Inhalt:

Bella Swan ist alleinerziehende Mutter eines fünfjährigen Sohnes. Mit zwei Stellen hält sie sich grad so über Wasser. Tagsüber arbeitet sie in einem Schnellrestaurant und am Wochenende in einem angesagten Club. Dort lernt sie Edward Cullen kennen. Der ist reich, gelangweilt und eiskalt. Er macht Bella ein unverschämtes Angebot. Gegen Bezahlung soll sie seine Geliebte werden. Empört lehnt sie dies ab........ Pairing Bella/Edward

© by Vivian (Die Charaktere gehören Stephenie Meyer)

Donnerstag, 25. November 2010

Kapitel 61 - Versprechungen

Bellas POV
Nach Tanyas Geständnis über die wahren Beweggründe ihrer Rückkehr, herrschte eine unangenehme Stille zwischen uns. Sie sah regungslos aus dem Fenster und wirkte dabei äußerst nachdenklich. Ich selbst fixierte die Tür und wartete auf Edwards Rückkehr. Auf der einen Seite sehnte ich mich nach seinem Anblick, doch der größere Teil von mir fürchtete sich vor unserer bevorstehenden Konfrontation. Sie ließ sich nicht vermeiden und ich war froh über die kurze Schonfrist, ehe ich Edward zur Rede stellen wollte. Dieses Gespräch würde zuhause unter vier Augen stattfinden und ganz sicher nicht, solange Tanya sich in einem Raum mit uns befand.

Die Minuten schlichen im Schneckentempo dahin und ich tippte nervös mit dem Absatz meines Schuhs auf dem Boden herum. Glücklicherweise wurde das Geräusch vom dicken Teppichboden verschluckt. So konnte Tanya dieses eindeutige Zeichen meiner Nervosität nicht hören. Es wäre mir peinlich gewesen, schließlich sollte sie doch diejenige sein, die ihre Nerven nicht im Griff hatte. Stattdessen wirkte sie aber wie die Ruhe selbst, während es in mir brodelte. Verstohlen beobachtete ich sie. Tanya wirkte irgendwie entrückt, als wäre sie gar nicht mehr richtig anwesend. An wen oder was dachte sie gerade? An Edward, oder vielleicht doch an Irina?  Mir war nicht klar, wie viel sie tatsächlich noch für Edward empfand und das machte mich wahnsinnig. Trotzdem war ich zu stolz um nachzufragen, weil ich ihr keinesfalls den Eindruck vermitteln wollte, ich würde sie in irgendeiner Weise als Konkurrenz ansehen. Sie sollte mich als selbstsicher in Erinnerung behalten, wenn sie dieses Büro verließ  und nicht als eifersüchtige und verunsicherte Ehefrau.

Meine Ansage um Edward zu kämpfen, war nicht nur so dahingesagt gewesen. Ihn einfach Tanya zu überlassen und kampflos das Feld räumen, kam überhaupt nicht in Frage. Sie hatte zwar vorhin beteuert, sie würde keinen Versuch starten ihn zurückzugewinnen, doch wer garantierte mir, dass sie nicht trotzdem irgendwann beschließen würde ihn sich zurückzuholen.

Sie hatte ja indirekt zugegeben, dass sie durchaus noch tiefe Gefühle für ihn hatte. So tief sogar, dass sie ihre jahrelange Beziehung zu Irina zerstört hatten. Es war weder für mich noch für Tanya absehbar,  wie Edward reagieren würde, wenn er davon erfuhr. Er glaubte ja immer noch, dass Tanya kein Interesse an Männern hatte, doch ich wusste es besser. Sie machte die Liebe nicht vom Geschlecht abhängig und sie war immer noch eine Gefahr für meine Ehe, ob tot oder lebendig. Edwards Verhalten heute Vormittag war  vielmehr schon ein sicheres Zeichen dafür gewesen, dass er sich keineswegs von ihr gelöst hatte. Sollte er mitbekommen, dass er rein theoretisch derzeit Chancen bei ihr hatte, dann….Ich mochte gar nicht mehr darüber nachdenken. Mein größtes Problem bestand darin, dass ich nicht den blassesten Schimmer hatte, was jetzt in ihm vorging. Die Grenzen zwischen Richtung und Falsch, zwischen Freundschaft, Liebe und Trauer verschwammen zu einem See aus unerfüllten Wünschen und Träumen. Ich konnte nur hoffen und beten, dass Edward sich nicht kopfüber hineinstürzen würde.

Die Tür schwang auf und ich atmete unbewusst auf, froh darüber, durch seinen Anblick ein wenig von meinen pessimistischen Anwandlungen abgelenkt zu werden. Leider waren die ein Teil von mir. Ich hatte noch nie zu der „Alles wird gut“ Fraktion gehört, dafür war in meinem Leben zu viel schiefgegangen. Leise schloss er die Tür hinter sich und ging ein paar Schritte in den Raum hinein. Die Sonne schien durch die Fenster und verursachte rötliche Reflexe auf seinem bronzenen Haarschopf. Er wirkte abgekämpft und müde, als er sich durchs Haar fuhr.

„Ich habe alles Notwendige veranlasst“, sagte er knapp. „Kein Reporter wird unser Grundstück betreten, ohne dass wir es erfahren. Zumindest zu Hause sind wir vor ihnen sicher.“

Ich lächelte bitter. Wie er das sagte. Zu Hause. Es war nicht mal unseres, denn das Haus war immer noch nicht fertig und Edward hatte es auch nicht sonderlich eilig, endlich dort einzuziehen. Bisher hatte er sich nur mäßig  an den Vorbereitungen beteiligt und das meiste mir und seiner Mutter überlassen. Er  hatte dieses Haus ja eigentlich nie haben wollen und  nur meinem Wunsch nachgegeben. Deswegen hatte ich sein Desinteresse toleriert, obwohl es mich schon geärgert hatte. Ich hatte es mir einfach als ein Zeichen männlicher Sturheit  schöngeredet. Heute, war es nur ein weiterer Punkt auf meiner Liste, die ich ihm später unter die Nase reiben würde. In mir hatten sich so viele Dinge aufgestaut, die ich in mich hineingefressen hatte, weil ich keinen Streit provozieren wollte. Jetzt hatte ich beinahe das Gefühl zu platzen, wenn ich diesen Ballast nicht bald loswerden würde.

„Schön, dann können wir ja gehen“, meinte ich schließlich gespielt gleichmütig. „Ich will so schnell es geht zu Danny.“ Ich sah Edward direkt in die Augen. Er hatte aber Mühe meinem Blick standzuhalten. Na großartig! „Kommst du auch, oder….“, ich sah zu Tanya, „….oder bleibst du hier?“

Natürlich zwang ich ihn mit dieser Frage, Tanya aus dem Büro zu komplimentieren. Ich sah ganz deutlich, dass es ihn ankotzte, dass ich es ihm nicht selbst überlassen hatte, sie möglichst schonend aus dem Büro zu bitten. Es bereitete mir aber eine geradezu perverse Freude, ihn durch diese Frage in Verlegenheit zu bringen. Provokant versenkte ich meine Augen in seinen grünen und öffnete leicht die Lippen. Ich fixierte ihn genau, abwartend und gespannt darauf, wie er reagieren würde. Komm schon Edward, dachte ich angespannt. Sag es! Es ist doch wirklich nicht schwer. Zeig mir, zu wem du gehörst.

„Tanya“, hörte ich ihn schließlich sagen, er sah sie aber nicht an, sondern erwiderte stattdessen meinen Blick, „ich muss dich bitten zu gehen. Du wirst verstehen, dass wir jetzt schnellstens zu Danny müssen.“ Er machte eine Pause und senkte den Kopf für einen Moment, als würde er gerade eine wichtige Entscheidung treffen. Neugierig darauf, was er noch zu sagen hatte, legte ich den Kopf schräg. Worüber dachte er so angestrengt nach? Endlich hob er wieder den Kopf, seine Miene entschlossen und die nächsten Worte sehr genau abwägend, ehe er sprach. Wieder war sein Blick ausschließlich auf mich gerichtet. „Wir sollten uns nicht mehr wiedersehen und die Vergangenheit ruhen lassen, Tanya. Ich habe ein neues Leben begonnen. Du solltest versuchen das Gleiche zu tun. “

Tanya, die seit seinem Eintreten noch kein Wort gesprochen hatte, lächelte schmerzlich, aber keineswegs überrascht.

„Ich glaube, das wäre wirklich am Besten“, stimmte sie ihm zu und warf Edward einen unsagbar traurigen Blick zu, bevor sie sich an mich wandte. „Es tut mir ehrlich leid, dass ich euer Leben so durcheinandergebracht habe. Vielleicht könnt ihr mir eines Tages verzeihen.“ Sie wandte sich an Edward und ging auf ihn zu. Wenige Zentimeter  blieb sie vor ihm stehen und hob die Hand  an seine Wange. Dabei warf sie mir einen entschuldigenden Blick zu, als wollte sie schon im Voraus Absolution für das, was noch kommen würde. „Leb wohl, Edward!“, flüsterte sie heiser und voller Zärtlichkeit. „Wenigstens weiß ich jetzt, dass es dir gut geht und du eine wirklich wundervolle Frau gefunden hast. Dein Glück ist alles, was ich mir noch wünsche, nachdem ich dir solche Schmerzen zugefügt habe und mit ihr“, sie sah zu mir rüber, „wirst du es finden. Hoffentlich kannst du mir eines Tages verzeihen, was ich dir angetan habe.“ Sie ließ die Hand sanft über Edwards glattrasierte Wange gleiten. „Ich habe dich damals wirklich geliebt und ein Teil von mir wird das immer tun, auch wenn es nicht gereicht hat, um bei dir zu bleiben. Ich werde mein Leben lang mit einem Lächeln im Herzen an dich zurückdenken. Leb wohl!“, wiederholte sie mit tränennassen Augen.

Wie festgefroren beobachtete ich, wie sich Tanya auf die Zehenspitzen stellte und ihn zart und sehr kurz auf den Mund küsste. Danach griff sie vorsichtig hinter sich und nahm ihre Handtasche an sich, um dann mit  unsicheren Schritten Richtung Tür zu gehen. Sie schwankte beinahe. Edward, der keinen Ton mehr gesprochen hatte und ihr wie versteinert hinterher starrte,  hielt sich offenbar nur mit Mühe davor zurück ihr helfend unter die Arme zu greifen. Unwillkürlich  machte er einen Schritt nach vorne und streckte seine Hand nach ihr aus…. doch ein Blick auf mich und er stoppte sofort. Traurig beobachtete ich, wie es ihm beinahe körperliche Schmerzen zu bereiten schien Tanyas Abgang zu verfolgen. Oh Gott, was geschah hier? Warum hatte sie immer noch solche Macht über ihn? Nach all den Jahren. Er hatte mir doch so glaubhaft versichert, er würde sie nicht mehr lieben. Obwohl….nein. So ganz stimmte das nicht. Er hatte mir gesagt, er würde MICH lieben, was sicherlich auch der Wahrheit entsprach. Aber seine Aussage, er würde nichts mehr für sie empfinden, war gelogen gewesen. Sein ganzes Verhalten, seine Körpersprache und seine Mimik zeigten etwas anderes. Die Tür schloss sich hinter Tanya  und Edward sah wieder zu mir. Sein betretener Gesichtsausdruck sprach Bände, als er merkte, wie aufmerksam ich ihn beobachtet hatte.

„Liebes…“ , setzte er an.

Sie war weg und ich wieder die Nummer Eins. Wenn das nicht wundervoll ist, dachte ich voll beißendem Sarkasmus.

„Nicht jetzt!“, bat ich ihn leise. „Bitte erspar mir das. Lass uns einfach fahren.“

Ohne ihn eines Blickes zu würdigen, ging ich an ihm vorbei und verließ sein Büro. Mit stolz erhobenem Kopf lief ich an einer peinlich berührten Miss Dawson vorbei, und wartete bei den Aufzügen auf ihn. Gemeinsam betraten wir den beengten Raum, ohne uns anzusehen. Wie zwei Fremde standen wir nebeneinander, hörten die gleiche einschläfernde Fahrstuhlmusik und beobachteten anhand der leuchtenden Knöpfe, wie sich der Aufzug unaufhaltsam nach unten bewegte. Das Schweigen zwischen uns war furchtbar und ich war froh, als wir endlich unten waren. Ich folgte Edward in der Tiefgarage zu seinem Wagen und stieg ein.

Immer noch sprach ich kein Wort und tat es auch während der gesamten Fahrt nicht. Edward warf mir immer wieder Seitenblicke zu, traute sich aber nicht mich anzusprechen. Meine bewusst abweisend gehaltene Miene war Grund genug für ihn, es nicht zu probieren. Seine ganze Arroganz, die normalerweise ein fester Teil seines Charakters war, sein unglaubliches Selbstbewusstsein und seine unnachahmliche Kaltschnäuzigkeit waren ihm gerade völlig abhanden gekommen, sodass ich zumindest für den Augenblick die Oberhand hatte. Wie durch ein Wunder blieben wir  auf der Rückfahrt von Paparazzi verschont und kamen unbehelligt am Cullen – Anwesen an. Ich stieg so schnell ich konnte aus dem Fahrzeug, und stolzierte zur Eingangstür. Auf Edward wartete ich nicht.

Dobson ließ mich ein.

„Mrs. Cullen, Ihr Sohn ist schon bei seinen Großeltern“, teilte er mir mit und sah dann zu Edward, der gerade hinter mir auftauchte. Sofort wurde seine freundliche Miene abweisend.

„Mr. Cullen“, sprach er ihn ungewohnt förmlich an. „Heute haben einige Reporter angerufen und um Stellungnahme wegen Miss Denalis Rückkehr gebeten. Ich habe sie an die Presseabteilung des Unternehmens verwiesen. Master Daniel ist glücklicherweise gesund und munter hier angekommen. Mister Whitlock und seine Verlobte waren so freundlich ihn hier abzuliefern. Er ist also mit keiner dieser Personen“, er spuckte das Wort geradezu aus, „in Berührung gekommen.“

Was nicht dir zu verdanken ist, fügten Dobsons Augen stumm und anklagend hinzu. Ich musste lächeln. Guter Dobson! In ihm hatte ich wirklich einen Freund gefunden. Edward war ja nicht blöd und spürte die Ablehnung, die ihm so unverhohlen von dem langjährigen Bediensteten entgegenschlug. Die Schlinge um seinen Hals zog sich immer enger zu, doch ich würde trotz meiner unendlichen Liebe zu ihm dafür sorgen, dass er den Strick heute noch viel deutlicher zu spüren bekam. Abschied hin oder her. Er würde heute Farbe bekennen müssen.

„Dobson“, sagte ich besänftigend und sofort hellte sich sein Gesicht auf. „Ich danke Ihnen für die Information. Wir gehen gleich hinauf.“ Ich drehte mich zu Edward und richtete das erste Mal seit wir sein Büro verlassen hatten, das Wort an ihn. „Kommst du?“

Er nickte.

„Natürlich.“

Wir hörten schon durch die geschlossenen Türen Dannys Gelächter und ich stieß sie erleichtert auf, als wir davor standen. Mein Sohn erblickte mich sofort und grinste.

„Hi, Mom!“, kam es von ihm. Er machte aber keinerlei Anstalten mir ängstlich in die Arme zu rennen, sondern er war wie immer. Ich ging zu ihm und drückte ihn erleichtert an mich. Wenigstens Danny hatte keinen Schaden genommen.

„Hallo, mein Schatz“, flüsterte ich an seiner weichen Kinderwange. Prüfend strich ich ihm sein Haar aus der Stirn und musterte ihn besorgt. „Alles okay?“

Danny legte den Kopf schräg.

„Klar! Alice und Onkel Jazz haben mich heute abgeholt“, erklärte er stolz. „Ich durfte vorne sitzen, wie die Erwachsenen.“

Mir wurde ganz anders. Jasper hatte natürlich nicht ohne weiteres einen Kindersitz parat, woher auch. Daran hatte ich gar nicht mehr gedacht. Gott, was da alles hätte passieren können.

„Das war aber eine absolute Ausnahme, mein Liebling. Ich musste etwas ganz furchtbar Dringendes erledigen, deswegen haben die beiden dich geholt“, schlängelte ich mich mit Halbwahrheiten durch. Richtig gelogen war es ja nicht, aber die richtige Version würde ich ihm ganz sicher nicht auf die Nase binden. Keiner konnte mir aber garantieren, dass sich sowas wie heute nicht wiederholen würde. Die Cullens standen nun mal leider im Licht der Öffentlichkeit und mit diesen Pressemenschen würden wir wohl in Zukunft immer wieder zu tun haben. Doch so etwas wie heute, durfte sich auf keinen Fall wiederholen. Das Schuldgelände war öffentlich und es war nicht verboten sich in der Nähe des Schulhofes aufzuhalten. So waren leider die Tatsachen, was wohl im Endeffekt bedeuten würde, dass er nicht mehr dort hingehen konnte. Zumindest nicht, bis Gras über die Sache gewachsen war.

Ich seufzte müde. Wieder eine Veränderung, die für einen kleinen Kerl nicht einfach zu verkraften sein würde. Seit ich mit Edward verheiratet war, waren die Dinge nur noch schwieriger geworden und nicht wie gedacht einfacher. Ich hatte jetzt zwar Zeit für Danny, konnte sie aber aufgrund der sich überschlagenden Ereignisse nicht genießen. Ständig war ich mit anderen Dingen beschäftigt. Mit mir selbst, mit Edward, mit Tanya, der Presse und auch mit meiner Unzufriedenheit über den Lebensstil, den ich jetzt gezwungenermaßen führen musste.

Schluckend sah ich mich um, registrierte diesen unglaublichen Luxus und diese Eleganz um mich herum. Ich sah Esme und Carlisle, die mich besorgt betrachteten. Sie passten so perfekt in diese Umgebung, genau wie Edward. Ernüchtert blickte ich an mir herab. Ich hatte mich heute Morgen nicht sonderlich aufgedonnert, ich wollte ja nur zu Alice. Eine normale Jeans und ein dunkelblauer Pullover mit V-Ausschnitt. Dazu schwarze Schuhe mit einem stinknormalen Absatz. Alles in allem wirkte ich keineswegs wie die Frau eines millionenschweren Unternehmers, sondern immer noch wie eine Kellnerin in einem Schnellrestaurant. Ich passte im Grunde nicht hierher. Nicht so, wie es Tanya getan hätte. Bis jetzt hatte ich das ignoriert und mir  Mühe geben mich anzupassen. Aber alles lief aus dem Ruder. Mein Leben war ein einziges Chaos und ich wusste einfach nicht mehr weiter.

Auf einmal wurde mir furchtbar heiß, alles fing an sich zu drehen und ich hatte das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen. Der Raum begann vor meinen Augen zu verschwimmen und ich fixierte angestrengt die zartgelben Gardinen, welche die bodenlangen Fenster säumten. Ein Windhauch aus einem der gekippten Fenster, brachte sanfte Bewegung in die wogenden Stoffmassen. Mich darauf zu konzentrieren, half ein wenig den Schwindel zu bekämpfen.

„Bella, ist alles in Ordnung?“, hörte ich Edward besorgt fragen. Er hatte sanft meinen Arm genommen und hielt mich fest, nachdem ich mich schwankend erhoben hatte.

„Das ist der Schock!“, murmelte Esme. Ihre Stimme war so weit weg.

„Danny, hilfst du mir dabei einen Kuchen für deine Mom zu backen“, sagte meine Schwiegermutter betont fröhlich. „Sie freut sich bestimmt und in der Zwischenzeit kann sie sich ein bisschen ausruhen.“

„Oh fein!“, rief Danny begeistert. Er liebte es den Kuchenteig aus der Schüssel zu kratzen und seine freudige Reaktion zeigte, dass er keinen Schimmer von der angespannten Lage hatte . Ein Glück. „Bis später.“

Er ging plappernd  an Esmes Hand  aus dem Wohnzimmer. Die Tür schloss sie lautlos und ich war mit den Männern allein.

„Edward, du solltest Bella auf euer Zimmer bringen“, befahl Carlisle. Selten hatte er sich so rigoros angehört, wie in diesem Augenblick. „Ich werde dafür sorgen, dass NIEMAND euch stören kann.“

Das Wort „Niemand“ war genau wie bei Dobson die pure Anklage. Offensichtlich wusste hier jeder Bescheid. Nur bei Carlisle hatte ich nicht damit gerechnet, dass er böse werden würde, wenn Edward sich zu sehr mit Tanya beschäftigte.

„Dafür wäre ich dir sehr dankbar, Dad“, antwortete Edward kühl. Es war ihm sichtlich unangenehm so abgekanzelt zu werden. Es war nicht schön im Fokus der allgemeinen Feindseligkeit zu stehen.  Für mich war es irgendwie tröstend, dass sie so zu mir hielten. Vielleicht ….

Ich schrie auf, als ich plötzlich den Boden unter den Füßen verlor. Edward hatte mich einfach auf seine Arme gehoben.

„Lass mich runter!“, schimpfte ich erbost. Ich war doch kein kleines Kind mehr.

„Du kannst ja kaum noch stehen“, antwortete er und machte keine Anstalten mich wieder auf die Füße zu stellen. „Hör auf zu schimpfen und lass mich dich in unser Zimmer tragen. Okay? Danach kannst du wieder deine geballte Wut auf mich rauslassen.“

Da ich nicht vorhatte vor Carlisle eine bühnenreife Szene hinzulegen, schwieg ich beleidigt und ließ mich von meinem Ehemann in unser Schlafzimmer bringen. Stur starrte ich an ihm vorbei und ignorierte ihn so gut ich konnte. Der Weg in unser Schlafzimmer kam mir ewig lang vor, dabei befand es sich nur eine Etage höher. Endlich öffnete er die Türe und legte mich drinnen vorsichtig auf dem Bett ab. Edward setzte sich neben mich, ehe ich ausbüchsen konnte und stützte die Arme links und rechts von mir  ab. Ich war gefangen zwischen Bett und seinem Körper. Ernst sah Edward auf mich hinunter und bat mich mit seinen Augen um Verzeihung. Ich war nicht in der Lage auch nur einen Ton rauszubringen, zu sehr verwirrte mich seine Nähe.

„Bella, bevor du irgendetwas sagst, möchte ich zuerst sprechen“, fing er an. Still lag ich unter ihm und traute mich kaum zu atmen. Wenn ich ehrlich war, wollte ich gar nichts hören, doch feige war ich noch nie gewesen und so hörte ich ihm doch zu.

„Liebes, ich möchte mich bei dir entschuldigen.  Was ich heute getan habe,  war einfach nur rücksichtslos und wird nicht mehr vorkommen. Bitte…Bella…du musst mir glauben, dass ich keine Erklärung dafür habe, warum ich nicht ans Handy bin. Es ist alles so schnell passiert, dass ich nicht daran gedacht habe, was Tanyas Fernsehauftritt alles nach sich ziehen würde. Sie stand plötzlich in meinem Büro, hat fürchterlich geweint und wirres Zeug geredet über ihre Mutter, von einem nicht abgesprochenen Interview und dass alles von vorne losgeht. Sie hat so verzweifelt ausgesehen und ich habe es einfach nicht über mich gebracht….“

„Stop!“ Ich hob abwehrend eine Hand. Es war genug. „Was dich dazu veranlasst hat mich und Danny einfach zu vergessen, ist mir egal, hörst du? Du hast dein Wort nicht gehalten. Denkst du, ich bin bescheuert und weiß nicht, was das zu bedeuten hat. Sie war in diesem Augenblick alles woran du denken konntest, Edward. An mich und Daniel hast du nicht einen Gedanken verschwendet. So sieht`s aus.“

„Ich liebe dich, zählt das denn gar nicht?“

Ich lachte zynisch.

„Du hast eine merkwürdige Art deine Liebe zu zeigen, Edward. Weißt du, manchmal reichen schöne Worte nicht aus. Sie war dir wichtiger als alles andere, als sie vor dir gestanden hat. Was sagt das über dich…nein, über uns aus. So weit kann es mit deiner Liebe nicht her sein.“

Edward machte einen sehr betroffenen Eindruck.

„Bella, diesen Eindruck wollte ich dir wirklich nicht vermitteln. Scheiße, ich liebe dich wirklich. Ich habe keine Ahnung was heute Morgen mit mir los war, warum ich so reagiert habe. Aber eins weiß ich mit absoluter Sicherheit“, flüsterte er eindringlich. Er nahm mein Gesicht zwischen seine Hände und neigte den Kopf. Aus kürzester Entfernung verschmolzen unsere Blicke. „Du bist mein Ein und Alles, auch wenn ich es dir momentan nicht so zeige, wie du es verdient hättest. Bitte glaub mir, wenn ich dir sage, dass ohne dich alles keinen Sinn hätte. Nicht die Firma, nicht mein Leben, einfach gar nichts.“ Er stockte kurz und fuhr dann fort. „ Ich liebe dich. Ich liebe dich dafür, dass du so fürsorglich bist, so liebevoll und warm. Und doch bist du dabei so sexy wie keine andere. Ich begehre dich in jeder wachen Sekunde, Bella, und sehne mich nach deinen Lippen, nach deinem Körper und deinem Lachen. Du liebst ohne Hintergedanken, ohne Forderungen und bist die geduldigste und reizendste Person, die ich jemals getroffen habe. Ich weiß, dass du mich niemals verlassen würdest, so wie sie es getan hat, und dafür liebe ich dich am Meisten.“

Bebend lag ich da und konnte kaum einen klaren Gedanken fassen. So deutlich hatte er sich noch nie geäußert. Doch sein letzter Satz stimmte mich nachdenklich.

„Bleibst du deswegen bei mir, weil du glaubst, dass ich dich nicht verlassen werde?“

Er lächelte leicht.

„Nicht doch. Das ist nur einer der Gründe. Fakt ist, dass ich ohne dich nicht mehr leben kann. Wenn Tanyas Tod mich für Jahre aus der Bahn geworfen hat, dann würde ein Leben ohne dich mich schlichtweg umbringen.“ Zart berührte er mit dem Mund meine zitternden Lippen. Sein Atem wurde zu meinem und hauchte mir neue Kraft ein. Dieser Austausch erzeugte ein lebendiges Vibrieren in meinem Inneren. Als würde er eine neue unbekannte Kraft in mir zum Leben erwecken. Doch so schön es auch war, so viel mir seine Liebeserklärung auch bedeutete, es änderte nichts an den Tatsachen, die zum jetzigen Zeitpunkt unser Leben überschatteten. Sanft schob ich ihn von mir weg und setzte mich auf.

„Du machst dir das zu einfach, Edward. Ich weiß, dass du mich liebst“, erwiderte ich sehr leise. „Das Problem sind nicht deine Gefühle für mich, sondern deine Gefühle für Tanya. Sie sind immer noch da und das viel stärker, als ich bisher angenommen hatte. Ich habe keine Lust immer darauf zu warten, dass du sie eines Tages vielleicht nicht mehr unterdrücken kannst oder willst. Ich brauche Klarheit, in jeder Hinsicht. Ich will keine Angst haben müssen, dass du beim nächsten Streit zu ihr rennst und dich trösten lässt.“

Edward starrte an mir vorbei aus dem Fenster. Schweigend musterte ich sein schönes Gesicht. So viele Emotionen spiegelten sich gerade darin, ich konnte sie nicht deuten, obwohl ich mir wirklich die größtmöglichste Mühe gab.

„Edward. Bitte sei ehrlich“, bat ich ihn eindringlich. „Sag mir, was du für Tanya fühlst.“

Er vergrub seine Hände in den Haaren, bis sie wild in alle Richtungen abstanden. Am liebsten hätte ich glättend und tröstend darüber gestrichen. Er wirkte so verzweifelt und ruhelos, wie ich mich fühlte.

„Ich weiß es doch auch nicht, Bella. Ich habe immer noch den Drang sie zu beschützen“, gestand er. Edward schüttelte unwillig den Kopf. „Ich weiß, es ist nicht richtig. Sie hat mich verarscht von vorne bis hinten.“

„Und trotzdem kannst du sie nicht vergessen“, beendete ich flüsternd seinen Satz. Ich sprach eher zu mir, als zu ihm. So qualvoll diese Worte auch für mich waren, sie mussten ausgesprochen werden.

„Nein…“ Edwards leise Bestätigung gab mir den Rest.

„Bitte lass mich allein“, flüsterte ich tonlos.

„Bella…. Schick mich nicht weg. Bitte, lass mich wenigstens jetzt für dich da sein.“

„Obwohl du mir gerade bestätigt hast, dass du sie noch liebst.“

Er warf frustriert die Hände nach oben.

„Warte, dreh mir nicht die Worte im Mund um. Ich habe noch Gefühle für sie, das kann ich nicht leugnen. Aber das ist keine Liebe, Bella. Ich will mit dir zusammen sein.“ Er zog mich gegen meinen Willen an sich. Meine Arme stemmten sich gegen seine Brust, doch sein Griff um meinen Körper klemmte sie zwischen uns ein. Er keuchte.

„Dich will ich….nur dich.“

Er presste den Mund hungrig auf meine Lippen, so fest, dass es beinahe wehtat. Er brachte mit diesem Kuss all seine Qual und seine Leidenschaft zum Ausdruck. Ich konnte ihm kaum widerstehen und teilte hilflos den Mund. Die süße Berührung unserer Zungenspitzen löste meine Anspannung für einen kurzen Moment und ich ließ mich fallen. Leidenschaftlich küssten wir uns und vergaßen für ein paar Augenblicke all unsere Probleme. In Edwards Armen war ich zuhause und ich klammerte mich verzweifelt an die Hoffnung, dass nun alles gut werden würde. Ich wollte kämpfen. Ich musste kämpfen! Wenn ich jetzt schon aufgab, war dann meine Liebe nicht genauso wenig wert, wie die von Tanya? Nach einer Weile wurde sein harter Griff sanfter, seine Küsse  bekamen eine unglaublich zärtliche Note.

Fast schon spielerisch neckte er mich mit seiner Zungenspitze, entzog sich mir immer wieder, bis ich sie schließlich mit meinem Mund wieder anfing. Meine Hand lag dabei die ganze Zeit an seinem Nacken und spielte mit den feinen Härchen. Die Hitze seiner Haut erwärmte meine eiskalten Fingerspitzen und sein erlöstes Stöhnen in meinem Mund, ließ mich zittern. Edward war für mich Himmel und Hölle zugleich. Er versprach die schlimmsten Qualen für mein Herz und schenkte mir zeitgleich die wunderbarsten Glücksmomente. Nur er war imstande, eine solche Palette an unterschiedlichsten Stimmungen und Gefühlen in mir heraufzubeschwören. Edward gehörte nicht nur mein Herz, sondern auch meine Seele. Ohne ihn wäre ich einfach nur eine atmende, sprechende, aber ansonsten leere Hülle. Sollte er mich eines Tages doch verlassen, dann würde es kein Mann jemals schaffen seinen Platz einzunehmen. Einen zweiten Edward Cullen gab es nun mal nicht.

Nach einiger Zeit legte er sich auf den Rücken und zog mich mit sich, bis ich auf ihm lag. Er verteilte zarte Küsse auf meinen Mund, streifte sanft meine geschlossenen Augenlider und fuhr mir sanft mit den Fingerkuppen über die Wange. All dies tat er fast schon ehrfürchtig und drückte mich fest an seinen warmen Körper. Krampfhaft klammerte ich mich an ihn und suchte nach Worten, um meine Sorgen in Worte zu fassen.

„Edward, ich liebe dich wirklich über alles“, wisperte ich innig und sah ihm direkt in seine schönen Augen. „ Aber so wie jetzt kann es nicht mehr weitergehen. Ich gehe daran kaputt.“

Sachte drückte er mich ein Stück weit von sich weg und musterte mich besorgt.

„Liebes…..?“, kam es fragend und bestürzt zugleich.

Wieder drückte ich mich ein Stück nach oben. Wenn Edward mir so nahe war, konnte ich meistens keinen klaren Gedanken fassen. Wie sollte ich ihm nur begreiflich machen was in mir vorging?

„Es ist ganz einfach“, sagte ich scheinbar leichthin und lächelte bemüht. Nichts war einfach, aber auch wirklich gar nichts. „Weißt du… was du vorhin über mich gesagt hast, stimmt so nicht. Dass ich so stark bin, ist nur eine Fassade, die ich schon seit Jahren aufrechthalte.“

Ich machte eine kurze Pause und sog gierig die Luft in meine Lungen, weil ich das Gefühl hatte zu ersticken.

„Ich schaffe das alles nicht mehr, Edward“, gestand ich ihm erstickt und senkte kopfschüttelnd den Kopf. „Das ist alles zu viel und zu wenig. Verstehst du, was ich damit sagen will“, fragte ich hoffnungsvoll. Edward war klug, er musste kapieren, was ich meinte.

„Willst du mich jetzt doch verlassen?“

Die Frage kam abgehackt, ohne Emotion in der Stimme.

„Darum geht es doch gar nicht. Ich werfe nicht gleich das Handtuch, wenn es schwierig ist. Aber so wie mein Leben jetzt ist, kann es auch nicht bleiben. Sieh uns doch an!“, forderte ich ihn auf. „Wir sind kaum wieder aus den Flitterwochen zurück und schon bricht alles auseinander. Es geht dabei nicht mal nur um Tanya, sondern auch um grundlegende Dinge in meinem Alltag.“

Edward fixierte mich scharf und beobachtete mich genau.

„Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, was du meinst, Bella. Was stimmt denn nicht mit deinem Alltag? Du hast jede Menge Zeit für deinen Sohn, du kannst nach Herzenslust einkaufen gehen oder dich im Schönheitssalon verwöhnen lassen. Jede Frau in Seattle würde dich um so ein Leben beneiden. Was willst du denn noch?“

Sein Unverständnis regte mich auf und ich krabbelte von ihm hinunter. Wütend stellte ich mich neben das Bett.

„Ich will eine Aufgabe, Edward!“, schrie ich ihn an. „Etwas Sinnvolleres, als dieses Leben zwischen Gucci Taschen und der nächsten Schönheitsmaske. Sieh mich an!“, forderte ich ihn aufgebracht auf, „Was siehst du? Glaubst du wirklich, dass mich so ein Leben ausfüllen könnte, dass ich auf die Art die Zeit totschlagen kann, bis du aus der Firma kommst? Ist das wirklich die Sorte Frau, die du haben willst? Wenn das tatsächlich der Fall ist, Edward, dann solltest du schleunigst deine Sachen packen und dich auf den Weg zu Tanya machen. Sie passt besser in das Bild einer High-Society Ehefrau und wäre glücklich damit. Ich kann und werde dem nie gerecht werden. Und weißt du was? Ich will das auch gar nicht. So ein Leben ist nichts für mich, es macht mich nicht glücklich.“

„Warum hast du mir nicht schon längst gesagt, dass du unglücklich bist“, wollte er jetzt anklagend wissen. „Wie soll ich denn wissen, wie es dir geht, wenn du nicht mit mir redest? Weißt du Bella, du tust immer so unfehlbar, als hättest du die Weisheit mit Löffeln gefressen. Dabei bist du auch kein Stück besser als ich.“

Na toll, jetzt stritten wir uns schon wieder.

„Ich hatte durchaus vor, mit dir darüber zu reden“, antwortete ich wieder etwas gemäßigter. Jetzt bloß nicht die Nerven verlieren. „Ich wollte eben  nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen, sondern erst mal abwarten, wie sich alles entwickelt. Bis jetzt hat sich einfach keine Gelegenheit ergeben mit dir darüber zu reden, es wäre ohnehin verfrüht gewesen. Hättest du denn Verständnis gehabt, wenn ich mich bereits nach wenigen Tagen beschwert hätte? “

Ich verschränkte sauer die Arme vor der Brust und sah ihm geradewegs in die Augen. Edward hielt meinem Blick stand, bis er schließlich entnervt die Arme nach oben warf.

„So kommen wir nicht weiter, Bella. Offenbar reden wir zu wenig miteinander. Was hältst du von einem Deal?“, schlug er vor.

Misstrauisch kniff ich die Augen zusammen.

„Was denn für ein Deal?“

Seine Züge waren jetzt deutlich entspannter, ja, er sah richtig hoffnungsvoll aus.

„Ich will dich auf keinen Fall verlieren“, fing er an. „Was ich heute im Büro gesagt habe, war mein voller Ernst. Ich werde Tanya nicht mehr wiedersehen und mich ganz auf dich und Danny konzentrieren. Im Gegenzug wirst du mir sagen, was dich stört und wir ändern es. “

Ein bisschen skeptisch musterte ich ihn.

„Du versprichst mir wirklich den Kontakt zu Tanya völlig abzubrechen?“

Er nickte ernst und mein Herz machte einen Hüpfer vor Freude.

„Ich verspreche es.“

„Nicht mal um zu erfahren, warum sie zurück ist?“, hakte ich nach. Ich wusste den Grund, doch dieses eine Mal würde ich schweigen, um meinetwillen.

„Nicht mal deswegen“, bestätigte er mir entschlossen und ich fing an ihm wirklich zu glauben. „Tanya ist Vergangenheit. Ich will nicht riskieren, dich zu verlieren. Ihr geht es gut, sie ist gesund und munter und hat ihre Mutter. Tanya muss  jetzt allein klarkommen. Ich meine es ernst, Liebes. Ich will und werde sie nicht mehr wiedersehen.“

„Wenn…..wenn du das wirklich ernst meinst….dann…dann haben wir sicher noch eine….eine Chance“, bestätigte ich ihm stockend. „Und ich werde auch versuchen, nicht mehr alles in mich hineinzufressen, das verspreche ich dir.“

Edwards Gesicht überzog ein Strahlen, wie ich es seit unserer Hochzeit nicht mehr gesehen hatte.

„Du wirst es nicht bereuen“, sagte er aufatmend und nahm mich in die Arme. Ich schmiegte mich an ihn und war zuversichtlich, dass  wir es schaffen würden.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen