„Bella, ich kann dich nicht heiraten, bevor ich dir nicht etwas Wichtiges gesagt habe!“
„Was Edward!“, wisperte ich tonlos. Der Schock saß tief, dabei hatte er mir noch nicht mal mitgeteilt, dass er mich nicht mehr heiraten wollte. Denn das war es, was er mir sagen wollte, da war ich mir sicher. Trotzdem war da eine ganz leise Stimme der Vernunft in mir, die mir zuflüsterte. -Bella, er hat gesagt VOR der Trauung. Er wird dich nicht fallenlassen! - Oh Gott, bitte lass es wahr sein!
„Ahm…Bella….also…was ich dir ……sagen wollte….also es ist so…..verdammt noch mal!“, stöhnte er frustriert.
Ich sah in sein unwillig verzogenes Gesicht, sah, wie er nach Worten suchte und hätte fast gelächelt bei seinem Anblick. Doch noch konnte man keine Entwarnung geben. Es war schon komisch. Ich stand hier vor ihm in meinem Brautkleid, wenige Minuten vor der Abfahrt zur Kirche und wusste nicht mal, ob diese Hochzeit überhaupt stattfinden würde.
Erst jetzt schien er mein Aussehen zu registrieren. Sein Blick wanderte langsam von oben nach unten und wieder zurück, bis seine grünen Augen sich meine bohrten.
„Du siehst wunderschön aus, Bella!“, flüsterte er, „Wie ein Engel.“
Er hob erneut die Hand und strich zart über meinen Nasenrücken.
„Erinnerst du dich daran, wie ich nach unserer ersten Begegnung im Club zu dir gesagt habe, wie zart und exquisit ich dich finde?“
Ich nickte wortlos, konnte meine Augen nicht von seinem Gesicht abwenden. Es war beinahe so, als würde er mich unter Hypnose setzen.
„Das beschreibt nicht mal annähernd, was ich in dir sehe, Liebes. Ich könnte einen ganzen Tag damit zubringen dich anzuschauen und mir würde nicht langweilig werden.“
Meine Anspannung stieg ins Unermessliche. Warum sagte er nicht endlich, was er von mir wollte?
„Was ich dir eigentlich sagen wollte……“, würgte er hervor, „also….es ist so, dass ich dich…mag!“
Entgeistert sah ich ihn an.
„Du bist hier reingeplatzt, um mir DAS zu sagen!“, erwiderte ich fassungslos.
Keine Hochzeitsabsage, keine Reue und auch keine andere Katastrophe. Ich lachte trocken auf, obwohl mir gar nicht danach zumute war. Edward lächelte unsicher.
„Warum lachst du?“
„Da fragst du noch?“, ereiferte ich mich, „Edward, du kommst hier rein gestürmt wie ein Mitglied aus einem Sondereinsatzkommando. Du schmeißt meine zwei besten Freundinnen und Brautjungfern aus dem Zimmer, lässt mich vermuten du würdest die Hochzeit abblasen, sagst mir so ganz nebenbei, dass du mich magst und dann fragst du allen Ernstes, warum ich lache. Bist du noch ganz dicht?“
Nachdem ich vorhin wie ein Häufchen Elend darauf wartete, dass er mich abservierte, hatte ich jetzt wieder die Oberhand. Verdammt! Wir hatten nur noch wenige Minuten, bevor wir los mussten und er meinte mir erzählen zu müssen, dass er mich mochte. Mein Zeigefinger bohrte sich in seine Brust.
„Jetzt sage ich dir mal was. Ich liebe dich, Edward Cullen, aber manchmal hast du ein verflucht mieses Timing. Ist dir vielleicht mal der Gedanke gekommen, wie dein Auftritt auf mich wirkt?“
Er lächelte bewundernd.
„Verdammt noch mal, Bella. Du bist einfach verflucht umwerfend, wenn du wütend bist. Ich weiß nicht, was ich mehr an dir liebe. Deine Schönheit oder dein Temperament!“
Ich hatte das Gefühl zur Salzsäule zu erstarren. Hatte er eben laut und deutlich gesagt, dass er nicht wüsste, was er mehr an mir……liebe?
„Kannst….kannst du das vielleicht nochmal…..wiederholen?“, fragte ich mühsam beherrscht. Oh mein Gott!
Er trat so nah an mich heran wie mein Kleid es zuließ und nahm mein Gesicht zwischen seine Hände. Seine Daumen strichen sanft über meine Wangen und Edward schenkte mir ein herzzerreißendes Lächeln.
„Ich liebe dich!“, flüsterte er, „Ich wollte es dir schon längst sagen, aber irgendwie habe ich den richtigen Zeitpunkt immer verpasst. Deswegen habe ich auch das Zimmer gestürmt. Ich weiß, dass du mich liebst und du verdienst es mehr als ich mit dem Wissen zu heiraten, dass deine Liebe erwidert wird.“
„Du liebst mich?“, flüsterte ich ungläubig.
Sein Geständnis traf mich völlig unvorbereitet. Was erwartete er jetzt für eine Reaktion von mir? Sollte ich lachen, jubeln oder weinen. Nichts von alledem kam in Frage, mein Kopf war völlig leer!
„Bella?...Bella!“
Seine Stimme war ein einziges Fragezeichen, unsicher. Er trat einen Schritt zurück, sichtlich enttäuscht über meine zurückhaltende Reaktion.
„Entschuldige!“, sagte er nur, „Ich hätte dich damit nicht so überrumpeln sollen. Wir sehen uns in der Kirche.“
Ich sah zu wie er sich in Bewegung setzte und sich anschickte das Zimmer zu verlassen. Er öffnete die Tür und schloss sie sehr leise und vorsichtig hinter sich. Es war totenstill im Raum und die Sekunden verstrichen. Dann kam endlich Leben in mich.
„Edward!“, schrie ich lauthals und raffte die Röcke, „Edwaaaaaaard…komm zurück. Ich liebe dich doch auch!“
Schnell war ich an der Türe, riss sie auf und stolperte auf den Gang. Er war schon unterwegs zurück zu mir, lief mit schnellen Schritten auf mich zu. Ich kam ihm auf halbem Weg entgegen und prallte atemlos an seine Brust. Er umfasste meine Mitte und presste mich eng an seinen Körper.
„Liebes, verzeih mir. Ich hätte nicht gedacht, dass du meinen Überfall falsch interpretieren könntest“, entschuldigte er sich.
„Du hast mich einfach überrascht!“, erklärte ich atemlos vor Glück, „Du warst die ganze Zeit so fixiert auf Tanya, dass ich kaum glauben konnte, dass sich deine Gefühle sich plötzlich geändert haben.“
Er schüttelte den Kopf.
„So plötzlich war das gar nicht. Es war schon die ganze Zeit in mir, ich habe es nur nicht erkannt. Als wir dann gemeinsam an ihrem Grab standen, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Du bist so stark, Bella!“, sagte er leise, „Du hast alles ertragen. Meine Zurückweisung und dass ich mich so an die Vergangenheit geklammert habe. Von der ersten Sekunde an spürte ich, dass du was ganz Besonderes bist. Du hast mich in die Gegenwart zurückgeholt und mich gelehrt wieder glücklich zu sein. Glaub mir, Bella. Ich liebe dich!“, schloss er beschwörend.
Ich gab ihm keine Antwort, sondern zog stattdessen seinen Kopf zu mir hinunter und küsste ihn zart auf die Lippen. Sein Mund verzog sich zu einem glücklichen Lächeln und er hob mich in die Höhe. Meine Hände klammerten sich an seinen Schultern fest und ich sah lachend auf ihn hinunter.
„Was wird das denn, wenn es fertig ist?“, hörten wir Alice sagen.
Wir drehten die Köpfe und bemerkten Alice und Rosalie die mit ungeduldig tippenden Fußspitzen am Ende des Flurs standen und die ganze Szene beobachteten.
„Wonach sieht es denn aus?“, fragte Edward grinsend. Ich selbst war viel zu überwältigt, um irgendwas Sinnvolles zu sagen. Er liebte mich!
„Mann, hört auf hier rum zu turteln und setzt euch endlich in Bewegung. Ihr kommt zu spät zu eurer eigenen Trauung!“, schnauzte Rose uns an, „Und lass um Himmels Willen Bella los, Edward. Du ruinierst ihr Kleid.“
Sachte setzte er mich ab und bot mir galant seinen Arm.
„Liebes, bereit zum Heiraten?“
„Bereit wenn du es bist!“, versetzte ich strahlend. Gott, konnte man überhaupt noch mehr Glück empfinden, als ich in diesem Augenblick?
„Jetzt macht schon!“, forderte Alice ungeduldig. Sie starrte ständig auf die Uhr und machte selbst mich damit nervös. Hibbelig stieg ich von einem Fuß auf den anderen.
„Oh Gott, wenn wir zu spät kommen!“, jammerte ich.
„Hey! Beruhige dich, Liebes!“, lachte Edward belustigt, „Sie können auf keinen Fall ohne uns anfangen. Und ihr Zwei“, rief er in Richtung Rose und Alice, „macht mir hier Bella nicht verrückt. Wir hatten noch was Dringendes zu klären.“
Synchron streckten sie ihm die Zunge raus, völlig unbeeindruckt von seinen Worten.
Augenverdrehend zog Edward mich mit sich und ich hatte meine liebe Mühe, auf diesen Mörderabsätzen nicht hinzufallen. Wer machte hier denn die Hektik?
Wir rannten runter und sahen die zwei Limousinen, die für uns bereit standen. Anstatt in seine eigene zu steigen, setzte er sich mit mir auf die Rückbank des Fahrzeugs, das für mich und meine Brautjungfern bestimmt war und schnauzte eben diese zwei an, sie sollten gefälligst die andere nehmen. Empört stiegen sie in Edwards Limousine. Ihr Gezeter konnte man selbst durch die geschlossenen Türen hören.
„Edward, wäre es nicht besser, wenn wir getrennt fahren?“, startete ich einen vorsichtigen Versuch ihn zum Wechsel des Fahrzeugs zu überreden.
Er drehte sich zu mir. Edward war merkwürdig rot im Gesicht und zerrte an seiner ziemlich eng gebundenen, dunklen Krawatte. Sie war farblich genau auf seinen elegant geschnittenen Anzug abgestimmt und zu einem kunstvollen Knoten geschlungen. Ich grinste. Edward stand wohl kurz vor einer Panikattacke! Heiraten war eben nichts Alltägliches!
Mein Gemütszustand war jetzt sehr ruhig. Seine Liebeserklärung brachte mir die notwendige Sicherheit und Ruhe, die ich brauchte, um diesen bedeutenden Schritt zu gehen. Edward schien da nicht so erfolgreich zu sein. Nachdem er sein Ziel erreichte und mir seine Liebe gestand, gab es nichts mehr, das ihn von der bevorstehenden Trauung und dem endgültigen Verlust seiner Freiheit ablenkte. Sachte legte ich die Hand auf seine.
„Kalte Füße?“, fragte ich neckend.
Meine Berührung allein schien ihn ruhiger zu machen und er konnte wieder lächeln.
„Nein, niemals! Aber ich würde jetzt gerne mit dir zur Kirche fahren.“
Mein sanftes Lächeln war ihm Antwort genug und ohne die Augen von meinen zu nehmen, klopfte er auf die Trennscheibe vor ihm. Der Wagen setzte sich in Bewegung…..
Die Trauung selbst ging wie im Traum an mir vorüber. Wir hielten uns an den Händen. Danny stand mit Carlisle, der vor der Kirche auf mich wartete um mich zum Altar zu führen, neben uns und ich sprach mein Ehegelöbnis mit der ganzen Liebe die ich für Edward empfand. Auch Edward sprach sein Versprechen aus, mich bis an sein Lebensende zu lieben und zu ehren. Die Worte hatten noch viel mehr Bedeutung für mich, weil ich jetzt wusste, wie wahr sie waren.
Mit Tränen in den Augen lächelte ich meinen Sohn an, der die ungemein wichtige Aufgabe hatte, die Ringe zu übergeben. Stolz reichte er jedem von uns seinen Ring und sah zu, wie wir sie uns gegenseitig an die Finger steckten. Mit seinem Anzug sah er so hinreißend und niedlich aus, dass die alten Damen in den hinteren Reihen entzückte Seufzer ausstießen, als der kleine Zwerg hervortrat, um uns die Ringe zu überreichen.
„ Hiermit erkläre ich Sie zu Mann und Frau. Sie dürfen die Braut jetzt küssen!“, sagte der Pfarrer.
Edward ließ sich nicht zweimal bitten und küsste mich dermaßen leidenschaftlich, dass eben jene alten Damen entrüstet schnaubten. Wohl mehr aus Neid, denn aus Empörung. Ich verlor mich in seinen Armen, bewegte meine Lippen im Takt den er mir vorgab. Es dauerte eine ganze Weile, ehe Edward meinen Mund wieder freigab. Ein sehr männliches Lächeln umspielte seinen Mund.
„Jetzt gehörst du mir! Habe ich dir das nicht von Anfang an prophezeit?“, wisperte er leise, damit nur ich es hören konnte.
„Irrtum, mein Lieber!“, versetzte ich prompt, „Ich habe dich eingefangen, Mr. Cullen. Jetzt gibt es kein Entkommen mehr. Du gehörst jetzt MIR!“
„Wir gehören einander, Liebes.“
Ich schmolz. Gleich würde ich zergehen und als Pfütze vor seinen Füßen enden. Seit wann war er so sensibel und romantisch ? Wo hatte sich dieser Edward die ganze Zeit versteckt? Ich liebte es, doch ein großer Teil von mir, wollte unbedingt den unverschämten, unvernünftigen und arroganten Edward zurück. So hatte ich ihn nun mal kennen- und liebengelernt. Trotzdem hatte ich nichts dagegen, wenn er mir zeigte und sagte, was er für mich empfand.
„Edward, ich werde immer Liebe für dich fühlen, egal was uns noch im Leben erwartet.“
Ein süßer Kuss war seine Antwort, bis Danny an seinem Hosenbein zog.
„Edward, Mum!“, quengelte er, „Ich habe Hunger!“
Ich verbiss mir mein Lachen. Bei solchen Gelegenheiten merkte ich mal wieder, wie klein mein sonst so altkluger Sohn war. Er war ja erst fünf.
„Dann lasst uns nun zur Feier gehen“, lachte Edward und nahm ihn hoch. Gerührt nahm ich diese Geste war und hätte am liebsten geheult.
„Bella!“, sagte er auffordernd, „Wir müssen jetzt runter und die Glückwünsche entgegennehmen, bevor es ins Hotel geht. Komm, Liebes. Ich will das alles schnell hinter uns bringen und dann ab in die Flitterwochen.“
Sein heißer Blick ließ mich tief erröten. Er war nicht der Einzige, der die Flitterwochen kaum erwarten konnte. Nicht mehr lange und wir würden endlich all unsere Fantasien ausleben.
Esme und Carlisle waren die Ersten, die uns freudig umarmten und mit tränenfeuchten Augen gratulierten. Danach sein Bruder Emmett und Rosalie, die Edward einen kleinen Hieb in die Seite versetzte, weil er sie und Alice so ausgetrickst hatte. Danach umarmte sie ihn jedoch trotzdem und zwinkerte ihm zu. Er nahm ihre kleine Attacke mit einem Lächeln und drückte sie.
„Ich hoffe zu dir ist sie netter, Bruder!“, grinste er Emmett an, der das mit einem breiten Grinsen quittierte.
„Darauf kannst du Gift nehmen!“, sagte er und schlug Edward ebenfalls kräftig auf die Schulter. „Herzlichen Glückwunsch, alter Junge!“
Mich umarmte er sehr sanft und flüsterte.
„Danke, dass du ihn liebst, Bella. Er braucht dich um glücklich zu sein.“
In stillem Einklang tauschten wir einen Blick. Ich mochte meinen Schwager wirklich gerne! Rosalie indessen drückte mich herzlich.
„Ich hoffe, du wirst so glücklich wie ich es bin, Bella!“
„Bestimmt! Mit dir als Schwägerin kann mir nichts passieren. Du passt schon auf, dass Edward keinen Blödsinn macht“, grinste ich.
Ich liebte die Leichtigkeit mit der Rose und ich miteinander umgingen. Sie war schon fast sowas wie eine Schwester für mich.
Bibi und Benton waren die Nächsten.
„Ich wünsche dir alles Glück der Welt!“, heulte sie.
„Oh Bibi!“, flüsterte ich ergriffen. Jetzt konnte ich meine Tränen wirklich nicht mehr zurückhalten. So viele Jahre stand sie unerschütterlich an meiner Seite. Sie war mein Anker und mein Ruhepol. Egal wie schlecht es mir manchmal ging, sie schaffte es immer, mir ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. „Ich danke dir so sehr. Du bedeutest mir so viel, ich kann es gar nicht in Worten ausdrücken.“
„Das weiß ich doch, meine Kleine. Du glaubst nicht, wie sehr ich dir dein Glück gönne. Steht immer fest zueinander und lasst niemanden zwischen euch. Das Leben ist zu kurz und zu kostbar. Liebt und sorgt euch umeinander, dann wird alles gut.“
Sie wandte sich an Edward.
„Pass mir gut auf mein Mädchen auf, hörst du!“
„Ich werde Bella nicht enttäuschen, Bibi. Das schwöre ich!“, versprach er ihr.
Sie nickte befriedigt.
Benton, der bisher still neben ihr stand, ergriff das Wort.
„Darf ich dem glücklichen Paar meine Glückwünsche aussprechen?“
„Natürlich!“, rief ich freudig und umarmte ihn fest. „Danke für Ihre Hilfe! Sie wissen schon.“
„Habe ich sehr gerne gemacht. Ich wusste von Anfang an, dass Sie Edward Glück bringen würden. Durch Sie ist er fast wieder der alte.“ Er schüttelte Edward die Hand. „Ich kann Ihnen nur zu Ihrer Wahl gratulieren. Die Cullen Männer scheinen ein äußerst gutes Händchen für Frauen zu haben“, lächelte er augenzwinkernd. „Mrs. Vogelman, würden Sie mir die Ehre erweisen und meine Tischdame sein.“
Sein Umschwung kam so abrupt, dass ich kurz blinzeln musste. Bibi war etwas überrumpelt, doch als sie tief errötete, biss ich mir fast die Zunge blutig, um nicht zu lachen. So wie es aussah, hatte Bibi einen neuen Verehrer.
„Ähm, ja…natürlich“, meinte sie etwas verwirrt. Das Rosa auf ihren Wangen vertiefte sich, als er ihren Arm nahm und sie galant von uns wegführte.
Jetzt waren Alice und Jasper an der Reihe.
Er war der erste der sprach, weil Alice vor lauter Weinen einen Schluckauf hatte und sich erst noch fangen musste.
„Bella!“, fing er an und grinste breit, „Jetzt muss ich wohl meine letzten Hoffnungen begraben, dass du jemals in den Club zurückkommst. Ich wünsche dir alles erdenklich Gute und lass dich von dem Schwachkopf hier“, er deutete feixend zu Edward, „nicht aus der Ruhe bringen. Er braucht dich wohl mehr als du ihn. Wenigstens jammert er mir nicht mehr die Ohren voll, weil er nicht weiß, wie er an dich rankommt.“
Ich hob die Augenbraue, mittlerweile konnte ich das ganz gut, musterte Edward eindringlich und fing dann an zu lächeln.
„Du hast über mich geredet?“, fragte ich erfreut. Ich war wohl nicht die Einzige, die sich bei Freunden ausgeheult hatte.
„Hin und wieder!“, gab er etwas verlegen zu.
Alice rettete ihn, weil sie endlich soweit war um mich zu beglückwünschen.
„Bella, ich wünsche dir alles, alles Gute. Du hast es dir so sehr verdient.“
„Ich danke dir! Wenn ich wieder zurück bin aus den Flitterwochen, machen wir drei wieder was zusammen. Ich vermisse es so, einfach nur mit euch zusammenzusitzen und zu reden.“
Alice stimmte mir freudig zu und umarmte mich fest.
„Wenn du wieder da bist“, flüsterte sie mir ins Ohr, „dann will ich genauestens über die Flitterwochen informiert werden, hörst du. Ich will alle schmutzigen Details. Er hat ja nicht umsonst diesen Ruf!“
„Alice!“, rief ich entsetzt, „Wir befinden uns hier in einer Kirche.“
Sie kicherte.
„Ich weiß, aber das macht es ja so aufregend.“
Mit etwas verschämtem Grinsen sah ich noch zu, wie sie Edward umarmte.
Danny der zwischen uns stand, gähnte heftig und ich neigte mich zu ihm runter.
„Müde, mein Schatz!“
„Nö, langweilig!“, grinste er frech.
„Hey, ich geb dir gleich langweilig!“, schimpfte ich gutmütig. Jetzt wurde es wirklich Zeit die Kirche zu verlassen, um auf unsere Feier zu gehen.


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