Edwards Pov
Die Sonne stand schon hoch am Himmel, doch der Teil des Bungalows in dem unser Schlafzimmer war, lag noch im Schatten. Die Vorhänge der Terrassentür waren halb zugezogen und so herrschte ein leicht dämmriges Licht im Raum. Ich lag auf dem Rücken und kraulte Bellas Nacken, fuhr ihr sanft durch ihr weiches, dunkles Haar, während sie auf meinem Bauch lag. Sie schnurrte beinahe vor Wonne und genoss sichtlich meine Zärtlichkeiten. Ich wusste nicht wie spät es war, es war mir auch egal. Wir hatten alle Zeit der Welt, zwei Wochen, die wir ganz für uns und ohne irgendwelche Verpflichtungen verbringen konnten.
Plötzlich lachte sie leise.
„Warum lachst du?“, fragte ich sie.
Sie hob den Kopf und grinste.
„Dein Bauch grummelt. Hast du Hunger?“
„Wäre das ein Wunder nach letzter Nacht.“
Ihr Lächeln vertiefte sich und sie sah sehr zufrieden aus. Eben wie eine Frau, die in der Nacht davor lange und ausdauernd geliebt worden war. Nach unserem ersten, unglaublich leidenschaftlichen Mal, hatten wir noch mehrfach miteinander geschlafen. Die erste Gier war gestillt und befriedigt und so nahmen wir uns mehr Zeit, um unsere Körper zu erregen. Bella schälte mich nach und nach aus meinen Kleidern und flüsterte mir zu, wie sehr sie es liebte meinen Körper nackt zu sehen. Sie tat es langsam, küsste jeden Zentimeter den sie freilegte. Beim unserem ersten Mal konzentrierte ich mich ganz auf sie. Dieses Mal ließ ich mich fallen und von Bella verwöhnen.
Ihr Mund liebkoste meine Männlichkeit, bis mein Verlangen nach ihr wieder voll entfacht war. Doch ich hielt ihre Küsse auf meinem Körper nicht lange aus und nach kurzer Zeit drang ich erneut in diesen unglaublich seidigen Kanal ein. Sanft schloss sich ihr Fleisch um meines und wieder verlor ich mich in ihrer Weichheit. Sex mit Bella war unglaublich! Ich hatte in meinem Leben schon zig Frauen, allesamt wunderschön und begehrenswert, doch keine verschaffte mir auch nur annähernd diese Befriedigung und Lust wie sie.
Bella blinzelte zu mir hoch.
„Soll ich uns ein Frühstück machen?“, wollte sie wissen.
„Mmmmhm, das wäre wundervoll“, erwiderte ich und streckte mich.
Sie fiel fast von meinem Bauch dabei und ich musste über ihren erbosten Gesichtsausdruck lachen.
„Edward Cullen!“, grummelte sie, „Eigentlich müsstest du jetzt sagen, dass du das Frühstückmachen übernimmst.“
„Ich übernehme das Frühstückmachen“, wiederholte ich brav.
Bella setzte sich auf dem Bett auf und ihr nackter Körper vor mir, ließ mich an alles Mögliche denken, aber sicher nicht ans Essen. Sie legte den Kopf schräg, einen lieblichen Ausdruck auf ihrem hübschen Gesicht.
„Du bist wirklich ein vorbildlicher Ehemann, einfach perfekt“, neckte sie mich.
Langsam erhob ich mich auf die Knie, ragte über ihr auf und nahm ihre Hände in meine. Ich legte sie mir um den Hals und zog sie eng an meinen Körper.
„Da ich so ein Ausbund an Perfektion bin, sollte ich dir vielleicht zeigen, dass ich außerhalb der Küche noch ganz andere Qualitäten habe.“
„Eigentlich hast du das letzte Nacht schon eindrucksvoll bewiesen“, hauchte sie nah an meinem Mund. Ihr Kopf legte sich nach hinten, da sie zu mir aufsehen musste.
Sie erschauderte und schloss kurz die Augen, als ich meine Hände sanft über ihren Rücken gleiten ließ und presste sich unwillkürlich noch fester an mich.
„Eine kleine Auffrischung deiner Erinnerung würde sicher nicht schaden.“
Mein Mund lag jetzt an ihrem Hals, den sie zur Seite bog, um mir freien Zugang zu verschaffen. Mit den Lippen liebkoste ich ihren rasenden Puls, der wild unter ihrer Haut pochte. Ihre Brust rieb sich durch das rasche Heben und Senken an meiner und ich spürte ihre zarten Knospen, die sich schon längst hart aufgerichtet hatten.
„Edward….“, keuchte sie atemlos, als meine Finger ihre Brustspitzen streichelten, „so…wird…das ….aber …nichts…mit dem Essen.“
„Vergiss das verdammte Essen, Liebes!“, stöhnte ich heiser. Meine Hand drängte sich zwischen ihre Schenkel. Die Feuchtigkeit die mich dort begrüßte, machte mich wild. Ich drängte sie auf den Rücken, legte mich über sie und versiegelte ihren Mund mit einem leidenschaftlichen Kuss. Die Hitze war überwältigend und der süße Geschmack ihrer Zunge machte süchtig. Sie zu küssen war ein unglaubliches Vergnügen. Der Rhythmus meiner Zunge wurde sanfter, erotischer und ich ließ mir Zeit ihren Geschmack in mich aufzunehmen. Bellas Hände streichelten indessen meine Haut, sie wanderten zart über meinen Rücken, meinen Nacken und den Bizeps auf meinen Oberarmen. Ich riss meinen Mund los und starrte schwer atmend auf sie hinab.
Bellas Augen waren vor Lust verschleiert und sie leckte sich über die Unterlippe. Diese Geste verfehlte ihre Wirkung nicht, mein Glied wurde steinhart und sehnte sich nach ihren kleinen, zarten Fingern, und ihrer Zunge, die anfangs so schüchtern und jetzt so geschickt über meine Haut huschten. Eine simple Zärtlichkeit von ihr machte mich mehr an, als sämtliche Blowjobs, die ich in meinem Leben bisher erhalten hatte.
„Liebes….ich will dich nochmal“, stieß ich hervor. Zu kaum einem Gedanken fähig, wartete ich auf ihre Antwort. Sie musste wund sein von letzter Nacht und ich wollte ihr nicht zu viel zumuten. Doch ich verzehrte mich danach, erneut in sie einzudringen und sie mit meinen Stößen in den siebten Himmel zu schicken.
„Dann nimm mich doch“, hauchte sie. Ihre Lider schlossen sich flatternd, ihr Atem kam jetzt schon kurz und abgehackt. Die Bewegungen von Bellas Hüften wurden drängender und sie spreizte die Beine für mich. Ich konnte nicht widerstehen und küsste sie auf ihren verlockenden Mund, mein Kopf glitt dann langsam abwärts, ich erkundete erneut jeden Zoll ihrer seidigen Haut. Sacht verteilte ich zarte Küsse auf ihrer zitternden Bauchdecke, meine Hände umschlossen dabei ihre kleinen, umwerfenden Brüste.
„Edward….Edward….oh Gott!“
Ihre Stimme kippte fast und sie bäumte sich unter meinen Händen auf. Unablässig knetete ich ihre süßen Rundungen mit meinen Händen, spürte ihre salzige, feuchte Haut unter meiner Zunge, bis sie zuckend um Erlösung flehte. Meine Zunge fuhr weiter abwärts, suchte sich ihren Weg zu ihrer intimsten Stelle, die feucht und glitzernd darauf wartete gekostet zu werden. Zielstrebig fand ich ihren Lustpunkt und die süßen Schreie, die sie nicht mehr unterdrücken konnte, machten mich tierisch an. Sie war so empfindsam, so empfänglich für meine Berührungen. Ich fühlte mich wie ein Gott, wenn ich sie zum Höhepunkt brachte.
„Liebes…Bella….sag, dass ich dich nehmen soll. Bitte….sag es!“, bat ich sie. Noch nie zuvor war ich so scharf auf eine Frau. Jede Sekunde, jede Minute, jede Stunde wollte ich sie mehr. Es war überwältigend, da ich noch nie solche Sehnsucht für eine Frau empfunden hatte. Damals bei Tanya war ich fast noch ein Junge und hatte keine Ahnung von der überwältigenden Lust, die man sich schenken konnte, wenn man mit jemandem schlief, den man liebte. Mit Tanya konnte ich es nie erfahren, doch zum ersten Mal empfand ich kein Bedauern mehr darüber. Alles was ich wollte, lag genau jetzt in meinen Armen und schrie meinen Namen.
„Edward….Jetzt!“, wimmerte sie.
Ich gab ihr was sie wollte. Ihre Augen wurden weit, als sie mein Eindringen spürte, ihr ganzer Körper spannte sich an und gab dann mit ihrem erleichterten Seufzer nach. Sie nahm meinen Kopf zwischen ihre Hände und hielt ihn fest, um mir in die Augen sehen zu können, während sie meine langsamen Bewegungen in ihr spürte. Ich senkte meinen Mund auf ihren, weil ich kaum noch ertragen konnte, sie nicht zu küssen. Was wir zusammen teilten, war nicht nur Sex, es war so viel mehr….
Später rafften wir uns tatsächlich auf und standen auf. Der Hunger war jetzt nicht mehr zu ignorieren und wir plünderten den reich gefüllten Kühlschrank. Bella saß auf meinem Schoß und ließ sich mit den delikaten Häppchen füttern, immer wieder unterbrochen von zarten oder auch etwas leidenschaftlicheren Küssen. Sie kicherte, als ich eine besonders empfindliche Stelle hinter ihrem Ohr anknabberte.
„Edward, lass das!“, lachte sie und zog den Hals ein, „Ich fall noch von deinem Schoß, wenn du so weiter machst.“
„Ich fang dich auf“, versprach ich und versuchte wieder mich an der besagten Stelle festzusaugen. Bella war unglaublich kitzlig und wand sich wie verrückt auf meinen Schenkeln, um meinen frechen Annäherungsversuchen zu entkommen. Ich hatte einen Heidenspaß dabei, zu beobachten, wie ihre Gegenwehr immer schwächer und halbherziger wurde. Als sie endlich nachgab und sich seufzend meinem Mund überließ, setzte ich sie auf ihren eigenen Stuhl und biss genüsslich in mein Brötchen.
„Du hast recht, Liebes“, sagte ich aufgeräumt und genoss ihren fassungslosen Gesichtsausdruck. „wir sollten uns benehmen und zu Ende essen.“
„Oh…oh…oh…oh!“
Sie wusste gar nicht was sie sagen sollte, nachdem ich sie heißgemacht und dann kaltgestellt hatte.
„Sollte ich vielleicht verschwinden, bevor dir die „Oh´s“ ausgehen?“ Sie erinnerte sich genauso wie ich an die Situation mit Danny und ein Grinsen legte sich auf ihren Mund.
„Das würde ich dir wirklich empfehlen“, drohte sie spielerisch und stand langsam auf.
Ich tat es ihr nach und lief rückwärts Richtung Tür. Sie folgte mir schrittweise und ich spielte ihr Spielchen mit.
„Weißt du Liebes, wenn du es schaffst mich einzuholen, dann darfst du dir was wünschen“, lockte ich sie mit dem verführerischsten Lächeln, das ich aufbringen konnte.
Sie sagte nichts, sondern preschte los. Ich setzte mich sofort in Bewegung und rannte durch das Wohnzimmer hinaus auf die Terrasse, direkt auf den Pool zu. Bella war hinter mir und sah nur noch, wie ich mit einem eleganten Hechtsprung in den Pool eintauchte. Das warme Wasser schlug über mir zusammen und ich sah Bella unschlüssig am Beckenrand stehen, als ich auftauchte.
„Was ist los, Süße?“, fragte ich, „Bist du etwa Wasserscheu?“
Sex im Wasser gehörte schon immer zu meinen Favoriten und wenn ich schon mal drin war…..
„Ich glaube, ich geh wieder rein“, sagte sie doch allen Ernstes.
Fassungslos sah ich, wie sie sich wegdrehte und gehen wollte.
„Hey, das ist doch nicht dein Ernst“, rief ich ihr nach.
Sie drehte sich wieder um und ich merkte wie sie an ihrer Lippe rum kaute. Bella tat das nur, wenn sie nervös war. Was war denn jetzt los?
„Ich steh nicht so auf Wasserspiele“, meinte sie schulterzuckend.
„Komm schon, Liebes. Es wird dir gefallen. Ich verspreche, ich mache auch viele unanständige Sachen mit dir“, versuchte ich sie zu überreden. Siegessicher sah ich sie an. Bella konnte mir nie widerstehen!
„Ne, lass mal. Ich warte, bis du fertig bist mit schwimmen.“
Meine Augen wurden schmal und ich spürte ein Brodeln in meinem Inneren. Sie verschwieg mir was und ich würde verdammt noch mal herausfinden, was es war.
„Bella..“, mein Ton wurde warnend.
„Ja.“
Sie sah mich voller Unschuld an und ging noch ein paar Schritte zurück.
„Liebes, da steckt doch was ganz anderes dahinter, dass du nicht zu mir in den Pool willst. Erzähl mir nicht, du hättest eine Wasserallergie und ich kaufe dir auch nicht ab, dass du nicht auf Sex im Wasser stehst. Ich weiß es besser.“
Sie lief knallrot an und fuhr mit ihren Zehen ein sinnloses Muster auf den Mosaikfliesen nach. Sie trug nur mein weißes Hemd, ihr Haar hing offen auf ihre Schultern hinab und sie blickte stur nach unten.
„Liebes….“, sagte ich nun deutlich sanfter. Sie wirkte auf einmal sehr schutzbedürftig auf mich, was völliger Blödsinn war. Bella konnte sich durchaus selber helfen, egal, in welcher Situation sie sich befand.
„Ich kann nicht schwimmen…okay!“, rief sie dann plötzlich aus und rannte zurück in den Bungalow.
Scheiße! Gab es denn sowas? Sie konnte nicht schwimmen!
Ich schwamm zurück und stieg aus dem Wasser. Meine Jeans, die ich bei meinem Sprung noch trug, war vollgesogen und es bildete sich in Sekundenschnelle eine beachtliche Wasserlache zu meinen Füßen. Ohne darauf zu achten, lief ich ihr hinterher und betrat tropfnass den Bungalow. Im Wohnzimmer war sie nicht und ich ging unbeirrt weiter. Bella war im Schlafzimmer, saß auf dem Bett und blickte verlegen zur Seite, als sie mich in der Tür stehen sah.
„Warum hast du mir das nicht gleich gesagt?“, hakte ich leise nach. Ich wollte sie nicht unnötig in Verlegenheit bringen, aber meine Neugier war einfach zu groß.
„Es hat sich eben nicht ergeben. Das gehört nicht zu der üblichen Konversation und es war mir peinlich.“
Bella schob trotzig ihr Kinn vor und presste den vollen Mund zusammen. Seufzend strich ich mir das nasse Haar aus der Stirn.
„Warte kurz!“, bat ich sie. Ich ging rasch ins Bad, um meine nasse Hose loszuwerden und band mir ein Handtuch um die Hüften. Zurück im Schlafzimmer setzte ich mich neben sie.
„Du kannst also nicht schwimmen“, stellte ich nochmals fest und musterte ihr angespanntes Gesicht.
„Ich bin in Forks aufgewachsen, da regnet es ununterbrochen. Nicht gerade das beste Wetter, um sich ins Meer zu stürzen“, rechtfertigte sie sich.
„Hey!“, rief ich beschwichtigend und hob die Hände, „Das ist doch kein Vorwurf. Komm Liebes“, schmeichelte ich, „sei friedlich. Es ist kein Weltuntergang nicht schwimmen zu können. Ich werde es dir beibringen.“
Sie sah auf. Die Anspannung war weg und sie sah mich scheu an.
„Ernsthaft?“
„Sicher“, entgegnete ich lässig. Dann grinste ich diabolisch. „Mir gefällt der Gedanke, dass du mir dann völlig ausgeliefert bist.“
Das brach das Eis endgültig. Ein befreites Lachen entwich ihr und ich hob sie auf meine Arme.
„Ich denke, wir sollten sofort mit dem Unterricht beginnen, Mrs. Cullen“, ordnete ich an.
Eine Stunde später ging sie zum x-ten Mal unter. Bella war völlig talentfrei, was das Schwimmen anging und hatte mittlerweile so viel Wasser geschluckt, dass sie eine ganze Badewanne damit füllen könnte. Gerade jetzt tauchte sie wieder unfreiwillig ab, verschluckte sich und kam mit meiner Hilfe wieder hoch. Sie hustete und spuckte erneut eine Ladung Wasser aus.
„Liebes, alles in Ordnung?“, wollte ich wissen.
„Ja…..“, keuchte sie, „alles bestens. Wir können sofort weitermachen. Wie mach ich mich?“, fragte sie eifrig.
„Großartig“, log ich.
Ich hatte keinerlei Gewissensbisse, sie in dieser Hinsicht anzulügen. Zu sehr genoss ich es ihren nassen, glitschigen Körper durch meine Hände gleiten zu lassen. Ich streifte ständig ganz „zufällig“ ihren Busen, der nackt in der Sonne glänzte. Ich wollte die Wassertropfen von ihrer Haut lecken und….
„Edward!“, unterbrach sie mich, „Du bist ja ganz woanders.“
Ich hielt sie fest, während sie Wasser trat und erwiderte ihren fragenden Blick.
„Verzeih mir, Liebes. Ich war einen Moment unkonzentriert.“
Schnell zog ich sie an meinen Körper. Ich wollte sie ein wenig von ihrem Unterricht ablenken, weil ich ehrlich gesagt keinen Bock mehr hatte. Mir schwebten ganz andere Dinge vor, die ich mit ihr anstellen konnte. Scheiße, immerhin waren wir in den Flitterwochen und die wollte ich bis zum Letzten auskosten.
„Komm aus dem Wasser, Süße! Du kriegst noch Schwimmhäute, wenn du so weitermachst.“
„Ach“, meinte sie gedehnt, „und du nicht, hm.“
Lasziv biss ich mir auf die Lippe.
„Du kannst ja nachschauen.“
Bellas Augen wurden jetzt dunkel und sie ließ sich von mir aus dem Wasser ziehen. Wir waren noch keine zehn Minuten im Bungalow, als sie unsere Küsse unterbrach und mich erschrocken ansah.
„Edward, wie spät haben wir?“
Irritiert über die Unterbrechung sah ich auf meine Uhr am Handgelenk. Ich nahm sie nie ab, selbst zum Schlafen trug ich sie.
„Es ist kurz nach drei.“
„Oh“, hauchte sie und schlüpfte unter meinen Armen hindurch. „Ich muss Danny anrufen.“
Seufzend legte ich mich zurück und sah ihr zu, wie sie die Nummer wählte. Das war der einzige Grund, der mich diese ungewollte Störung akzeptieren ließ. Ich wusste genau, ich würde bei Bella immer an zweiter Stelle stehen. Das war kein angenehmes Gefühl, weil sie die Nummer Eins für mich war. Da ich selbst keine Kinder hatte, konnte ich diese Gefühle nicht nachvollziehen, lebte aber mit der Tatsache, dass Bella zwei Männer in ihrem Leben liebte. Ihren Sohn und mich.
Über meine Gefühle für Danny war ich mir nicht schlüssig. Ich mochte den kleinen Kerl und das hatte nichts mit Bella zu tun, aber dieses väterliche Gefühl wollte sich bei mir einfach nicht einstellen. Das machte mir Sorgen, weil ich jetzt schon spürte, dass dieses Kind mehr und mehr an mir hing. Nachdem er anfangs sehr skeptisch und zurückhaltend war, schmolz diese Haltung Stück für Stück dahin. Er suchte jetzt förmlich meine Nähe, sog wie ein Schwamm alle Gesten der Zuneigung auf die ich ihm gab und ich bekam sie doppelt zurück. Ich hatte eine Scheißangst davor, etwas falsch zu machen und dieses Kind zu enttäuschen. Ich war nicht Mr. Perfekt, auch wenn es jetzt den Anschein hatte.
Meine Mutter hatte mich erst vor ein paar Tagen zur Seite genommen und mir mit Tränen in den Augen gestanden, wie froh sie sei, dass ich endlich wieder der Alte zu werden schien. Es war selten geworden in den letzten Jahren, dass sie so offen mit mir sprach. Seit Tanyas Tod hatte ich mich von allen zurückgezogen, ließ niemanden an mich heran und kapselte mich ab. Es war leichter sich mit schönen Frauen, heißem Sex und schnellen Autos zu betäuben. Ich war im wahrsten Sinne eine männliche Hure und ließ fast nichts aus. Nach einiger Zeit verlor ich mich selbst dabei, wurde zu einem Menschen den ich nicht mehr im Spiegel erkannte. Abgestoßen von mir selber, verdrängte ich, was für ein Schwein aus mir geworden war und intensivierte diesen fast schon verdorbenen Lebensstil noch um ein Vielfaches.
Ich betete, dass Bella niemals erfuhr, wie ich in meinen schlimmsten Zeiten tatsächlich drauf war. Als sie mich kennenlernte, war ich ja fast schon wieder in der Spur. Dads Bitte die Firma zu übernehmen zwang mich dazu disziplinierter zu leben und ich fing mich wieder einigermaßen. Es war schwer jeden Tag so früh aufzustehen und bis spät in die Nacht zu arbeiten. Doch ich war so übersättigt und gelangweilt von meinem dekadenten Lebensstil, dass selbst das eine willkommene Abwechslung bot. Zu meinem Erstaunen machte mir die Firmenleitung wirklich Spaß. Das Studium, das ich trotz allem noch abgeschlossen hatte, machte sich doch bezahlt und Benton half mir, wo er nur konnte. Er war es auch, der mich täglich erdete und auf dem Boden hielt, damit ich in meiner Arroganz und Selbstüberschätzung keine gravierenden Fehler machte.
Dann kam Bella. Sie war eine unglaubliche Herausforderung für mich. Ich konnte mir nicht erklären, worin ihre Anziehungskraft für mich bestand. Sie war hübsch und clever, aber das waren andere auch. Ihr Körper machte mich verrückt, doch auch da gab es eine Vielzahl anderer attraktiver Frauen, die es mir wesentlich leichter gemacht hätten, sie zu vernaschen. Es war wohl anfangs tatsächlich ihre Weigerung mit mir zu schlafen, die mich an sie fesselte. Noch nie, wirklich noch nie, in meinem bisherigen Leben hatte sich eine Frau mir verweigert. Sie fielen mir allesamt wie reife Früchte in den Schoß und ich fickte mich von der Einen zur Nächsten. Ihre Gesichter waren verschwommen, ich kannte meist nicht mal mehr ihren Namen, sobald mein Schwanz raus war.
Bellas Name jedoch brannte sich in mein Gedächtnis. Nach nur wenigen Tagen, konnte ich an nichts anderes mehr denken, als an diese heiße Kellnerin, die mich so anzickte. Sie spielte mit mir, machte mich heiß und stieß mich dann weg. Es war ihr nicht mal selbst bewusst, dass sie mir unmissverständliche Signale sendete, sie nicht in Ruhe zu lassen, obwohl sie das ständig von mir verlangte. Doch ihr Körper und ihre Augen verrieten mir das Gegenteil. Ich spürte, dass sie mich wollte, genauso sehr wie ich sie, doch sie hatte Angst.
Nach kurzer Zeit merkte ich, dass sie mehr und mehr aus sich herausging. Keine Begegnung verlief ohne ein leidenschaftliches Zwischenspiel, selbst wenn wir uns bemüht hätten uns zurückzuhalten, es hätte nicht funktioniert. Wir waren viel zu scharf aufeinander. Diese Zusammentreffen mit Bella gaben mir das Gefühl wieder lebendig zu sein. Sie machte mich wütend, heiß, traurig und glücklich, und das alles gleichzeitig. Von diesem Zeitpunkt an, jagte sie mir eine Scheißangst ein. Ich wollte mich nicht verlieben, gab uns nicht die geringste Chance, weil ich noch zu sehr an meiner Treue zu Tanya hing. Frauen zu ficken war nicht gleichbedeutend mit Liebe, doch ich ahnte bereits in den ersten Wochen, dass Bella alles verändern würde.
Irgendwann ertrug ich es nicht mehr, mich von ihr fernzuhalten. Plötzlich war alles so einfach. Ich wollte sie und liebte sie genauso, wie sie mich. Ich musste es ihr nur noch sagen. Das jedoch gestaltete sich schwieriger als gedacht, weil ich den geeigneten Zeitpunkt suchte, der irgendwie nicht kommen wollte. Dann kam der Hochzeitstag und ich dachte daran, wie glücklich ich darüber war, dass Bella mich liebte, so wie ich war. Sie wollte den „bösen“ Edward von heute und nicht eine Kopie des Menschen, der ich einmal war. Wie ein Blitzschlag traf mich die Erkenntnis, dass sie heiraten würde, ohne das Wissen ebenso geliebt zu werden. Ich fühlte mich beschissen, weil ich bisher so feige war und beschloss diese unerträgliche Unsicherheit für Bella zu beenden.
Jetzt lag ich im Bett und hörte ihr zu, wie sie liebevoll mit ihrem Sohn sprach. Sie sah so glücklich aus. Nach ein paar Minuten kam sie mit dem Hörer in der Hand auf mich zu.
„Danny will dir gerne „Hallo“ sagen“, erklärte sie.
Ich setzte mich auf und nahm den Apparat entgegen.
„Hey Sportsfreund!“, begrüßte ich ihn, „Alles klar bei dir.“
„Alles super“, entgegnete er mit seiner fröhlichen Kinderstimme. „Esme und Carlisle sind supernett zu mir und Bibi kommt mich jeden Tag besuchen, hat sie gesagt.“
„Das freut mich. Du kannst jederzeit anrufen, das weißt du doch“, wollte ich von ihm wissen. Ich dachte, es wäre sicher nicht falsch, ihm das nochmals zu sagen. Brauchten Kinder nicht Bestätigung und Sicherheit?
„Ich habe doch keine Zeit“, erwiderte er geschäftig. Ich musste unwillkürlich grinsen. Selbst diese kleinen Knirpse schienen schon einen vollen Terminplan zu haben. „Ich muss dir noch was sagen, Edward“, fuhr er jetzt sehr ernst fort.
„Was denn?“
„Du darfst es Mum nicht verraten. Versprichst du mir das?“, fragte er mit beschwörender Stimme.
„Ehrenwort!“, bestätigte ich ihm sofort.
„Mum kann doch nicht schwimmen und Esme hat erzählt, ihr seid dort am Meer. Passt du auf, dass sie nicht reinfällt?“, sagte er.
Scheiße, ich war gerührt. Erst mal, weil er sich solche Sorgen um seine Mutter machte und dann, weil er mir so viel Vertrauen schenkte. Immerhin verriet er mir ein Geheimnis seiner Mutter, von dem ich ja anscheinend nichts wissen durfte.
„Ich verspreche, ich werde auf sie Acht geben. Beruhigt?“
Ich hörte wie er erleichtert den Atem ausstieß. Er hatte sich wohl richtige Sorgen gemacht, seine Mum könnte im Meer ertrinken.
„Dann ist ja gut. Tschüüüüüüüs Edward.“
Bums. Aufgelegt.
Bella schlenderte langsam zurück ans Bett.
„Was wollte er noch von dir?“, fragte sie neugierig.
„Das ist ein Geheimnis“, versetzte ich prompt und brachte sie damit zum Lächeln.
„Ihr habt schon Geheimnisse miteinander?“
Sie wirkte hocherfreut und ich bekam Gewissensbisse. Sie wirkte jetzt noch viel gelassener und gelöster, weil sie wusste, dass es Danny gutging und dass ihr Sohn mich sprechen wollte, machte es perfekt für sie. Bella wünschte sich so sehr, dass ich Danny den Vater ersetzte. Und ich saß da und wusste nicht, ob ich dem gerecht werden konnte. Aber ein Anfang war getan. Vielleicht würde ich auch für Danny eines Tages Liebe spüren und nicht nur Zuneigung. Ich wollte so schnell wie möglich von diesem Thema ablenken, es war mir unangenehm.
„Warum kommst du nicht zurück zu mir ins Bett und wir nutzen den angebrochenen Tag sinnvoll. Es lohnt sich sowieso nicht mehr, noch irgendwo hinzufahren.“
„Das deckt sich ganz mit meinen Wünschen, Mr. Cullen“, erwiderte sie leise und kroch langsam über das Bett auf mich zu. Das Hemd, das sie sich schnell übergeworfen hatte, war nur teilweise zugeknöpft und offenbarte mir den Blick auf ihre schönen Brüste. Entspannt lehnte ich mich wieder zurück und ließ es zu, dass sie auf meinen Schoss kroch. Sie fing langsam an die Knöpfe zu öffnen, während ich ihr dabei zusah. Bella hatte jede Scheu vor mir verloren, wenn es um unsere körperliche Beziehung ging. Das Hemd war jetzt offen und ich konnte sie in all ihrer Schönheit bewundern. Alles an ihr war zart und grazil, die Rundungen perfekt. Langsam streckte ich die Hände danach aus und sie schloss mit einem Seufzen die Augen. Ihr dabei zuzusehen, wie ihre Erregung sich langsam aufbaute, war aufregend und ich intensivierte meine Berührungen.
„Edward…“, wisperte sie, „wir können aber nicht zwei Wochen lang im Bungalow bleiben.“
Ich grinste.
„Warum denn nicht?“, wollte ich mit dunkler Stimme wissen. Ich schnappte mir eine ihrer Brustwarzen und leckte sanft darüber. Sie hielt den Atem an.
„Es gibt….hier….so…..viel…zu sehen“, stöhnte sie.
„Mmmmhm…..“, bestätigte ich desinteressiert und widmete mich weiter der Erkundung ihres Oberkörpers.
„Edward….“, startete sie einen neuen Versuch. „Sehenswürdigkeiten…..es …gibt…sehr viele davon.“
„Morgen, Liebes“, versprach ich an ihrer Haut, „Morgen sehen wir uns Hawaii an, aber jetzt….“, ich sog die Spitze in meinen Mund, „jetzt haben wir Wichtigeres zu tun. Gott, ich bin völlig verrückt nach dir.“
Sie ergab sich und küsste mich leidenschaftlich. Während ihre Zunge mich verwöhnte, dachte ich nur noch daran, wie froh ich war, diese Frau in mein Leben gelassen zu haben.
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