Inhalt:

Bella Swan ist alleinerziehende Mutter eines fünfjährigen Sohnes. Mit zwei Stellen hält sie sich grad so über Wasser. Tagsüber arbeitet sie in einem Schnellrestaurant und am Wochenende in einem angesagten Club. Dort lernt sie Edward Cullen kennen. Der ist reich, gelangweilt und eiskalt. Er macht Bella ein unverschämtes Angebot. Gegen Bezahlung soll sie seine Geliebte werden. Empört lehnt sie dies ab........ Pairing Bella/Edward

© by Vivian (Die Charaktere gehören Stephenie Meyer)

Outtake Edward/Danny


Der Kies knirschte unter den Rädern meines Wagens, als ich ihn vorm Haus meiner Eltern parkte. Ich konnte hören, wie ein paar Steinchen seitlich nach oben weg spritzten und ich zog den Schlüssel ab. Müde, aber glücklich, stieg ich aus und ging trotz meiner Erschöpfung mit relativ zügigen Schritten auf den Eingang zu. Dabei betrachtete ich das Haus, das noch in völliger Dunkelheit vor mir lag. Überraschend war das nicht. Immerhin war es erst kurz vor fünf Uhr morgens und bestimmt schliefen alle noch selig. Zumindest glaubte ich das, denn gleich darauf wurde mir die Tür geöffnet und Dobson ´s erwartungsvolles Gesicht strahlte mir entgegen. Das geschah, bevor ich auch nur auf die Idee kommen konnte, meinen Zweitschlüssel in die kleine bauchige Öffnung zu schieben. Einigermaßen verblüfft lächelte ich ihn an und registrierte, dass er schon - oder immer noch - in seiner noblen Butler-Uniform steckte. Dobson sah so würdevoll aus wie eh und je, selbst die frühe Stunde konnte diesen Eindruck nicht trüben. Nur die ansonsten bedächtige Fassade stoischer Gelassenheit, hatte er für den Moment abgelegt. Sein Gesicht war erwartungsvoll verzogen und vor lauter Aufregung hatte der gute Dobson schon ganz rote Ohren.

„Und?“

Die Frage kam wie aus der Pistole geschossen und wenn es Dobson gegenüber nicht furchtbar unhöflich gewesen wäre, hätte ich laut losgeprustet, so tragisch-komisch wirkte er gerade auf mich. Tatsächlich war es wirklich eine Premiere, ihn so zu erleben, wie jetzt. Keine Begrüßung, kein steifes, aber wohlwollendes Nicken, sondern reine blanke Neugier, die mir förmlich aus seinen Gesichtszügen entgegensprang. Ein leises Grinsen schlich sich auf meine Lippen und ich spürte ein warmes Gefühl in meinem Bauch, weil er - und auch das restliche Hauspersonal - der Geburt so sehr entgegengefiebert hatten.

„Es ist alles gut verlaufen“, erklärte ich nach einigen Sekunden beruhigend, um den armen Kerl nicht weiter auf die Folter zu spannen. Er sank vor lauter Erleichterung beinahe in sich zusammen und ich merkte erst jetzt, was für eine Anspannung auf ihm gelastet haben musste. Dobson mochte Bella, soviel war mal sicher. Er hatte sie quasi adoptiert, seit sie meine Frau war und behandelte sie mit einer väterlichen Freundlichkeit, die weit über das Dienstliche hinausging.

„Da bin ich aber froh“, ließ er gerade verlauten und nickte dabei beifällig. „Hoffentlich erholt sich die junge Mutter gut von der Niederkunft“, setzte er noch etwas gestelzt hinzu. Die Freude in seinen alten Augen, war aber trotzdem unübersehbar.

„Bella und das Baby schlafen jetzt hoffentlich und in ein paar Tagen werden sie nach Hause kommen. Es gab keinerlei Komplikationen, die Ärzte und die Hebammen waren sehr zufrieden und jetzt müssen sich die beiden einfach ein wenig ausruhen.“

Das tiefe Ausatmen, das den Grad seiner Besorgnis um das Wohlergehen meiner kleinen Familie besser ausdrückte, als irgendetwas anderes, rührte mich auf seltsame Weise an. Komisch, früher war mir nie bewusst gewesen, wie viele Menschen sich um mich und jetzt auch um Bella, Danny und den Kleinen sorgten. Es war ein schönes Gefühl, das ich nicht mehr missen wollte. Plötzlich blitzte etwas Weißes unter mir auf. Eine helle, schon fast gebrechlich wirkende Hand wurde mir entgegengestreckt und ich starrte auf die pergamentdünne Schicht seiner Haut, die sich über die knochigen Finger spannte. Danach wanderte mein Blick ein Stück weiter nach oben – direkt auf sein Gesicht.

Himmel, wann war Dobson so alt geworden? Das fiel mir jetzt erst so richtig auf. Vorsichtig ergriff ich seine zitternden Finger, als wären sie zerbrechlicher als hauchdünnes Glas und schüttelte sie. Dobson´ s Stimme klang stolz, als er mir gratulierte:
„Erlauben Sie mir im Namen des gesamten Personals, Ihnen und Ihrer Frau unsere besten und von Herzen kommenden Glückwünsche auszusprechen, Mr. Cullen. Das ist jetzt das vierte Cullen-Baby, das ich aufwachsen sehen werde. Erst Ihr Vater, dann Sie und Master Emmett und nun Ihr Sohn. Ich kann Ihnen nicht sagen, wie sehr ich mich für Sie freue. Die Dinge haben eine wunderbare Wendung für Sie genommen.“

„Da haben Sie wohl recht, Dobson. Bella hat mein Leben nicht nur verändert, sie hat es um einiges reicher und glücklicher gemacht. Aber in einem Punkt muss ich Sie doch korrigieren, mein alter Freund“, erklärte ich ihm mit dem gebührenden Ernst. „Es sind fünf Kinder, die Sie aufwachsen sehen. Danny ist zwar nicht von Geburt an ein Cullen, aber er ist auch ein Mitglied dieser Familie.“

Dobson wurde rot wie eine Tomate.

„Oh natürlich, Master Edward, wie konnte ich nur vergessen ihn zu erwähnen. Ich…“

Lachend unterbrach ich ihn.

„Ist schon gut, Dobson. Ich weiß doch, dass Sie das nicht so gemeint haben. Aber jetzt würde ich gerne ins Haus, um noch ein paar Stunden zu schlafen, bevor ich wieder ins Krankenhaus fahre.“

Sofort trat er zurück und ich betrat die Halle. Sie war nicht beleuchtet, nur an der Wand die Treppe hinauf, waren die dort befestigten Lampen eingeschaltet und verbreiteten einen dämmrigen Schimmer, damit man die Stufen nicht hinauf-oder hinunterfiel. Ich drehte mich leicht und sah kurz aus dem Fenster neben der Tür. Am Horizont konnte man schon einen hellen Streifen erkennen, der den baldigen Sonnenaufgang ankündigte. Die beschauliche Stille, die in diesen Minuten über dem Haus hing, während sich die Nacht langsam ihrem Ende zuneigte, hatte etwas unendlich Friedvolles, fast schon Heimeliges an sich.

„Edward?“

Die weiche, besorgt klingende Stimme gehörte meiner Mutter. Sofort drehte ich mich wieder um und ich entdeckte sie am oberen Fuß der Treppe. Ihre Haare waren offen und fielen ihr auf die schmalen Schultern, das Gesicht war frei von jeglichem Make-up und zeigte ihr wahres Alter. Ich fand trotzdem, dass sie eine wunderschöne und natürliche Frau war. Genauso würde meine Bella in zwanzig Jahren aussehen. In Würde älter geworden, aber dabei noch so hübsch und warmherzig, dass ihr ein paar Falten nichts anhaben konnten. Wieder stieg dieses warme Gefühl in mir hoch und ich lächelte meine Mutter an, während sie vorsichtig die Treppen hinabstieg. Sie band sich parallel den Gürtel ihres weißen Bademantels fester um die Taille, ehe sie die letzte Stufe bewältigte und kam dann mit ausgebreiteten Armen auf mich zu, um mich in die Arme zu schließen.

Normalerweise mochte ich so was nicht, aber heute tat es gut, die Liebe meiner Mutter auch auf diese Weise anzunehmen. Der ganze vorherige Abend und die lange Nacht während der Geburt, waren wie im Traum an mir vorbeigerauscht und ich fing erst jetzt an zu begreifen, was für eine unglaubliche Verantwortung ich ab heute auf meinen Schultern trug. Ich musste von nun an eine ganze kleine Familie glücklich machen. Bella, Danny und nun auch den kleinen Alex. Wenn ich das vermasselte, würde ich mir das niemals verzeihen und daher tat es mir gut, mich ein wenig in die Arme meiner eigenen Mutter zu flüchten und mir so ein wenig Mut und Kraft zu holen.

„Morgen Mom“; nuschelte ich leise und befreite mich vorsichtig aus ihrem Klammergriff. Sie atmete zittrig aus, verzog den Mund aber zu einem Lächeln.

„Ich bin wach geworden und habe deine SMS gelesen. Tut mir leid, dass ich mich nicht gemeldet habe. Wir haben bis kurz nach eins gewartet, sind dann aber doch völlig übermüdet ins Bett.“ Sie strich mir leicht über den Stoff meines Jacketts. „Herzlichen Glückwunsch, mein Schatz, du musst gerade der glücklichste Mensch der Welt sein“, sagte sie dann mit leuchtenden Augen und ich fiel in ihr Lächeln ein.

„Danke“, erwiderte ich schlicht. Sie sah kurz zur Seite, lächelte eigentümlich und deutete dann mit dem Kopf auf die Treppe.

„Schau mal, da oben steht noch jemand, der es kaum erwarten konnte, bis du wiederkommst.“

Oben stand Danny und schaute verschlafen nach unten. Wie immer schleifte er seinen Teddy hinter sich her, wenn er mitten in der Nacht sein Bett verließ und rieb sich müde mit einer Faust über die Augen. Ich löste mich von meiner Mutter und stieg – immer zwei Stufen auf einmal nehmend – die Treppe nach oben.

„Danny, was machst du denn hier?“, fragte ich ihn ein bisschen atemlos und kniete mich neben ihn auf den Boden. „Du solltest im Bett liegen und schlafen.“

Er sah mich ein bisschen schüchtern an. Manchmal fiel es ihm noch schwer, sich mir völlig zu öffnen. Da lag immer noch eine unterschwellige Unsicherheit in seinem Blick, als würde er befürchten, demnächst wieder abgeschoben zu werden. In mir drin verspürte ich eine mörderische Wut auf seinen biologischen Erzeuger und seinen Großvater, weil die sich nie um diesen kleinen Burschen gekümmert hatten.

„Geht es Mommy gut?“, wisperte er ganz leise.

Ich strich ihm sanft über die kreuz und quer abstehenden Haare und nickte.

„Deiner Mommy geht es prima, Danny. Und deinem Brüderchen auch“, setzte ich noch hinzu. Danach hielt ich gespannt den Atem an und wartete aufmerksam auf seine Reaktion. Danny hatte immer behauptet, er würde sich auf sein neues Geschwisterchen freuen, doch leise Zweifel waren immer geblieben. Bella hatte mir mal gestanden, dass er sich oft wie ein Außenseiter fühlte, wenn er mit seinen Schulfreunden zusammen war. Die lebten allesamt mit beiden leiblichen Elternteilen zusammen. Er hatte „nur“ einen Stiefvater und die Angst, dass er sich vielleicht doch zurückgesetzt oder als fünftes Rad am Wagen empfinden könnte, sobald sein Bruder auf der Welt war, spuckte sowohl in Bellas, als auch in meinem Kopf ständig umher.

„Ist…ist er sehr klein?“, wollte er schließlich wissen.

Ich nickte und war ein wenig enttäuscht, weil er nicht die Freude zeigte, die ich gerne an ihm gesehen hätte. Aber ich erwartete wohl zu viel. Danny war selbst noch so klein und das Baby war für ihn einfach nicht greifbar. Man musste ihm Zeit geben, sich an diese neue Situation zu gewöhnen und vor allem an seine Rolle als großer Bruder.

„Soll ich dich zurück in dein Zimmer bringen?“, fragte ich.

„Hmm…ja.“

Ich erhob mich schwerfälliger, als es meinem Alter entsprach und tastete dann nach Danny´s kleiner Hand. Er legte seine Finger zwischen meine und lächelte zaghaft zu mir auf. Ich grinste ihn an und machte eine auffordernde Geste mit dem Kopf.

„Na, dann, komm! Ich bring dich ins Bett und morgen früh fahren wir alle zusammen ins Krankenhaus. Da kannst du dir deinen kleinen Bruder mal ganz aus der Nähe anschauen.“

„Okay…..“ Das war zwar immer noch recht einsilbig, aber zumindest klang dieses eine Wort nicht abweisend. Ich schaute die Treppe hinunter und suchte den Blick meiner Mutter. Sie nickte mir aufmunternd zu, ein stolzes Lächeln auf dem Gesicht. Sofort fühlte ich mich besser und scheuchte Danny spielerisch in sein Zimmer, indem ich ein Wettrennen veranstaltete. Er war natürlich vor mir da und hüpfte mit einem gewaltigen Satz in sein Bett.

„Erster!“, krähte er glücklich und schaute mich aus diesen blitzenden, braunen Augen an, die mich so sehr an Bellas erinnerten.

„Ich schätze, ich muss noch an meiner Fitness arbeiten“, scherzte ich. Danny grinste noch breiter und schob seine nackten Füße unter die Decke. Er war umringt von Stofftieren. Bären, Hasen, Hunden in allen Variationen. Sie alle hatten ihren festen Platz bei ihm gefunden. Ich setzte mich zu ihm an die Bettkante und deutete mit der Hand auf die vielen Kuscheltiere.

„Hast du überhaupt noch Platz zum Schlafen hier drin?“

Meine Stimme klang amüsiert und Danny nickte großzügig.

„Klar, ist doch fast doppelt so groß wie mein altes Bett.“

Neugierig betrachtete ich ihn. Danny war jetzt sechs und schon sehr weit für sein Alter. Sowohl sprachlich, als auch von seinem Wesen her. Bella nannte ihn manchmal ihr kleines „altes“ Kind und ich vermutete, dass er dabei ganz nach ihr schlug. Viel zu vernünftig, auch wenn Danny in den letzten Monaten in punkto Ausgelassenheit ganz schön zugelegt hatte. Ich vermutete, dass es direkt damit zusammenhing, dass er nun mehr Zeit mit seiner Mom verbrachte, als es früher möglich gewesen war. Und ein kleines bisschen hoffte ich auch, dass es auch ein Stück weit mit an mir lag.

„Vermisst du eure alte Wohnung noch?“

Danny überlegte genau, bevor er mir antwortete. Seine Nase kräuselte sich dabei und er wirkte angestrengt. Nach einigen Sekunden schüttelte er den Kopf.

„Ich mag das neue Haus lieber. Der Garten ist voll schön und ich hab so viel Platz zum Spielen. Früher musste ich immer leise sein, damit die Nachbarn nicht böse wurden. Mom hat gesagt, ich kann jetzt so laut sein wie ich will, es hört ja keiner.“

Die kindliche Logik war entwaffnend.

„Da stimmt. Wir haben keine Nachbarn, die sich beschweren können“, bestätigte ich und schwieg dann. Mein Blick war nach unten auf seine Bettdecke gerichtet, weil ich mich fragte, wie er sich jetzt nach der Geburt des Babys fühlen musste. Ich beschloss ihn einfach zu fragen.

„Danny, sag mal, freust du dich eigentlich wirklich auf deinen kleinen Bruder? Weißt du, ich könnte verstehen, wenn es nicht so ist. Du hattest deine Mom immer ganz für dich allein und jetzt musst du sie nicht nur mit mir teilen, sondern auch mit einem neuen Geschwisterchen.“

Danny biss sich auf die Unterlippe und blinzelte unter halbgesenkten, schwarzen Wimpern zu mir hoch.

„Ich freu mich schon….ehrlich…“, erklärte er, stockte dann aber.

„Aber?“ Ich versuchte so sanft wie möglich zu klingen, damit er Vertrauen fasste und mir sagte, was er auch dem Herzen hatte. Danny druckste ein wenig herum, bis es förmlich aus ihm heraussprudelte:

„Denkst du, Mommy hat mich jetzt weniger lieb? Jetzt, wo das neue Baby da ist?“

„Oh Danny, natürlich nicht!“, widersprach ich sofort und griff nach seiner kleinen Hand. Ich drückte sie beruhigend. „Schau, ich bin ja auch kein Experte, aber ich weiß von meiner Mutter, dass es kein Problem ist, seine Kinder gleich stark zu lieben.“

Danny sah mich aus großen Augen an.

„Hast du sie das gefragt?“

Ich nickte.

„Hmm, als ich ungefähr so alt war wie du, wollte ich unbedingt von ihr wissen, wen sie denn lieber hätte. Mich oder Emmett.“

„Und was hat sie gesagt?“ Eifrig beugte sich Danny nach vorne, er war ganz aufgeregt und eine seiner dicken braunen Locken fiel ihm vorwitzig in die Stirn. Ich unterdrückte den Impuls sie ihm zurückzustreichen, weil ich wusste, dass er das nicht leiden konnte.

„Sie hat mir damals erklärt, dass man Liebe nicht messen kann. Sie ist einfach da und egal, wie viele Kinder eine Mutter hat, sie wird immer so viel Liebe in sich haben, um jedes gleich stark lieb zu haben.“ Ernst sah ich ihn an. „Danny, deine Mom liebt dich wirklich über alles und das neue Baby wird nichts daran ändern.“

Danny wirkte aber noch nicht ganz überzeugt.

„Aber Mommy liebt dich und jetzt hat sie ein Baby mit dir. Meinen Dad hat sie nicht lieb. Vielleicht hat sie das Baby von dir lieber als mich, weil mein echter Dad kein netter Mensch ist.“

Danny wusste mittlerweile in groben Zügen über seinen leiblichen Vater Bescheid. Ich seufzte, weil ich nicht wusste, wie ich ihm begreiflich machen sollte, dass es für Bella keinen Unterschied machte.

„Danny, ich kann dir nicht erklären, warum es so ist, aber deiner Mom ist es egal, wer der Vater ihrer Kinder ist. Du bist ihr Sonnenschein und sie liebt dich über alles. Dass Alex jetzt bei uns ist, wird ihre Liebe zu dir noch viel größer werden lassen, weil sie so stolz darauf ist, dass du jetzt ein großer Bruder bist und den kleinen Alex mit uns zusammen beschützen wirst.“

Danny´s Augen fingen an zu leuchten und ich wusste, ich hatte auf den richtigen Schalter gedrückt. Beschützer…das Wort hatte irgendwie eine magische Wirkung auf diesen kleinen Knirps.

„Und wie ich das machen werde“, sagte er überzeugt und hob eine winzige Faust. „Ich verhaue jeden, der Alex was Böses will.“

Doch kaum waren diese Worte raus, erlosch das begeisterte Glühen in seinen braunen Augen und er ließ den Kopf wieder hängen.

„Da ist doch noch etwas. Oder?“ Er sah auf und nickte.

„Wirst du denn jetzt noch Zeit für mich haben?“

Wie vom Blitz getroffen starrte ich in dieses kleine Kindergesicht und war zum ersten Mal in meinem Leben sprachlos.
„Wie kommst du denn auf die Idee, ich könnte keine haben“, hakte ich verblüfft nach.

„Du arbeitest doch immer so viel und jetzt wo das Baby da ist, wirst du noch weniger Zeit haben“, meinte er bedrückt und traute sich kaum mich anzusehen. Das war ihm unverständlicher Weise peinlich und ich hatte ein schlechtes Gewissen, weil ich offenbar komplett darin versagt hatte, Danny zu zeigen, wie verdammt gern ich ihn hatte. Seufzend strich ich ihm durchs Haar und wünschte mir die Zeit zurückdrehen zu können, um es besser zu machen.

„Dass ich viel arbeiten muss, wird sich leider auch in Zukunft nicht ändern, Danny. Darin hast du in jedem Fall recht, aber was das andere angeht….ich werde mir trotzdem noch genug Zeit mit dir zusammen nehmen. Schließlich hab ich dich furchtbar lieb und ich verbringe gerne Zeit mit dir.“

„Heißt das, du übst weiter auf dem Klavier mit mir?“

„Jeden Sonntag, bis du genug hast oder dir die Finger abfallen“, bestätigte ich scherzhaft. Beschwörend hob ich zwei Finger in die Höhe, um meinem Versprechen den nötigen Nachdruck zu verleihen. „Ehrenwort!“, setzte ich noch hinzu. Sicher war sicher.

„Okay, das ist super!“, murmelte er und grinste mich ein bisschen verlegen an.

Fürs Erste war Danny beruhigt und er schlüpfte wieder komplett unter seine Decke und zog sie soweit hoch, dass sie an sein Kinn angrenzte.

„Gute Nacht, Edward“, murmelte er. Die Wärme unter seiner Winnie Puh Bettdecke lullte ihn schon nach kurzer Zeit ein, seine Wangen wurden ganz weich und rosig und die Augenlider immer schwerer.

„Gute Nacht, Danny“, flüsterte ich und steckte die Decke noch mal um ihn herum fest, löschte das Licht und ging hinaus….



Am nächsten Morgen stand ich vor dem Badezimmerspiegel in meinem alten Zimmer und rieb mir ein wenig frustriert über mein übernächtigt wirkendes Gesicht. Mann, sah ich vielleicht scheiße aus! Für einen Moment fragte ich mich schaudernd, was aus dem ehemals so umschwärmten Frauenhelden geworden war. Nicht, dass ich mich in diese Zeit zurücksehnte. Tanyas angeblicher Tod und die schreckliche Zeit danach, wollte ich wirklich nicht nochmal erleben. Auch nicht meine zahllosen Affären. Obwohl ich alles mitgenommen hatte, was nicht bei drei auf den Bäumen war – und das durchaus auch genossen hatte –stellten diese Jahre gleichzeitig die dunkelste Periode in meinem Leben dar. Meine Eskapaden, so amüsant sie teilweise auch gewesen waren, hatten die Leere in mir drin nie füllen können. Erst Bella hatte das geschafft und das so gründlich, dass mich allein schon der Gedanke daran beschämte, ihr so ungepflegt entgegenzutreten.
Entschlossen stapfte ich zur Dusche, rasierte mich anschließend und übersah geflissentlich die dunklen Schatten unter meinen Augen. Zumindest sah ich einem menschlichen Wesen wieder einigermaßen ähnlich und Bella würde sich an meiner müden Visage nicht stören, sondern mir höchstens eine Standpauke halten, weil ich nicht länger geschlafen hatte. Aber verdammt! Wie sollte ich denn schlafen? Ich war Vater geworden….

Tatsächlich konnte ich es kaum erwarten Bella und das Baby endlich wiederzusehen und ich beeilte mich so gut es ging. Beim Anziehen fiel ich fast aufs Gesicht, weil ich aus Versehen mit dem zweiten Bein in das bereits besetzte Hosenbein stieg. Glücklicherweise reagierte ich schnell und bewahrte mich vor einem schmerzhaften Sturz, indem ich mich am Bettrand festhielt, sonst wären dunkle Augenringe zu meinem geringsten Problem geworden. Am Ende bekam ich es doch noch hin mich vollständig in Schale zu schmeißen und ging dann runter ins Frühstückszimmer….


„Edward, Junge, herzlichen Glückwunsch!“, begrüßte mich die freudig erregte Stimme meines Vaters, sobald ich in den Raum trat. Ich blickte in seine Richtung und erkannte in seinen grünen Augen den Stolz darüber, endlich Großvater geworden zu sein. Das Glück stand ihm deutlich ins Gesicht geschrieben. Allerdings amüsierte mich die Lautstärke, mit der Dad mich gerade beglückwünscht hatte. Je älter mein Vater wurde, umso mehr erinnerte er mich an meinen verstorbenen Großvater Magnus. Ich vermisste den alten Seebären und wünschte mir gerade heute ganz besonders, er hätte Bella und die Kinder noch kennengelernt.

„Danke, Dad!“, war meine schlichte Antwort und ich ließ meine Augen einmal quer durchs sonnendurchflutete Zimmer wandern. Meine Mutter saß ruhig und würdevoll am Tisch und hielt eine dampfende Tasse Kaffee zwischen den Händen. Sie zwinkerte mir zu und pustete vorsichtig darüber, ehe sie den Porzellanrand an ihre Lippen setzte und einen kleinen Schluck daraus trank. Außer den beiden und mir, war noch niemand aus der Familie anwesend. Danny schlief noch und Emmett, würde früher oder später sicher noch auftauchen. Ich durfte mich also vorerst auf ein entspanntes Frühstück in Gesellschaft meiner Eltern freuen, ehe ich mit Danny ins Krankenhaus fuhr. Doch das blieb reines Wunschdenken. Bevor ich auch nur einen Schritt auf den Tisch zugehen konnte, hörte ich lautes Poltern und Stimmen. Keine drei Sekunden später fiel Emmett in den Raum ein, gefolgt von einer abgehetzt wirkenden Rosalie, die einen riesigen Blumenstrauß und eine Packung Pralinen auf den Armen balancierte. Jetzt kam richtig Leben in dieses alte Haus.

„Alter, herzlichen Glückwunsch zum Baby, das hast du prima gemacht!“

Grinsend nahm ich Emmetts Glückwünsche zur Kenntnis, der auf mich zugestürmt kam und mich abwechselnd drückte oder mir auf die Schultern schlug, während Rosalie im Hintergrund gequält aufstöhnte.

„Emmett…“, sie verdrehte die Augen, „…eigentlich hatte Bella die ganze Arbeit und Edward hat nur ihr Händchen gehalten und ein dummes Gesicht gemacht.“

Immer noch breit grinsend verbeugte ich mir vor meiner Schwägerin, war aber keineswegs böse über die freche Bemerkung.

„Vielen Dank auch, Rose! Du bist so herzlich wie immer.“

Ihr Lächeln war süßlich, doch ihre blauen Augen ruhten warm auf meinem Gesicht. Auch wenn wir vollkommen unterschiedlich waren und wirklich nicht immer einer Meinung, so verstanden wir uns mittlerweile großartig und solche Neckereien waren an der Tagesordnung.

„Kein Ursache, Edward“, meinte sie ungerührt. „Sag mal, wann genau fährst du ins Krankenhaus?“

„Direkt nach dem Frühstück, beziehungsweise, sobald Danny soweit ist.“

Sie machte ein langes Gesicht.

„Oh, na dann….Dann warten Em und ich noch mit unserem Besuch. Wir wollen sie nicht überfallen, indem wir alle auf einmal auflaufen.“

Genau das zeichnete sie aus. Die Umsicht, mit der sie durchs Leben ging und ihre Sorge um Bellas Wohlergehen. Das und noch viele andere gewinnende Eigenschaften hatten sie mir trotz unserer anfänglichen Schwierigkeiten sympathisch gemacht.

„Ich denke, ihr zwei stört nicht weiter. Bella geht es gut und wenn es ihr zu viel wird, dann merken wir das schon.“

Rosalie schüttelte entschlossen den Kopf.

„Nein, nein, wir teilen uns auf“, beschloss sie rigoros. „Bella will jetzt dich und Danny bei sich haben. Emmett und ich können auch warten. Ich werde solange Alice und Jasper anrufen, denen hast du sicher noch nicht Bescheid gesagt.“

Ich schlug mir mit der flachen Hand gegen die Stirn.

„Verdammt, daran hab ich gar nicht mehr gedacht!“, stöhnte ich. Alice würde mich umbringen, wenn sie mitbekam, dass sie so ziemlich die letzte gewesen war, die von der überstandenen Geburt erfahren hatte. „Kannst du das wirklich für mich übernehmen? Bis ich auf sie treffe, hat sie sich vielleicht wieder beruhigt?“

Rose grinste breit und ihre Augen funkelten diabolisch.

„Hach, ist das schön, dich in der Hand zu haben, Cullen“, hänselte sie mich. „Aber keine Sorge, ich ruf sie an und dann kann ich mich gleich mit ihr absprechen, wer zu welchem Zeitpunkt zu Bella darf.“

„Hey, wir sind auch noch da! Esme und ich wollen das Baby gerne noch sehen, bevor es in den Kindergarten geht!“ Carlisle empörte Stimme brachte alle Anwesenden zum Lachen. Ich konnte gar nicht mehr auf den Einwurf antworten, weil Dobson mit Danny an der Hand hereinspaziert kam. Sobald er mir mich sah, löste er sich von der Hand des weißhaarigen alten Butlers und kam auf mich zugerannt. Ein bisschen aufgelöst und aufgeregt blieb er vor mir stehen und schenkte mir einen erwartungsvollen Blick.

„Fahren wir jetzt zu Mom?“

„Nach dem Frühstück, okay?“ Ich strich ihm über den Kopf und ignorierte sein missmutiges Gemurmel. Er konnte es natürlich kaum erwarten, sich mit eigenen Augen davon zu überzeugen, dass es seiner Mutter gut ging, doch ich wollte Bella noch eine Stunde Ruhe gönnen, bevor wir alle nacheinander bei ihr eintrudelten.



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Die Fahrt in die Klinik verlief ruhig und relativ ereignislos. Kein übermäßiger Verkehr, keine nervigen roten Ampeln und keine Verkehrskontrollen, wie sie in Seattle in letzter Zeit in gehäufter Form vorkamen. Danny selber war recht einsilbig und ich warf immer wieder einen neugierigen Blick in den Spiegel. Er sah nachdenklich aus, aber ausgeglichen. Offenbar hatten meine Beteuerungen letzte Nacht Wirkung gezeigt, denn ich konnte keine Anzeichen von Traurigkeit auf seinem kleinen Kindergesicht erkennen. Das war beruhigend und ich begann mich wirklich auf unser erstes gemeinsames Zusammensein als Familie zu freuen. Bella, Danny, der kleine Alex und ich –wir würden schon bald eine Einheit bilden. Voller Vorfreude bog ich in den Parkplatz ein, stellte den Wagen in der Nähe des Eingangs ab und ging mit Danny an der Hand zum Hauptportal des Krankenhauses. Drinnen steuerten wir direkt auf die wartenden Aufzüge zu. Danny drückte auf den Knopf, die Türen schoben sich zischend auseinander und wir betraten das Innere. Als der Fahrstuhl nach oben abzog und sich das leicht flaue Gefühl in meinem Magen einstellte, das ich dabei immer bekam, spürte ich auf einmal, wie Danny tastend nach meiner Hand griff. Der Bursche klammerte sich fest an meine Finger und ich erwiderte den Druck mit einem beruhigenden Lächeln auf den Lippen.

„Bist du aufgeregt?“

Er nickte.

„Hmmm….“ Kurzes Schweigen. „Edward….was, wenn er mich nicht mag?“

„Warum sollte er dich nicht mögen?“, konterte ich sofort. Er zuckte nur mit den Schultern und schaute betreten auf seine Schuhspitzen. Ich seufzte kaum hörbar. Manchmal wünschte ich mir wirklich, die Gedanken der Menschen lesen zu können. Gerade jetzt hätte ich gerne gewusst, was in seinem Kopf vorging. Endlich hielt der Aufzug im entsprechenden Stockwerk und wir traten gemeinsam heraus. Hand in Hand gingen wir den langen hellen Flur entlang. Am anderen Ende befand sich das einzige bodenhohe Fenster und spendete Licht. Trotzdem war überall die Deckenbeleuchtung eingeschaltet und flutete die langen Gänge zusätzlich mit künstlicher Strahlung. Ich suchte methodisch die Schildchen am Türrahmen nach Bellas Namen ab, um nicht versehentlich daran vorbeizulaufen. Endlich sah ich ihren Namenszug und hielt vor ihrer Tür. Aufmunternd blickte ich zu Danny runter und fragte:

„Bereit?“

„Ja.“

Das klang recht zittrig und ich klopfte entschlossen an.

„Herein!“

Bellas weiche Stimme erklang aus dem Inneren und ich schob die Tür vorsichtig auf. Meine Hände legten sich dann automatisch auf Dannys schmale Schultern und führten ihn behutsam zum Bett, wo Bella in einem Berg von weißen Kissen lag und uns müde anlächelte.

„Hey….“, ihre Stimme klang warm und sie streckte Danny sofort eine Hand entgegen, während das Baby sicher in ihrer anderen Armbeuge schlief. Er ging mit vorsichtigen Schritten auf sie zu und blieb neben ihrem Bett stehen. Ich selbst blieb am Fußende des Bettes stehen und beobachtete das erste Zusammentreffen von Danny mit seinem kleinen Brüderchen. Der kleine Alex schlief, schmatzte aber im Schlaf und sah noch ziemlich faltig aus. Liebevoll glitten meine Augen über jeden Zentimeter dieses kleinen Bündels und ich konnte kaum fassen, dass er gestern noch in Bellas Bauch gesteckt hatte. Mir wurde leicht übel, als ich an ihre Schmerzen zurückdachte, ehe die PDA angefangen hatte zu wirken. Danach wurde es gottlob besser, denn Bella leiden zu sehen, war absolut schlimm für mich gewesen, weil ich ihr nicht helfen konnte. Noch nie hatte ich mich so hilflos gefühlt. Ihre Augen streiften mich kurz, als würde sie jeden einzelnen meiner Gedanken kennen und sie schenkte mir einen so liebevollen Blick, dass ich die Tränen der Rührung runterschlucken musste. Danach wandte sie sich wieder Danny zu, der stumm neben ihrem Bett stand und nicht so recht wusste, was er tun oder sagen sollte.

„Hi Mommy“, flüsterte er schließlich leise und wirkte so unglaublich unsicher, dass sich mir vor Mitleid das Herz zusammenzog. Langsam verstand ich, was in Eltern vorging, wenn sie der Meinung waren, dass es dem Kind nicht gut ging. Es war ein unerträgliches Gefühl und ich wünschte mir nichts mehr, als Danny seine Angst zu nehmen. Seine Augen wanderten indessen wie von allein zu seinem schlafenden Brüderchen.

„Er ist ja ganz rot im Gesicht“, meinte er, nachdem er beinahe eine Ewigkeit lang auf das Baby in Bellas Arm gestarrt hatte. Weder sie noch ich hatten es bis jetzt gewagt, auch nur einen Ton zu sagen. Jetzt schaute er ängstlich zu seiner Mutter. „Geht es ihm nicht gut?“

Sie atmete hörbar aus und strich ihm sanft über die Wange.

„Ihm geht es prima, Danny. Alle Babys sind in den ersten Tagen ein bisschen rot und faltig.“

„War ich das auch?“

Sie lachte warm.

„Oh ja, ich zeig dir gerne ein paar Bilder, wenn wir wieder daheim sind.“ Sie klopfte neben sich auf die Matratze. „Komm, leg dich neben mich, Liebling.“

Das ließ er sich nicht zweimal sagen. Mit Schuhen schob er sich neben Bella und legte sich seitlich neben sie. Sein Kopf ruhte an ihrer rechten Brust und er hatte einen guten Blick auf seinen Bruder.

„Du darfst ihn gerne anfassen, wenn du magst?“, forderte sie ihn lächelnd auf. Danny streckte ganz vorsichtig einen Finger aus und strich behutsam über die weiche Babywange. Als der winzige Knirps protestierend das Gesicht verzog, zuckte Danny erschrocken zurück, doch Alex wachte nicht auf, sondern machte nur lustige Grimassen, während er seelenruhig weiterschlief. Die Geburt war nicht nur für Bella und mich aufregend gewesen. Auch für so ein kleines Lebewesen war es enorm anstrengend den Weg hinaus in eine fremde Welt zu finden, nachdem es monatelang nur die Wärme und die Enge des Mutterleibes gekannt hatte.

Nachdem er noch ein bisschen gewartet hatte, wagte Danny einen neuen Versuch und streichelt erneut die Wange des Babys. Plötzlich öffnete Alex die Augen, die jetzt noch blau waren, aber sicher schon bald eine neue Tönung annehmen würden. Welche genau, würde sich noch rausstellen. Ich hoffte auf das wunderschöne Braun von Bellas Seite, während sie von einem grünäugigen Lausbuben träumte. Langsam kam ich um das Bett herum und beobachtete ebenso wie Bella, den ersten Blickkontakt der beiden Brüder. Obwohl Alex eigentlich noch viel zu klein war, um schon etwas zu fixieren, bekam man den Eindruck, als würde er Danny genau betrachten. Mit wachem Ausdruck heftete er seinen zufriedenen Blick auf Danny und auch der konnte seine Augen gar nicht von seinem kleinen Bruder abwenden. Es war eindeutig bei beiden Liebe auf den ersten Blick.

„Ich glaub, er lächelt mich an!“, rief er begeistert und wirkte total aufgeregt. Weder Bella und ich hätten ihm jemals diesen besonderen Augenblick verdorben, indem wir ihm erklärt hätten, dass so kleine Babys noch nicht lächeln konnten, sondern höchstens ihre Mimik verzogen.

„Er hat dich eben gern“, meinte ich leise und setzte mich vorsichtig an die Bettkante, schlang einen Arm um Bellas Schultern und küsste sie liebevoll auf die Stirn. Sie schloss selig die Augen und schenkte mir ein dermaßen seliges Lächeln, dass ich vor lauter Glück am liebsten geplatzt wäre.

„Guten Morgen, Liebes“, murmelte ich an ihrer Haut, nicht bereit mich schon von ihr zu lösen.

„Guten Morgen“, erwiderte sie schlicht.

Ich machte es mir neben ihr bequem, beobachtete meine Frau, meine beiden Kinder und war einfach nur unendlich froh darüber, diese drei Menschen in meinem Leben zu haben. Das Glück hatte viele Gesichter, meines hatte begonnen, als ich vor einer gefühlten Ewigkeit, einer Frau mit wundervollen braunen Augen und einem liebevollen Herz begegnet war. Bella. Sie hatte mich mit ihrer Kraft und ihrer Stärke beeindruckt und mein armseliges, totes Herz wieder zum Schlagen gebracht. Jetzt würde unsere Liebe weiterleben, in unseren Kindern und Enkelkindern, die hoffentlich eines Tages das gleiche Glück verspüren durften, das mich in diesem Moment bis zum Bersten erfüllte.