabei nicht zu blamieren. Beschwingt drehte er mich durch den Saal und ich sah aus den Augenwinkeln, wie Edward mit seiner Mutter tanzte. Jasper und Alice waren noch am Tisch und hatten nur Augen füreinander.

Etwas eingeschüchtert von der Gegenwart meines Schwiegervaters sah ich scheu zu ihm auf. Bisher hatte ich mit ihm am wenigsten zu tun. Esme hatte ich schnell ins Herz geschlossen, sie war ein so liebevoller Mensch und behandelte mich und Rosalie mit einer Wärme die seinesgleichen suchte. Doch meine noch nicht existente Beziehung zu meinem Schwiegervater, stand auf einem anderen Blatt. Er war freundlich zu mir, doch hatte ich nicht das Gefühl, dass er mich  auch nur annähernd so sehr mochte wie seine Frau.

„Bella, ich muss mich bei dir für meine distanzierte Haltung entschuldigen. Ich will aber, dass du verstehst, warum ich recht reserviert war“, begann er auch prompt. Während wir uns zum Takt der Musik bewegten, umspielte ein sehr väterliches Lächeln die attraktiven Gesichtszüge.

„Du und Rosalie, ihr seid ein echter Glücksfall für die Familie“, fuhr er fort, „ Am Anfang hatte ich allerdings Angst, dass Edward sich wieder zu schnell auf eine zu tiefe Beziehung einlässt. Der Verlust von Tanya hat ihn fast zerstört und ich hatte Panik davor, dass er sich wieder so bedingungslos einer Frau verschreibt.“

Jetzt war ich ein wenig erstaunt.

„Carlisle, ich verstehe das nicht. Er hat neun Jahre lang keine Frau an sich herangelassen. Meinst du nicht auch, dass der Zeitraum lang genug war?“

„Es geht hier nicht um seine Trauerphase, Bella. Ich habe nur so viele Parallelen gesehen. Auch Tanya war er nach einem Blick verfallen und ich wollte einfach nicht, dass er einer Frau wieder so viel Raum in seinem Leben gibt. Esme und ich haben dadurch unseren Sohn verloren. Nachdem Tanya starb, hat er sich verändert und wurde zu einem Menschen den wir nicht mehr erkannten. Er war zynisch, abgebrüht, dekadent und manchmal sogar gemein. Er hat sein Schicksal verflucht, weil es ihm die Frau nahm, die er so abgöttisch geliebt hat. Du machst dir keine Vorstellung davon, wie sehr er ihr verfallen war.“

Ich schluckte bei diesen Worten. Warum erzählte er mir das? Heute war mein Hochzeitstag! Er sollte mir nicht vorbeten, wie sehr Edward eine andere geliebt hatte. Das wusste ich auch so schon.

„Carlisle!“, rief ich bestimmt, „Es ist mir egal, wie sehr er sie geliebt hat. Jetzt liebt er mich und wir werden glücklich sein. Ich weiß natürlich, dass wir uns noch nicht so lange kennen und es kommt dir bestimmt merkwürdig vor, dass wir so schnell heiraten…“, ich hielt kurz inne und holte Luft, „aber wir haben nun mal diesen Weg gewählt. Sei so lieb und gönn uns doch unser Glück.“

Meine Bitte schien ihn zu berühren, denn seine Augen wurden ganz weich.

„Sei nicht böse, weil ich von Edwards Gefühlen zu Tanya gesprochen habe, ich wollte nur damit verständlich machen, warum ich ein wenig kühl reagiert habe. Natürlich liebt er dich! Du hast uns zumindest teilweise unseren alten Edward zurückgebracht und dafür bin ich dir mehr als dankbar. Ich wollte in keinster Weise andeuten, dass mir Tanya als Schwiegertochter lieber gewesen wäre. Ich hatte sie sehr gern, aber jetzt ist sie tot. Wir haben alle lange gebraucht, um das zu akzeptieren.“

Alle, bis auf Tracey und deine Frau, dachte ich ungewohnt gehässig.

„Carlisle, du hast den alten Edward nicht zurück. Er wird nie wieder der Gleiche sein wie damals. Ich habe mich in den Edward von heute verliebt, mit all seinen Macken. Wie er damals war, weiß ich nicht und es ist auch nicht wichtig für mich. Zu dieser Zeit gehörte er einer anderen und an meinem Hochzeitstag daran erinnert zu werden, ist ehrlich gesagt, nicht sehr angenehm für mich“, schloss ich ein wenig traurig.

„Bella!“, rief er betroffen, „Verzeih, ich bin ein Idiot. Du hast mit allem Recht. Wir sollten Edward so lieben wie er ist und nicht dem Vergangenen nachtrauern. Mein Sohn hat in dir eine bemerkenswerte Frau gefunden“, lächelte er warm, „und ich eine großartige Schwiegertochter.“

Ich verzieh ihm alles. Auch wenn es ein wenig taktlos von ihm war, Tanya anzusprechen, so machte er mit seinem Charme alles wett. Es war ganz klar ersichtlich, von wem Edward seinen unwiderstehlichen Charme geerbt hatte. Carlisle musste ein ziemlicher Draufgänger gewesen sein in seiner Jugend und auch genauso stur, wie mein Mann. Esme hatte ja etwas in der Richtung erwähnt.

„Ich verzeihe dir, Carlisle!“, lächelte ich ihn an und merkte seine Erleichterung. Ein wenig grinsen musste ich jetzt schon. Esme hätte ihm sicherlich die Hölle heiß gemacht, wenn er mich zum Weinen gebracht hätte.

„Dad!“, hörte ich in meinem Rücken. „Abklatschen bitte.“

Ich warf einen Blick über die Schulter und strahlte meinen Liebsten an. Der übergab seine Mutter vorsichtig an seinen Vater und nahm mich in die Arme.

„Ich muss doch noch mit meiner Braut tanzen“, meinte er leise.
Es war was völlig anderes mit Edward zu tanzen. Er führte mich sehr sicher übers Parkett, sein Arm an meinem Rücken verlieh mir Sicherheit und Leichtigkeit. Er sprach nicht, sondern versank im Braun meiner Augen.

„Ich liebe dich.“

Mein Herz blieb fast stehen. Er sagte es jetzt das zweite Mal und es war noch genauso unwirklich wie beim ersten Geständnis.

„Ich liebe dich auch, Edward. So sehr“, erwiderte ich.

Ein unglaublich fröhliches Lächeln legte sich auf seine Züge. Er packte mich fester und wirbelte dermaßen wild und schnell mit mir über die Tanzfläche, dass mir schier die Luft wegblieb. Ehe ich mich versah, waren wir draußen vor dem Saal gelandet. Dort neigte er den Kopf und küsste mich leidenschaftlich. Viel zu schnell für meinen Geschmack, löste er sich von mir.

„Du solltest jetzt nach oben gehen und dich umziehen, Liebes. Wir verpassen sonst den Flug.“

„Danny!“, wandte ich ein.

„Ich hole ihn, dann kannst du dich verabschieden.“

Unsicher nickte ich. Der Abschied rückte näher und so sehr ich mich darauf freute mit Edward ganz allein zu sein, so sehr machte mir die Tatsache zu schaffen, mein Kind zwei Wochen nicht zu sehen. Mein armes Baby!





Carlisles Chauffeur brachte uns zum Flughafen und wir checkten rechtzeitig ein. Während Edward und ich es uns in der First Class bequem machten, dachte ich mit wässrigen Augen an Danny. Er war so tapfer gewesen und hatte kein bisschen geweint. Doch als der Abschied unausweichlich wurde, klammerte er sich fest an meinen Hals und drückte seinen kleinen Körper schutzsuchend an mich. Fast hätte ich alles abgesagt! Ich konnte es kaum ertragen, mein Kind zurückzulassen, obwohl er bei meinen Schwiegereltern in den allerbesten Händen war.

„Komm bald wieder, Mummy!“, flüsterte er leise in mein Ohr.

Dieses geflüsterte „Mummy“ reichte aus, um alle Dämme zu brechen. Die Tränen flossen ungehindert über meine Wangen und ich küsste sein kleines, pausbäckiges Gesichtchen.

„Ich werde dich ganz furchtbar vermissen und ich verspreche dir, dass ich dich jeden Abend anrufe, mein Schatz“, beteuerte ich.

Danny grinste leicht und legte den Kopf schräg.

„Nicht weinen, du bist ja bald wieder da.“

Mein großer Junge, dachte ich voller Stolz.


Seufzend sah ich zu Edward der gerade den Gurt befestigte. Er sah so unglaublich gut aus, in seinem modern geschnittenen Schurwollanzug. Sein Haar leuchtete leicht rötlich und lag wirr um seinen Kopf. Er merkte, wie ich ihn anstarrte und grinste selbstgefällig.

„Du kannst es wohl kaum erwarten, mich zwischen die Finger zu kriegen“, mutmaßte er eingebildet.

„Das hättest du wohl gerne“, konterte ich.

Unsere kleinen Neckereien waren ein Teil unserer Beziehung, die wir beide nicht missen wollten.

Das Flugzeug startete und hob ab. Aufgeregt blickte ich aus dem Fenster neben mir und wurde aufgeschreckt durch eine männliche Stimme.

„Darf ich Ihnen etwas zu trinken oder zu essen bringen?“

Es war der Steward. Mit fast schon verhangenen Augen blickte er auf uns hinab, ein sehr laszives Lächeln auf seinem extrem hübschen Gesicht. Er war nicht so schön wie Edward, aber er konnte durchaus mit ihm mithalten. Geschmeichelt betrachtete ich sein tintenschwarzes, glattes Haar und die dunkelblauen Augen. Bis ich merkte, dass seine Aufmerksamkeit gar nicht mir galt, sondern meinem frischgebackenen Ehemann. Schockiert sah ich zu, wie er sich zu Edward beugte und ihn verführerisch anlächelte. Edward selbst reagierte völlig gelassen auf den offensichtlichen Annäherungsversuch und legte den Arm um meine Schultern.

„Danke, aber ich bin wunschlos glücklich. Ich glaube, auch meine Frau will jetzt nichts essen oder trinken. Oder täusche ich mich da?“, wandte er sich an mich.

Ich schüttelte den Kopf und er strahlte den Steward an.

„Wissen Sie, wir sind auf dem Weg in die Flitterwochen und könnten momentan nur von Luft und Liebe leben.“

Die Enttäuschung des Stewards bei Edwards Worten entlockte mir ein befriedigtes Lächeln. Nicht zu fassen, aber ich war eifersüchtig auf einen Mann! Nicht nur, dass alle Frauen unter achtzig scharf waren auf meinen Angetrauten, nein, jetzt machten mir schon Männer Konkurrenz. Nachdem der Kerl weg war, sah ich Edward neugierig an. Bisher dachte ich auf jeden Fall, dass er rein Hetero war. Doch konnte man sich da so sicher sein? Er hatte den Mann nicht viel anders angelächelt, wie manche Frau. Er hatte doch hoffentlich keine Erfahrungen mit Männern gesammelt, während seiner wilden Zeit?

„Sag mal, passiert dir sowas öfter?“, wollte ich wissen.

Edward sah mich prüfend an und wägte anscheinend seine Worte genau ab, bevor er sprach.

„Ehrlich gesagt, ja!“, gab er zu.

„Ha…ha…hast du…du schon mal..m…m..mit einem….Ma…Mann…..?“

Himmel, ich brachte es kaum über die Lippen. Nicht, dass ich was gegen Homosexualität einzuwenden gehabt hätte. Jeder sollte lieben können, wie und wen er wollte. Trotzdem war der Gedanke von Edward mit einem Mann komisch für mich.

Meine Frage brachte ihn zum Lachen. Er warf den Kopf zurück und konnte sich kaum noch einkriegen.

„Entschuldige….“, keuchte er, „aber du bist unglaublich. Hast du ernsthaft geglaubt ich wäre bi, nur weil ich öfter von Männern angemacht werde?“

Ich wurde knallrot. Oh Gott, jetzt kam mir meine Vermutung völlig absurd vor. Ich verfluchte meine Unsicherheit und blühende Fantasie.

„Liebes“, sagte er nachsichtig lächelnd, „du brauchst dir in der Hinsicht keine Sorgen zu machen. Ich habe eine Menge Dinge ausprobiert in sexueller Richtung, aber das gehört definitiv nicht dazu.“

Immer noch verlegen, vergrub ich meinen Kopf an seinem Hals und machte mich so klein wie möglich. Den Rest des Fluges dösten wir Arm in Arm, küssten uns ab und zu und flüsterten uns süße Nichtigkeiten zu. Der Flug nach Big Island dauerte circa sechs Stunden und wir würden gegen Abend landen.

Nachdem wir die Maschine verließen, befanden wir uns in einer anderen Welt. Die Luft war warm, fast schon schwül. Ein einzigartiger Geruch lag in der Luft, als würden sich das Meer und die Vegetation auf der Insel zu einem einzigartigen Aroma vermischen.

„Ein Angestellter der Hotelanlage wird uns abholen und zu unserem Bungalow bringen“, klärte mich Edward auf.

„Heißt das, wir werden ganz für uns sein?“, freute ich mich.

Ich hätte es nicht gemocht, wenn ständig Personal um uns rum gewesen wäre, was in einem Hotel ja immer der Fall war. Bungalow hörte sich viel privater an.

„Ja!“, bestätigte er lächelnd, „Sie kommen nur nach telefonischer Aufforderung. Alles was wir brauchen, können wir per Telefon ordern und nach ein paar Minuten bringen die Angestellten uns alles, was wir uns wünschen.“

Edward hatte seinen Satz noch nicht beendet, als eine sehr zierliche Hawaiianerin uns lächelnd begrüßte. Sie war so unglaublich hübsch, dass ich mir vorkam wie ein Trampel. Dennoch hatte sie ein sehr sympathisches, einnehmendes Lächeln.

„Hallo!“, grüßte sie mit weicher, melodischer Stimme, „ Sie müssen das Ehepaar Cullen sein. Mein Name ist Lanaya und ich werde Sie zu Ihrer Unterkunft bringen. Herzlich willkommen in unserem Paradies. Ich hoffe, Sie werden unvergessliche Tage hier verbringen.“

Sie beugte kurz den Oberkörper und ihr langes, schwarzes Haar schwang sanft hin und her. In den Händen hielt sie zwei Blumenkränze, die sie uns entgegenstreckte. Dankend nahmen wir sie an und hängten sie uns um den Hals. Dieser Willkommensgruß war wirklich eine schöne Geste.

Lanaya, die nicht den geringsten Versuch unternahm mit Edward zu flirten, fuhr uns in einem Jeep zum Bungalow. Unser Gepäck war schon dort, wir mussten uns um nichts mehr kümmern. Als wir endlich vor dem Bungalow standen, kam ich aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Das war ja fast schon eine Villa. Das weiße flache Gebäude war direkt am Strand gelegen und wirkte beinahe wie ein antikes griechisches Gebäude. Voller Ehrfurcht betrat ich mit Edward das Innere und schnappte nach Luft.

Ein riesiger, in sanften Erdtönen eingerichteter Raum, bildete den Mittelpunkt. Er ging direkt über in das Schlafzimmer wo ein gigantisches Bett lockte. Öffnete man die Schiebetüren der Glasfront, so befand man sich auf der Terrasse, mit einem hübschen Pool. Danach folgte ein schöner Garten, über den man auch problemlos zum nahegelegenen Strand gelangen konnte. Wir konnten das Meer hören und riechen, auch wenn es von hier aus nicht sichtbar war.

Während ich die Eindrücke noch verdauen musste, sprach Edward mit Lanaya die Details durch, was unseren Service betraf. Wir wollten keine unliebsamen Überraschungen!

Ich öffnete die Schiebetüre und trat hinaus auf die marmorne Terrasse, um den Duft des Meeres, die untergehende Sonne und die exotischen Palmen um uns herum wirken zu lassen. Zu meinem Entzücken war eine Erhöhung auf der Fläche, die sich als Whirlpool herausstellte. Eine runde Liegestatt aus Rattan stand direkt daneben und ich malte mir aus, wie Edward und ich uns nach einem entspannenden Bad dort austreckten, um die warme Brise auf unserer nackten Haut zu genießen.

Ich spürte plötzlich, wie sich von hinten zwei Arme um meine Mitte schlangen.

„Nun Mrs. Cullen, wie gefällt Ihnen Ihr Flitterwochenparadies?“
Mich in seinen Armen umdrehend, legte ich den Kopf in den Nacken, um ihn ansehen zu können.

„Es ist wundervoll, absolut traumhaft“, sagte ich begeistert.

Er lächelte.

„Das dachte ich mir“, meinte er zufrieden, „Liebes, es wird gleich dunkel. Wir haben unser Essen im Kühlschrank. Willst du gleich essen oder später.“

Beim „später“ klang seine Stimme heiser. Es war eine unausgesprochene Bitte keine Zeit mehr zu verlieren, damit wir uns endlich lieben konnten.

„Hunger hätte ich schon“, wisperte ich leise und strich langsam über das dünne Hemd, das seine Brust bedeckte. „Aber nicht aufs Essen, sondern auf dich.“

Er schluckte hart.

„Unsere Koffer sind schon hergebracht worden, du kannst also nehmen was du brauchst und das Bad zuerst benutzen, wenn du magst.“

Er wollte mir noch ein paar Minuten Zeit verschaffen. Ob er meine Nervosität spürte? Bestimmt.

„Okay.“

Ich wand mich aus seinen Armen und ging wieder ins Wohnzimmer. Mein Blick streifte kurz den gigantischen Fernseher, der in der Ecke stand. Er war fast so breit, wie ich lang war. Meine Füße schmerzten und ich streifte meine Schuhe ab, die Kühle des Holzbodens unter meinen Fußsohlen war angenehm. Zwei riesige, extrem breite Sofas standen mittig im Raum, davor ein quadratischer Holztisch. Unmengen an Kissen waren auf dem bequemen Möbelstück verteilt und schrien geradezu nach einem faulen Nachmittag.

Die Küche befand sich diskret hinten links, während auf der anderen Seite eine gut ausgestattete Bar vorzufinden war. Der Raum war so riesig, dass man ganz schöne Strecken zurücklegen musste, um von A nach B zu gelangen. Ich gelangte ins Schlafzimmer wo ich auch schon unsere Koffer stehen sah. Schnell nahm ich was ich brauchte und verschwand im anliegenden Badezimmer. Sogar das war einfach nur der pure Luxus. Reiner Marmor, goldene Wasserhähne. Eine Tür führte zu einer Art überdachter Dusche, die sich teilweise im Freien befand, drumherum Unmengen an exotischen Pflanzen und Blumen. Die große Badewanne befand sich direkt unter einem riesigen Fenster, dahinter war ein kleiner Garten angelegt Ich blinzelte hinaus. Es war tatsächlich der Himmel zu sehen, wenn man in der Wanne lag.

Doch ich war viel zu aufgeregt, um das alles richtig zu würdigen. Es wurde bereits dunkel und ich wollte Edward nicht allzu lange warten lassen. Ich duschte, cremte mich sorgfältig ein und schlüpfte in weiße, hauchzarte, seidene Unterwäsche. Sie wirkte extrem unschuldig, aber dennoch sehr verführerisch. Reizvoll bedeckte sie gerade so alle wichtigen Partien meines Körpers und betonte meine Weiblichkeit. Ich steckte mein leicht, feuchtes Haar auf und ließ ein paar einzelne Strähnen ins Gesicht hängen. Kurz überlegte ich, ob ich so wie ich war ins Schlafzimmer zurück sollte. Doch ich genierte mich und folgte einem Impuls, der mir riet, den seidenen Bademantel anzuziehen, den ich mitgenommen hatte. Er war recht kurz und endete an den Oberschenkeln. Das Material rieb sich sanft auf meiner empfindlichen Haut und ich lehnte die Stirn an die Türe. Gleich war es soweit.

Leise öffnete ich die Tür des Badezimmers und trat hinaus. Es war dunkel! Das einzige Licht das den Raum schwach erhellte, war der Mondschein, der durch die halbgeöffnete Terrassentüre einfiel. Ich hörte das Meer rauschen und eine warme Brise bauschte die Vorhänge auf, die sich sanft im Wind bewegten.

Meine Augen gewöhnten sich an das Halbdunkel und suchten nach Edward, den ich im ersten Moment nicht ausmachen konnte. Ich sah ihn schließlich noch immer voll bekleidet in der Ecke des Zimmers in einem überdimensionalen Ledersessel sitzen. Neben ihm befand sich ein kleines Beistelltischchen, auf dem ein silberner Sektkübel stand. Die Champagnerflasche darin, ruhte leicht schräg auf einem Bett aus klirrendkaltem Eis und wartete nur darauf, dass man ihn genüsslich trank.

Ich konnte seine Beine erkennen die sich lang ausstrecken, seinen Unterleib mit dem flachen Bauch und einen Großteil seiner Brust. Nur sein Gesicht lag völlig im Dunkeln und war nicht zu erkennen. Er hatte sich während meiner Abwesenheit nur seiner Krawatte entledigt und sein blütenweißes Hemd bis zur Hälfte aufgeknöpft. Ich konnte den dunklen Haarflaum auf seiner Brust erahnen und meine Brustspitzen stellten sich erregt auf, als ich mich daran erinnerte, wie sich diese drahtigen und doch so weichen Haare auf ihnen anfühlten.

Nervös nestelte ich am Knoten meines kurzen Bademantels. Oh Himmel! Was sollte ich jetzt tun? Edward brachte es fertig, dass ich mich fühlte wie eine Jungfrau – voller Hemmungen und voller Angst zu Versagen. Konnte ich ihm wirklich dauerhaft genügen? Würde unsere Liebe ausreichen, um die Dämonen der Vergangenheit endgültig zu besiegen? Ich wusste es nicht, doch ich vertraute auf Edward und die tiefen Gefühle, die uns jetzt schon verbanden. Er würde mich nicht enttäuschen, daran glaubte ich ganz fest. Ich trat einen Schritt näher und stockte wieder. Sollte ich den Bademantel jetzt fallenlassen oder noch anbehalten? Ich war wirklich eine jämmerliche Verführerin!


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„Komm her zu mir, Liebes!“, befahl er mir mit dunkler Stimme. Die Erwartung färbte den Tonfall mit einer gewissen Rauheit.
Etwas ungelenk wollte ich den Knoten des Bademantels öffnen, doch er hielt mich mit einem einzigen Wort davon ab.

„Nein!“

Überrascht sah ich in seine Richtung, kniff die Augen zusammen, um eventuell doch etwas von seinen Gesichtszügen ausmachen zu können. Vergeblich. Sein Gesicht lag noch immer im Schatten, seine Stimme war der einzige Wegweiser, die mich führen konnte.

„Lass ihn an!“, befahl er leise. „Komm zu mir, Isabella.“

Ich schluckte. Seine Stimme klang überraschend ruhig, zwar dunkel vor Verlangen, aber dennoch sehr gefasst. Ich selbst war ein einziges Nervenbündel. Solange hatten wir diesem Moment entgegengefiebert und jetzt starb ich innerlich tausend Tode.

„Edward….“, hauchte ich sehnsüchtig. Ich wusste nicht, was ich jetzt tun sollte. Es wäre mir lieber gewesen, wenn er das Licht angelassen hätte, damit ich seinen Gesichtsausdruck ausmachen konnte, doch er zog die Dunkelheit offenbar vor.

„Bella……“, er machte eine kleine Pause, „komm zu mir“, wiederholte er.

Die Bitte ließ mich fast schwanken. Oh Gott, wir würden es tun. Gleich! Jetzt!

Langsam setzte ich einen Schritt vor den anderen, bis ich schließlich direkt vor ihm stand. Er lehnte lässig im Sessel, die Beine in den schwarzen Stoffhosen leicht gespreizt. Wortlos starrte ich auf ihn hinunter und fragte mich, was er jetzt von mir erwartete. Edward war nicht sehr gesprächig und ich biss mir unschlüssig auf die Unterlippe.

„Setz dich auf meinen Schoss, Liebes!“, flüsterte er. „Mit dem Rücken zu mir.“

Seine Stimme klang jetzt eindeutig rauer als noch vor ein paar Minuten. Sein Befehl ging mir durch und durch, doch ich gehorchte ihm ohne jegliche Bedenken. Während ich mich umdrehte, packte er mich an den Hüften und zog mich an den Rand des Sessels. Jetzt war ich gefangen zwischen seinen Beinen und spürte seinen heißen Atem, der selbst durch den Seidenstoff des Bademantels meine Haut erhitzte. Abwartend stand ich da und meine Knie verwandelten sich so langsam in Geleé. Wenn er nicht bald etwas tat, würde ich noch zerfließen.

Als hätte er meine Gedanken gehört ließ er meine Hüften los und legte die Hände an die nackte Haut meiner Oberschenkel. Sanft strich er höher, unter den Stoff und entlockte mir so ein tiefes Stöhnen.

„Ich liebe es, wenn du stöhnst, Bella“, gestand er dunkel. Oh Himmel, ich konnte seine Stimme kaum wiedererkennen, so sehr verändert sie die Erregung ihr Timbre. Edward fuhr an der seidigen Haut auf und ab, seine rauen Handflächen entflammten eine Lust in mir, die mich in ihrer Intensität schwanken ließ. Dabei hatte er noch gar nichts Weltbewegendes gemacht. Ich zwang mich stillzuhalten und diese Berührungen voll auszukosten.

Edward schob den Bademantel ein ganzes Stück nach oben und entblößte meinen Po, der immer so empfindsam auf seine Liebkosungen reagierte. Er setzte leichte Küsse auf die Rundung, umfasste ihn mit beiden Händen und……..biss leicht hinein. Das leichte Knabbern seiner Zähne an der empfindlichen Haut löste die verschiedensten Reaktionen bei mir aus. Die Feuchtigkeit zwischen meinen Schenkeln nahm stetig zu und ich konnte es kaum erwarten an dieser Stelle berührt zu werden.

Ohne Unterlass reizte Edward mich mit kleinen Bissen und Küssen, seinen Mund heftete er beharrlich auf meine hinteren Kurven. Blind griff ich mit meiner linken Hand nach hinten und verkrallte sie in seinem Haar. Ich brachte dringend Halt, wenn ich nicht vor lauter Lust umkippen wollte.

Was Edward mit ein paar gezielten Berührungen in mir auslöste, grenzte an Folter. Immer heftiger hob und senkte sich mein Brustkorb, mein leises Keuchen erfüllte das Zimmer, vermischte sich mit Edwards leisem Lachen.

„Liebes, du bist ja schon ganz schön in Fahrt!“ Ein weiterer zarter Biss in meine Rückseite ließ mich aufschreien. „Mmmmhm, Bella, deine Haut schmeckt köstlich und dein Fleisch ist so fest und straff. Ich könnte den Rest meines Lebens damit zubringen da reinzubeißen.“

Oh Gott! Edward war mit seinen Worten genauso geschickt, wie mit seinen Händen und Lippen. Jetzt ließ er von meinem Po ab und ich sackte förmlich auf ihm zusammen. Ich lehnte mit dem Rücken an seiner Brust, seine rechte Hand legte sich ganz zart um meinen rechten Busen, die Linke zog am Gürtel des Bademantels. Sehr langsam hob er den Arm und löste damit den Knoten des Kimonos. Er klaffte auseinander und legte die Haut darunter frei. Seine Fingerspitzen fuhren über den Stoff meines BH`s, zeichneten die Konturen meines Busens nach, als wollte er sich die Form bis in alle Ewigkeit einprägen. Mein Hals bog sich nach hinten, bis mein Kopf an seiner Schulter lag.

„Gefällt es dir, wie ich dich berühre?“, fragte er unnötigerweise. Er streichelte mich, ohne meine sehnsüchtig pochenden Brustspitzen zu berühren. Sie waren so hart, dass sie schmerzten und brauchten dringend seine lindernde Berührung. Unruhig bewegte ich mich auf seinem Schoß hin und her. Seine Erregung drückte sich zwischen meine Schenkel und ich rieb bei jeder Bewegung darüber, bis er seine Hand auf meinen nackten Bauch legte, um mich stillzuhalten.

„Nicht bewegen, Liebes. Hab noch ein wenig Geduld!“, wisperte er nahe an meinem Ohr. Seine Zunge fuhr heraus und versenkte sich in meiner Ohrmuschel. Erschauernd schloss ich die Augen. Noch immer streichelte seine Linke meinen Busen, seine Rechte zog kleine Kreise um meinen Bauchnabel. Er kam dabei dem Bund meines Höschens gefährlich nahe, ohne diese Stelle tatsächlich zu berühren.

„Edward…..bitte…..warum quälst du mich so?“

Meine Stimme hörte sich an wie ein rostiges Eisenstück, so rau war sie vor Erregung. Mein Unterleib bewegte sich wie von alleine, als könnte das leichte Heben und Senken mir Erleichterung verschaffen. Meine Beine lagen bisher locker beieinander, doch jetzt legte Edward sie über seine und spreizte seine Schenkel. Ich war jetzt völlig offen für seine Berührungen, er ließ den Sessel ein wenig nach hinten kippen und ich lag fast auf seinem Körper.

„Soll ich dich da berühren, Liebes?“, fragte er raunte er heiser.

Seine Hand schwebte über meiner Scham.

„Ja…..oh Gott….bitte. Fass mich an!“

Seine Fingerspitzen huschten leicht über meinen Venushügel, die Seide die ihn verhüllte, rutschte dadurch hin und her und ich biss die Zähne zusammen. Konnte man an unerfüllter Erregung sterben? Ich war auf dem besten Weg dahin.

„Liebes, du bist so feucht“, seufzte er auf, „selbst durch die Seide kann ich es fühlen. Mal sehen, was mich darunter erwartet.“

Ich erahnte sein teuflisches Lächeln, das sein Gesicht jetzt sicherlich zierte. Mir stockte der Atem, als Edward mit dem Zeigefinger unter mein Höschen schlüpfte. Durch meine jetzige Position, die Beine weit gespreizt, war es ihm ein Leichtes an meinen geheimsten Ort vorzudringen. Er hatte mich dort schon oft berührt, ob mit Händen oder Zunge, doch noch nie war die Spannung in mir so überwältigend gewesen. Die Feuchtigkeit die ihn dort begrüßte, machte es ihm leicht über die schimmernde rosa Haut zu wandern. Er liebkoste jede weiche Falte mit hauchzarten Streicheleinheiten und umschmeichelte schließlich den Kern meiner Weiblichkeit.

Das Wimmern, das ich dabei ausstieß, ließ ihn begeistert auflachen.

„Liebes, du bist so unglaublich empfindlich. Wir werden herrliche Flitterwochen haben“, versprach er mir.

„Hör nicht auf, Edward……“

Doch Edward hatte andere Pläne.

„Setz dich auf!“, flüsterte er in mein Ohr.

Willenlos und schon jenseits von Gut und Böse vor lauter Lust, gehorchte ich, ohne weiter darüber nachzudenken. Was immer Edward mit mir anstellen würde, es war mir gleich. Hauptsache er berührte mich dabei!

Er legte die Hände an meine Schultern und zog den seidenen Bademantel sanft von meinen Schultern. Er lag in einem kleinen Häufchen um meine Hüfte, verhüllte einen Teil seiner Beine. Noch bevor ich groß darüber nachdenken konnte, was er vor hatte, setzte auch er sich hinter mir auf und griff unter meinen Armen hindurch nach vorne. Der Verschluss meines Büstenhalters befand sich dort und er öffnete ihn jetzt. Befreit von ihrem Gefängnis kamen sie ins nächste. Edwards Hände waren ein viel erlesener Käfig und meine Formen schmiegten sich perfekt in seine wartenden Hände. Seine Mund liebkoste drängend meinen Nacken, während seine Hände mein weiches Fleisch kneteten.

„Ich liebe deine Brüste! Sie passen genau in meine Hände und sind so unglaublich weich“, stöhnte er jetzt voller Lust. Sein Glied unter mir zuckte und wollte befreit werden, doch noch immer war er angezogen, während ich nur noch einen winzigen Slip trug. Doch gerade das machte es unglaublich aufregend. Das Wissen, dass ich fast nackt war und er noch seine Kleidung trug, machte es auf merkwürdige Weise noch reizvoller für mich. Ich fühlte mich ihm ausgeliefert, auf eine gute Art. Rhythmisch begann ich mit dem Unterleib seine Erregung zu massieren und sein Zischen bewies mir, wie sehr ihm das gefiel.

„Du Hexe!“, warf er mir vor, machte aber keine Anstalten mich zu stoppen. Er nahm den Rhythmus meiner Hüften auf und massierte meinen Busen im gleichen Tempo. „Na warte, Liebes! Mal sehen wie dir das gefällt.“

Er nahm meine verhärteten Brustspitzen zwischen Daumen und Zeigefinger und rollte sie hart. Oh Himmel! Dieses Gefühl schoss mir wie ein brennender Pfeil direkt in den Unterleib. Alles pochte und verlangte nach Erlösung. Er knabberte an meinem Nacken, leckte sanft mit der Zunge über die Haut, während seine Fingerspitzen unablässig meine Brustspitzen verwöhnten. Ich wurde immer unruhiger, immer feuchter und ritt fast schon auf seiner Erregung, deren heißer Druck auf meine Mitte mir keine Linderung verschaffte, sondern unglaublich süße Qualen.

„Dreh dich zu mir um, Bella!“, keuchte er.

Hastig drehte ich mich mit seiner Hilfe auf seinem Schoß und sah auf ihn hinunter. Meine Brustspitzen schwebten direkt vor seinem Mund. Er sah zu mir auf, die Augen dunkelgrün vor Erregung und fuhr die Zunge heraus. Doch anstatt meine Knospen zu liebkosen, leckte er zart über die Unterseite meiner Brust. Immer und immer wieder, bis ich es nicht mehr aushielt und grob in seine Haare griff. Ich bog seinen Kopf nach hinten und presste meinen Mund auf seinen. Meine Zunge drängte hinein und verwöhnte ihn mit all der Lust und Liebe die ich für ihn empfand.

Edward packte erneut meine Brust, erwiderte dabei zügellos die forschenden Liebkosungen meiner Zunge. Er war jetzt beinahe grob in seinen Bewegungen. Unkoordiniert glitten seine Hände über meinen Körper, fassten mich überall an. Meine Finger verkrallten sich in seinen weichen Haaren und dachten nicht daran loszulassen. Zu sehr genoss ich die Verbindung unserer Lippen und Zungen.

Erst das Reißen des Slips brachte mich dazu von seinem Mund abzulassen. Schockiert und erstaunt sah ich herunter auf die Überreste des sündhaft teuren Wäschestücks. Sein Daumen strich über die vordere Front meiner Scham und drängte vorwärts. Ich versuchte die Beine noch ein wenig mehr zu spreizen, was bei der Enge auf dem Sessel gar nicht so einfach war. Auch er war es wohl leid und stand mit mir in den Armen auf. Nackt wie ich war, trug er mich zum Bett und legte mich darauf ab. Er wich zwei Schritte zurück und betrachtete mich genau, soweit es im Halbdunkel möglich war.

„Du bist das wunderschönste Geschöpf das ich jemals sah, Bella“, sagte er ehrfürchtig.

Mir wurde die Kehle trocken. Schöner als Tanya, lag es mir auf der Zunge, doch ich schwieg. Nichts sollte diesen unglaublichen Moment kaputtmachen. Es war egal.

Seine Augen liebkosten andächtig jede Kurve und jede Linie meines Körpers. Allein sein Blick entflammte mich mehr, als es anderer Mann je mit einer Berührung geschafft hätte.

„Willst….willst du dich nicht auch ausziehen?“

Meine Stimme war eine einzige Bitte. Ich wollte so sehr die seidige Haut seines Rückens berühren. Edward lächelte nachsichtig. Er wusste genau, wie sehr ich ihm verfallen war und spielte mit mir und meiner Erregung. Heute war ich zu aufgeheizt, um es ihm mit gleicher Münze heimzuzahlen, doch ich würde schon noch eine Gelegenheit finden, um ihn genauso wahnsinnig zu machen, wie er mich.

„Sei doch nicht so ungeduldig, Liebes!“, grinste er und kniete sich jetzt mit einem Bein auf das Bett. Mit dem Handrücken strich er über meinen zuckenden Bauch, ließ ihn hinab wandern bis zwischen meine Beine. Er streichelte mich dort und verteilte die milchige Feuchtigkeit. Groß ragte er über mir auf und positionierte sich zwischen meinen Schenkeln.

„Spreiz die Beine noch ein wenig weiter, Liebes“, bat er rau.
Ich tat ihm den Gefallen und wartete auf die nächste Liebkosung. Doch stattdessen packte er mich an den Oberschenkeln und zog mich nahe an sich heran. Mit großen Augen sah ich zu, wie er den Gürtel seiner Hose öffnete und den Reißverschluss nach unten zog. Das zippende Geräusch hallte wie ein Kanonenschlag in der Stille des Raumes. Edward hatte jetzt Mühe ruhig zu atmen und befreite sein voll erigiertes Glied.

Fasziniert starrte ich auf sein Geschlecht und richtete mich leicht auf einem Ellbogen auf, um danach zu greifen. Doch er drückte mich sanft zurück und umfasste meinen Po. Er hob meinen Unterleib leicht in die Höhe und versenkte sich ohne Vorwarnung mit einem heiseren Schrei tief in mir. Es kam so unerwartet, dass die plötzliche Fülle in meiner Mitte mich atemlos zurückließ. Es tat nicht weh, dazu war ich viel zu feucht und bereit.

„Oh Scheiße!“, fluchte er, „Du bist so verflucht eng! Oh Gott, Liebes du fühlst dich himmlisch an.“

Er knirschte fast mit den Zähnen vor Anstrengung, sich zurückzuhalten. Offenbar fiel es ihm schwer nicht einfach wild zuzustoßen, um sich endlich Erleichterung zu verschaffen. Sachte fing er an sich zu bewegen. Edward zog seine Länge zurück, nur um mit unverminderter Stärke zurückzukehren. Seine Größe in mir schien noch mehr anzuschwellen und er liebkoste mit jedem dehnenden Stoß meine inneren Wände. Seine Hände hielten mich sicher, trotz seines immer wiederkehrenden kraftvollen Eindringens.

„Liebling, alles okay?“, wollte er keuchend wissen. Sein Gesicht war lustvoll verzerrt, mit jedem Stoß in mich verstärkte er das qualvoll, süße Entzücken das auch mich erfüllte. Ich warf meinen Kopf von einer Seite auf die andere, dass Gefühl seine Bewegungen in mir zu spüren, seine Härte und Kraft, verschaffte mir grenzenlose Ekstase.

„Alles….okay…bitte…..oh Edward……,das ist….so ….schön!“

Die Grenze zwischen Lust und Schmerz verwischte sich mit jedem Zusammentreffen unserer erregten Körper. Mit seinen Händen lenkte er meine Hüften, während ich wie hingegossen auf den Kissen lag. Meine Arme lagen über meinem Kopf und ich überließ mich ganz seinen Händen und seinem Körper, der mich in schwindelerregende Höhen trieb.

„Bella…..Bella …….so eng….so verdammt nass…..oh ja….!“

Die Bewegungen seiner Hüften wurden jetzt schneller, wie eine präzise eingestellte Maschine trieb er sich immer und immer wieder in meinen Schoss. Ich war so nahe daran….so nahe…..

„Edward…..härter…oh Gott…ich will dich härter!“, befahl ich völlig außer mir.

Er knurrte fast, stütze sich mit den Armen neben meinem Kopf auf und verfiel in einen so schnellen und harten Rhythmus, dass ich fast vom Bett gehoben wurde.

„Ist. Das. Hart.Genug.Für.Dich?“, drängte er auf Antwort, jedes Wort begleitet von einem wilden Eindringen.

„Ja….jaaaaaaaa……!“

Zu mehr war ich nicht mehr in der Lage. Etwas gewaltiges, Ursprüngliches baute sich in mir auf. Ich biss mir vor lauter Lust auf die Zunge, doch ich spürte den Schmerz nicht mehr. Sein verhangener Blick fesselte mich und dann war es endlich soweit. Wie eine gigantische Flutwelle durchzuckte mich ein gewaltiger Orgasmus, schwemmte über mich hinweg und ließ mich völlig erledigt und zutiefst befriedigt zurück. Etwas Ähnliches hatte ich noch nie zuvor gespürt. Selbst die Erlösung die mir Edward bisher mit Mund und Zunge geschenkt hatte, war nichts im Vergleich zu der Intensität, die durch seine Fülle in mir erzeugt wurde. Edward brauchte noch ein paar Stöße, ehe er mit einem tiefen Stöhnen meinen Namen schrie und seinen Samen in pulsierenden Schüben in mir verströmte. Er brach auf mir zusammen und presste mich mit seinem kompletten Gewicht in die Kissen.

In meinen Ohren rauschte es noch, während ich ganz langsam in die Wirklichkeit zurückfand. Edward leckte über mein leicht verschwitztes Dekolleteé, nahm mit der Zunge das Salz meiner Haut auf. Er hatte einen unendlich befriedigten Ausdruck auf dem Gesicht und tupfte an jede Stelle die er erreichen konnte einen Kuss. Meine Hände lagen an seinem Nacken, streichelten die weiche, fast schon zarte Haut und ich genoss die Nachwehen unseres Verlangens.

„Das war unglaublich!“, wunderte ich mich. Die Gier war keine Überraschung für mich, doch nichts auf der Welt hätte mich auf dieses Gefühl des Eins seins vorbereiten können. Wir waren wie zwei Hälften die man einst auseinandergerissen und jetzt wieder zusammengefügt hatte. Ich würde alles in meiner Macht stehende tun, um mit diesem Mann glücklich zu werden. Wie sehr wünschte ich mir, jetzt die Zeit anhalten zu können.

Edward rutschte ein Stück nach oben. Er strich mit dem Mund leicht über meinen Nasenrücken, meine Wangen und küsste mich zärtlich auf jeden Mundwinkel.

„Es war noch nie so wunderschön, wie mit dir, Liebes“, beteuerte er mit Nachdruck. Er schloss kopfschüttelnd die Augen, nur um sie gleich darauf wieder zu öffnen. Ein Strahlen lag in ihnen und ließ das dunkle Grün schimmern. „Du bist mir in dieser kurzen Zeit so wichtig geworden. Ich glaube nicht, dass ich ohne dich noch leben könnte.“

Dieses Geständnis trieb mir dir Tränen des Glücks in die Augen.

„Oh, Edward….“, schluchzte ich leise. „Das wirst du auch nie müssen!“, beteuerte ich glückselig.

„Verzeih mir, wenn ich eben ein bisschen grob war, Liebes. Ich wollte dich eigentlich ganz langsam und zärtlich lieben, aber irgendwie war es, als hätte mein inneres Monster die Kontrolle übernommen. Ich wollte dich viel zu sehr, um sanft zu sein.“

Mein Mund öffnete sich, empfing einen weichen Kuss von seinen Lippen. Es stimmte. Edward war nicht allzu sanft gewesen, beim Sex an sich, doch er tat mir keineswegs weh. Monate hatten wir auf unser erstes Mal gewartet und ich wollte ihn hart. Für Zärtlichkeiten hatten wir doch noch zwei Wochen Zeit.

„Mach dir keine Sorgen, Edward“, beruhigte ich ihn. Ich zupfte an seinem Hemd, das er immer noch trug.

„Ich finde du hast viel zu viel an. Das ist ganz schön unfair, Mr. Cullen“, schnurrte ich lasziv. Die ersten Knöpfe lösten sich unter meinen Fingern in Luft auf und ich streifte es ihm von den breiten Schultern. Sinnlich ließ ich meine Handflächen über seinen Oberkörper wandern, betete jeden Quadratzentimeter an, den ich damit erreichen konnte. Er war ein lebendig gewordener Frauentraum.

„Liebes“, flüsterte er heiser, „Du bist unersättlich, aber ich bin nicht Superman. Ich brauche ein paar Minuten, bis ich wieder kann!“, schloss er grinsend.

Dass er so locker damit umging und nicht den wilden Hengst markierte, machte ihn nur noch unwiderstehlicher. Seine Natürlichkeit im Umgang mit seiner Sexualität befreite auch mich von meinen Hemmungen und ich rollte ihn auf seinen Rücken. Ich sah ihm in die Augen, während ich mich über seine nicht einsatzbereite Männlichkeit beugte und grinste frech.

„Mal sehen, wie lange ich brauche, um deine Manneskraft wieder zum Leben zu erwecken.“

Mein Mund berührte ihn dort und Edward ließ sich genüsslich nach hinten sinken. Ruhig lag er da, während ich ihn liebkoste und bald schon wand sich mein Körper unter seinen Stößen, als meine Bemühungen den gewünschten Erfolg zeigten……..

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